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Fokus aufs AmtThüringens Ministerpräsident Voigt will Entzug der Doktorwürde akzeptieren

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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) will nicht länger mit juristischen Schritten um seine Doktorarbeit kämpfen

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) will nicht länger mit juristischen Schritten um seine Doktorarbeit kämpfen

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) wollte um seinen Doktortitel kämpfen. Doch nun zieht er eine Klage gegen den Entzug zurück.

Thüringens Regierungschef Mario Voigt will den Entzug seines Doktortitels hinnehmen und den Rechtsstreit darüber beenden. Als Ministerpräsident gehöre seine Aufmerksamkeit den Bürgerinnen und Bürgern, sagte Voigt in einer Pressekonferenz im Thüringer Landtag. „Und deswegen habe ich mich entschieden, den Rechtsstreit um meine Dissertation einzustellen“, sagte der CDU-Politiker.

Die Entscheidung falle ihm nicht leicht. Seine Anwälte hätten ihm geraten, das Verfahren fortzuführen. Er wolle sich ohne Abstriche „darauf konzentrieren, was vor uns liegt“, sagte er. So ein Rechtsstreit erfordere Zeit, Energie und Aufmerksamkeit.

Oppositionelle AfD hielt Druck aufrecht

Voigt steht seit Monaten wegen Plagiatsvorwürfen zu seiner Dissertation unter politischem Druck. Die Technische Universität Chemnitz hatte ihm die Doktorwürde entzogen und auch Voigts Widerspruch dagegen abgelehnt. Der 49-Jährige reichte daraufhin Klage beim Verwaltungsgericht Chemnitz ein. Diese habe er am Mittwochmorgen zurückgenommen, sagte er nun.

Gerade die AfD mit ihrem Landespartei- und Fraktionschef Björn Höcke hielt den Druck auf Voigt mit mehreren Manövern im Landtag aufrecht - so beantragte die AfD-Fraktion bereits zwei konstruktive Misstrauensvoten, die beide scheiterten. Voigts Ankündigung, den Rechtsstreit um seine Doktorarbeit zu beenden, kam eine halbe Stunde vor einer Sondersitzung des Landtags, bei der auf Antrag der AfD-Fraktion über eine Auflösung des Parlaments entschieden werden soll. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die dafür nötige Zweidrittelmehrheit erreicht wird. (dpa)