Nach der eskalierten pro-kurdischen Demonstration im Januar in Dortmund durchsucht die Polizei Wohnungen. Damals waren Polizisten verletzt worden.
Einsatz im RuhrgebietRazzien nach eskalierter pro-kurdischer Demo in Dortmund

Ein syrisches Restaurant wurde von Teilnehmern der pro-kurdischen Demonstration demoliert. (Archivbild)
Copyright: Alex Talash/dpa
Knapp sechs Monate nach einer eskalierten pro-kurdischen Demonstration in Dortmund durchsucht die Polizei nach dpa-Informationen seit dem Morgen die Wohnungen von mehreren Verdächtigen. Ziel ist die Sicherstellung von Datenträgern wie Handys. Bei der Demo waren Polizisten mit Böllern beworfen und ein syrisches Restaurant demoliert worden.
Nach der Demo am 20. Januar mit 4.000 Teilnehmern hatte die Polizei eine Ermittlungskommission eingesetzt, die unter anderem Videos und Social-Media-Beiträge analysierte. So fand man 31 Verdächtige, von denen man 19 inzwischen identifizierte.
Böllerwürfe verletzten Polizisten
Den Beschuldigten wird unter anderem Körperverletzung, Sachbeschädigung an Autos, Zeigen von verbotenen Fahnen, Zünden von Pyrotechnik, schwerer Landfriedensbruch und versuchte Gefangenenbefreiung vorgeworfen. Durch Stein- und Böllerwürfe wurden zudem sieben Polizisten verletzt. Die Durchsuchungen finden in mehreren Ruhrgebietsstädten statt.
Die Demo in Dortmund hatte damals das Motto „Gegen das Töten von Unschuldigen, Zivilisten und Kindern“ und stand im Zusammenhang mit gewalttätigen Auseinandersetzungen in Syrien. Die Polizei hatte nach der Eskalation betont, dass sich der Großteil der Teilnehmer friedlich verhalten habe. (dpa)
