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Einsatz auf St. PauliHubschrauber und Sirenen – Großfahndung nach Ex-RAF-Terroristen

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Fahndungsplakat: Die Polizei sucht weiterhin mit Hochdruck die beiden früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg.

Fahndungsplakat: Die Polizei sucht weiterhin mit Hochdruck die beiden früheren RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg.

Auslöser der Suche war ein Hinweis aus der Bevölkerung. Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein.

Die Polizei hat am Donnerstag (28. Mai) in Hamburg nach dem untergetauchten Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub gefahndet. Anlass war ein Hinweis aus der Bevölkerung. Die Polizei habe in Hamburg-Altona mehrere Passanten überprüft, aber niemanden festgenommen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei brach den Einsatz, bei dem sie auch einen Hubschrauber einsetzte, nach rund eineinhalb Stunden gegen 13.30 Uhr ab. Staub wurde in Hamburg geboren.

Wie die „Mopo“ berichtet, war ein Anruf gegen 12 Uhr bei der Polizei eingegangen. Darin wurde gemeldet, dass Staub auf der Straße nahe dem Walter-Möller-Park gesehen worden sein soll. Der Hinweis wurde als glaubhaft eingestuft. Laut „Abendblatt“ löste die Polizei einen Großeinsatz aus, der sich bis nach St. Pauli erstreckte. Über dem gesamten Gebiet habe der Polizeihubschrauber Libelle gekreist.

Sirenen aus St. Pauli

Überall auf dem Kiez seien Sirenen zu hören gewesen sein, zahlreiche Streifenwagen überprüften Passanten. Sie fuhren demnach auch auf der Reeperbahn im Schritttempo neben den Gehwegen und in die Seitenstraßen, um die Menschen zu mustern. Auch Motorradstreifen waren im Einsatz. 

Die Beamten sollen dann vor Ort tatsächlich eine Person angetroffen haben, die Staub ähnelte. Nach Überprüfung der Personalien wurde der Mann aus dem Gewahrsam entlassen.

Mutmaßliche Staub-Komplizin Klette verurteilt

Am Mittwoch hatte das Landgericht Verden die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette (67) zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sie mit ihren mutmaßlichen Komplizen Staub und Burkhard Garweg Geldtransporter und Supermärkte überfallen hat.

Die Suche der Ermittler nach Staub (71) und Garweg (57) dauert derweil an. „Wir werden nicht nachlassen, aber aktuell gibt es keine heiße Spur“, sagte der Präsident des Landeskriminalamts Niedersachsen, Thorsten Massinger, der Deutschen Presse-Agentur.

Staub, Garweg und Klette gehörten der sogenannten dritten Generation der linksextremistischen Roten Armee Fraktion (RAF) an. Die RAF, die mehr als 30 Menschen tötete, erklärte sich 1998 für aufgelöst.

Häufig Hinweise zu Ex-RAF-Terroristen Staub und Garweg

Zu Staub und Garweg gehen regelmäßig Hinweise aus der Bevölkerung ein. Fast wöchentlich sei dies der Fall, hatten Ermittler des niedersächsischen LKA einige Monate zuvor erklärt. Staub, der in Hamburg geboren wurde, war angeblich zuvor bereits im Bereich des Hafens gesichtet worden. Früher lebte er dort in den besetzten Häusern an der Hafenstraße, seine Mutter wohnt in einem Senioren-Stift in Hamburg, wie die „Bild“ berichtet.

Auch Burkhard Garweg soll bereits 2024 in Hamburg gesichtet worden sein. Ende Oktober meldeten mehrere Menschen, den Gesuchten erkannt zu haben. Das LKA wertete die Hinweise damals als „plausibel und glaubhaft“, wie der NDR berichtete. Wie Staub hielt sich Garweg in seiner Jugend im Bereich der Hamburger Hausbesetzer-Szene auf. (cme/dpa)