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16-Jähriger erschossenBundesgerichtshof bestätigt Freisprüche für Polizisten

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Die fünf angeklagten Polizeibeamtinnen und -beamten erheben sich im Gerichtssaal des Landgerichts. Im Prozess um tödliche Schüsse auf einen 16-jährigen Flüchtling werden die Urteile erwartet. +++ dpa-Bildfunk +++

Die fünf angeklagten Polizeibeamtinnen und -beamten beim Prozess im Saal des Dortmunder Landgerichts. 

Im Sommer 2022 hatten Beamte in Dortmund einen 16 Jahre alten Flüchtling aus dem Senegal im Einsatz erschossen. Der BGH hat nun Die Freisprüche für die fünf angeklagten Polizisten bestätigt.  

Knapp vier Jahre nach den tödlichen Schüssen auf den 16-jährigen Senegalesen Mouhamed Dramé in Dortmund hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ die Freisprüche gegen die fünf angeklagten Polizisten bestätigt. Strafverteidiger Michael Emde, der den Einsatzleiter vertritt, kommentierte den Entscheid mit folgenden Worten: „Der BGH wie zuvor das Dortmunder Landgericht hat die Rechtsauffassung der Verteidigung geteilt und die Revision der Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch bezüglich des Einsatzleiters ebenso wie die Revision der Nebenklage gegen alle Freisprüche.“

Schüsse aus drei Metern Entfernung

Am 8. August 2022 hatten Betreuer des senegalesischen Flüchtlings in einer katholischen Jugendhilfeeinrichtung die Polizei gerufen, weil Dramé mit einem Messer apathisch im Hof saß.

Als die Beamten eintrafen, regte sich der Jugendliche zunächst nicht, sondern hielt sich das Messer weiterhin vor den Bauch. Erst nach einem Reizgasangriff erhob sich der junge Senegalese und ging auf die Einsatzkräfte zu. Nach einem erfolglosen Taser-Einsatz erschoss der Sicherungsschütze der Polizei Dramé, als dieser nur noch drei Meter von den Einsatzkräften entfernt war. Die Schwurgerichtskammer erkannte auf Notwehr, auch wenn irrtümlich gehandelt worden sei. Der Bundesgerichtshof folgte nun dieser Ansicht.