Hamburgs Polizei führt ein Dauer-Blaulicht ein. In Nordrhein-Westfalen wird das Projekt aber vorerst nur beobachtet.
Kein Dauer-Blaulicht in NRWPolizei will das neue „Präsenzlicht“ vorerst nicht nutzen

Eine Beamtin und ein Beamter der Polizei Hamburg stehen vor einem Streifenwagen mit dem neuen «Präsenzlicht»
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In Nordrhein-Westfalen gibt es vorerst keine Pläne, das von der Hamburger Polizei eingeführte Dauer-Blaulicht für Streifenwagen zu übernehmen. Hamburg ist die erste Behörde in Deutschland, die diesen Schritt geht. „Derzeit gibt es noch keine konkreten Pläne hinsichtlich des Polizeilichen Präsenzlichts, so wie es unsere Hamburger Kollegen vorgestellt haben“, äußerte ein Sprecher des verantwortlichen Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) gegenüber der dpa.
„Als LZPD NRW arbeiten wir stetig an einer Verbesserung der Führungs- und Einsatzmittel für die Polizei NRW. Hierbei haben wir natürlich grundsätzlich auch technische Neuerungen und Entwicklungen für unsere Streifenwagen im Blick“, fügte der Sprecher hinzu. Aus diesem Grund werde das Projekt in der Hansestadt mit Interesse verfolgt.
Nutzung des „Präsenzlichts“ in weiteren europäischen Ländern
Ein permanent leuchtendes, aber nicht blinkendes Blaulicht auf dem Fahrzeugdach soll in Hamburg bald die Erkennbarkeit der Polizeifahrzeuge erhöhen. Nach Angaben der dortigen Polizei kommt diese Art der Beleuchtung schon in Frankreich, Spanien sowie den Vereinigten Staaten zur Anwendung.
„Man muss sich an das neue Licht gewöhnen. Als ich es im Urlaub an Streifenwagen anderer Länder gesehen habe, war das für mich auch neu. Wir sind aber zuversichtlich, dass die Bürger das schnell annehmen“, erklärte Polizeivizepräsident Mirko Streiber bei der Präsentation des „Präsenzlichts“.
Abgrenzung zum herkömmlichen Blaulicht
Damit es nicht zu Irrtümern mit dem herkömmlichen Blaulicht kommt, wird die neue Beleuchtung permanent aktiviert, sobald das Fahrzeug in Bewegung ist. Die Intensität des Lichts ist außerdem auf etwa 30 Prozent der üblichen Leuchtkraft reduziert.
Laut Auskunft der Hamburger Polizei bleibt das traditionelle Blaulicht für Einsätze unverändert. Das heißt nach wie vor, dass Verkehrsteilnehmer dem Einsatzfahrzeug Platz machen müssen. Ebenso wird es keine Änderungen am Martinshorn geben. (dpa/red)
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