Mit seinem Auftritt in einer ZDF-Doku hat sich der CDU-Politiker keinen Gefallen getan. Daraus zieht er nun Konsequenzen.
Aufregung nach ZDF-DokuPhilipp Amthor reagiert auf Häme und macht Rückzieher

Philipp Amthor sitzt im Bundesrat. (Archivfoto)
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Philipp Amthor macht in Sachen Strandkorb einen Rückzieher. Nach heftiger Kritik hat der CDU-Politiker das neue Möbelstück wieder von seiner Terrasse im Bundeskanzleramt entfernt.
Auch um die Entsorgung hat man sich bereits gekümmert. Der Strandkorb gehe zurück nach Mecklenburg-Vorpommern, teilte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Montag (28. September) in Berlin mit.
Philipp Amthor trennt sich von Strandkorb
Der 33-Jährige ist seit der Regierungsumbildung Ende Juli Staatsminister für Bund-Länder-Beziehungen im Kanzleramt und gilt als Liebling von Bundeskanzler Friedrich Merz. Eine ZDF-Dokumentation mit dem Titel „Inside CDU“ hatte gezeigt, wie er den Strandkorb im Sommer aus seiner Heimat ins Kanzleramt bringen ließ. Daraufhin wurde der Vorgang in sozialen Netzwerken breit diskutiert und vielfach kritisiert. Es gab auch viel Häme.
Meyer erklärte, der Strandkorb solle Amthors Verbundenheit mit seiner Heimat zeigen. Hergestellt worden sei er in dessen Wahlkreis auf der Insel Usedom. Amthor habe ihn als sichtbares Zeichen seiner Herkunft ins Kanzleramt holen wollen.
Der Staatsminister habe den Strandkorb selbst gekauft und auch Lieferung sowie Aufbau privat bezahlt, so Meyer. Die öffentliche Kritik nehme Amthor ernst und lasse das Möbelstück deshalb nun zurückbringen.
Neben der prunkvollen Inszenierung mit dem Strandkorb kamen in der vierteiligen Doku auch andere Dinge nicht gut bei den ZDF‑Zuschauerinnen und -Zuschauern an. Für Unmut sorgten nicht nur die Aufnahmen aus einer Luxus-Limousine, sondern auch die Tatsache, dass Amthor eine Sitzgarnitur im Wert von fast 30.000 Euro in seinem Büro stehen hat.
Philipp Amthor ist ein deutscher CDU-Politiker und seit 2017 Mitglied des Bundestags. Er wurde 1992 in Ueckermünde geboren und hat Rechtswissenschaften studiert. Bekanntheit erlangte er unter anderem durch die Kontroverse um seine Kontakte zum US-Unternehmen Augustus Intelligence im Jahr 2020. (mbr)
