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Streiks bei Rewe & Co.Verdi ruft zu Warnstreiks im Handel in NRW auf

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Warnstreiks im Handel - Dortmund

Bei der Kundgebung in Dortmund forderten zahlreiche Menschen mehr Lohn im Handel.

Hunderte Beschäftigte im Handel haben in NRW für höhere Löhne gestreikt. Verdi hält Verzögerungen für Kunden für möglich.

In Nordrhein-Westfalen sind zahlreiche Beschäftigte dem bundesweiten Aufruf zu Warnstreiks im Handel gefolgt und haben ihre Tätigkeit eingestellt. Zusätzlich versammelten sich in Dortmund hunderte Personen bei einer von der Gewerkschaft Verdi organisierten Demonstration. Angaben der Polizei zufolge waren es 400 Teilnehmer, während Verdi NRW von etwa 1.000 Streikenden ausging.

„Niedrige Löhne im Handel sind nicht nur ein Affront gegen die fünf Millionen Handelsbeschäftigten, sondern sie sind zugleich ein Angriff auf unsere sozialen Sicherungssysteme. Das kann uns nicht kalt lassen“, äußerte Silke Zimmer, die dem Verdi-Bundesvorstand angehört, während der Kundgebung in Dortmund.

Tarifangebot der Arbeitgeber zurückgewiesen

Die Gewerkschaft lehnte erste Tarifvorschläge für den Einzelhandel ab, welche die Arbeitgeberseite in der laufenden Woche für Nordrhein-Westfalen und Hamburg präsentiert hatte. Diese Verhandlungen dauern bereits seit April an.

Mögliche Verzögerungen im Einzelhandel

Nach einer vorläufigen Einschätzung des Branchenverbands HDE sei nicht mit merklichen Beeinträchtigungen für die Kundschaft durch die Arbeitsniederlegungen zu rechnen. Verdi NRW hingegen hält Verspätungen im Einzelhandel von Nordrhein-Westfalen für denkbar, zum Beispiel im Kassenbereich oder bei der Rückgabe von Leergut.

Deutschlandweit nahmen laut Angaben der Gewerkschaft über 5.000 Angestellte aus dem Einzel-, Groß- und Außenhandel an den Aktionen teil. Eine Sprecherin von Verdi informierte, dass mehr als 200 Betriebe bestreikt wurden. Davon betroffen waren auch Filialen von Edeka, Rewe, Kaufland, Penny, Douglas, Zara, H&M, Metro und Ikea. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.