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Vorstoß zur Pflege im ViertelCDU und Grüne im Landtag setzen auf bessere Vernetzung

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Für viele Pflegebedürftige ist es ein Gewinn an Lebenqualität, wenn sie zu Hause betreut werden können.

Für viele Pflegebedürftige ist es ein Gewinn an Lebenqualität, wenn sie zu Hause betreut werden können.

Pflegeheime, ambulante Dienste, Sozialberatung und Nachbarschaftshilfe arbeiten oft nebeneinander statt miteinander. CDU und Grüne in NRW wollen das ändern und die Versorgung vor Ort besser koordinieren.

Wer im Alter pflegebedürftig wird oder Angehörige versorgt, soll künftig leichter passende Hilfe in der Nähe finden. CDU und Grüne im Düsseldorfer Landtag wollen dafür Pflegeberatung, Nachbarschaftshilfe, soziale Arbeit und Gesundheitsangebote vor Ort besser miteinander verzahnen. „Ein starkes Quartier ist am Ende eines, in dem Hilfe nicht erst nach drei Telefonaten beginnt“, sagt Marco Schmitz, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Die Koalition hat dazu einen Antrag vorgelegt, der die Landesregierung unter anderem auffordert, kommunale Planungen zusammenzuführen und neue Versorgungsmodelle für Pflegebedürftige stärker zu berücksichtigen.

Konkret sollen Städte und Gemeinden dabei unterstützt werden, ihre Sozialplanung, Pflegebedarfsplanung und Gesundheitsförderung besser aufeinander abzustimmen. Dafür will die Koalition den Austausch zwischen Kommunen stärken und erfolgreiche Projekte landesweit bekannt machen. Auch digitale Instrumente wie KomMonitor, mit denen sich soziale Unterschiede innerhalb einer Stadt sichtbar machen lassen, sollen stärker genutzt werden.

Ein weiterer Ansatzpunkt sind die Daten. Die Landesregierung soll prüfen, wie Kommunen Informationen aus den Bereichen Pflege, Gesundheit und Soziales kleinräumiger und datenschutzkonform nutzen können. Bislang getrennte Datenbestände sollen dafür besser miteinander verknüpft werden. So könnten Städte und Gemeinden genauer erkennen, wo etwa Pflegeangebote fehlen, Menschen schlecht an Beratung gelangen oder zusätzliche Unterstützung nötig ist.

Auch die Pflegebedarfsplanung soll breiter aufgestellt werden. Kommunen und Kreise sollen neben Pflegeheimen und teilstationären Einrichtungen stärker andere Versorgungsformen einbeziehen können. Dazu zählen etwa ambulante Hilfen und pflegeergänzende Angebote.

Die Landesregierung soll zudem prüfen, ob sogenannte „Community Health Nurses“ künftig stärker in die Versorgung im Quartier eingebunden werden können. Die akademisch ausgebildeten Fachkräfte könnten beispielsweise Gesundheitsberatung und Prävention koordinieren, hieß es.  Die Pflegefachkräfte sollen die Lücke zwischen Pflege, medizinischer Versorgung, Beratung und Prävention schließen – insbesondere für ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Besonders in den Blick nehmen CDU und Grüne pflegende Angehörige und Familien. Wohnortnahe Beratung und aufsuchende Angebote sollen helfen, Betroffene früher zu erreichen. „Wo es sinnvoll ist, wollen wir außerdem aufsuchende Angebote stärken, damit Hilfe die Menschen direkt erreicht“, sagt Jule Wenzel, sozialpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion.

Viele der im Antrag genannten Schritte sind Prüfaufträge. Neue Förderprogramme, zusätzliche Stellen oder konkrete Fristen nennen CDU und Grüne nicht. Alle Maßnahmen sollen im Rahmen der vorhandenen Mittel umgesetzt werden.