Kiew – Stau- und Wetteranzeigen auf den Autobahnen in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben russische Truppen davor gewarnt, das Stadtgebiet zu betreten. „Russians, fuck off!“, ist auf den Schildern in russischer Sprache zu lesen. Normalerweise dienen die Schilder dazu, den Verkehr in und um Kiew zu regeln.
Neben der Beleidigung, gerichtet an die russischen Truppen, gab die Anzeige wie gewöhnlich das Wetter in der ukrainischen Hauptstadt an. Die Lufttemperatur betrug am Dienstagnachmittag 1 Grad, die Bodentemperatur bei 2 Grad.
Die klare Botschaft an die russische Armee steht an der Stelle, wo normalerweise die Verzögerungen im Kiewer Stadtverkehr stehen. Angesichts der großen Fluchtwelle aus der Ukraine und den konstanten Luftangriffen auf die Stadt sind viele Straßen wie ausgestorben, nachts herrscht eine Ausgangssperre.
Ukraine-Krieg: Satellitenaufnahme zeigt 70-Kilometer-Konvoi vor Kiew
Am Dienstag hatten Satellitenaufnahmen einen fast 70 Kilometer langen Konvoi russischer Militärfahrzeuge entdeckt, der sich im Norden Kiews von der belarussischen Grenze aus formiert hatte. Bereits seit vergangenem Donnerstag greift Russland die Stadt mit Raketen aus der Luft an, die Gefechte intensivierten sich am Dienstag.
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Auch die zweitgrößte Stadt der Ukraine, Charkiw, wird seit Tagen von russischen Kräften bombardiert, am Dienstag explodierte eine russische Bombe im Stadtzentrum und richtete dort schwere Schäden an. Die Ukraine klagt seit Tagen über zivile Opfer.
Die ukrainische Zivilbevölkerung wehrt sich seit dem ersten Tag der Invasion massiv gegen die russischen Truppen, eine Militäreinheit auf der im Schwarzen Meer liegenden Schlangeninsel erlange Berühmtheit, in dem sie einem russischen Kriegsschiff über Funk mitteilte: „Fuck yourself.“ Die russische Marine attackierte anschließend die Insel, die Grenzsoldaten befinden sich in Gefangenschaft. (shh)

