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Ukraine greift Hafen anPutin droht Europa – Selenskyj warnt vor neuer Mobilisierung

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Auf diesem von der russischen Staatsagentur Sputnik verbreiteten Pool-Foto nehmen der russische Präsident Wladimir Putin und der Kommandeur der russischen Pazifikflotte, Admiral Viktor Liina, am 12. August 2026 während der Abschlussphase eines Manövers der Pazifikflotte auf der russischen Insel Sachalin an Bord des Lenkwaffenkreuzers „Warjag“ an einer Besprechung teil.

Auf diesem von der russischen Staatsagentur Sputnik verbreiteten Pool-Foto nehmen der russische Präsident Wladimir Putin und der Kommandeur der russischen Pazifikflotte, Admiral Viktor Liina, am 12. August 2026 während der Abschlussphase eines Manövers der Pazifikflotte auf der russischen Insel Sachalin an Bord des Lenkwaffenkreuzers „Warjag“ an einer Besprechung teil.

Selenskyj erwartet im Herbst eine neue Mobilisierung in Russland. Zuvor eskalieren die gegenseitigen Drohnenangriffe.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt erneut vor einer groß angelegten Mobilisierung in Russland. Kremlchef Wladimir Putin bereite eine neue Rekrutierungswelle für den Herbst vor, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft am Dienstagabend (11. August). Sie solle demnach nach der russischen Parlamentswahl im September beginnen.

Bis zum Jahresende könnten mehrere Hunderttausend Russen eingezogen werden, behauptete Selenskyj. Für das kommende Jahr rechne Moskau demnach mit einer ähnlich großen Zahl. Der ukrainische Präsident beruft sich dabei auf Geheimdienstinformationen und russische Dokumente. Unabhängig überprüfen lassen sich seine Angaben nicht.

Eine neue Mobilisierung wird in der Ukraine bereits seit Längerem erwartet. Auch frühere Warnungen aus Kiew hatten sich allerdings nicht bewahrheitet. Bei der bislang größten Mobilisierungswelle im Herbst 2022 wurden rund 300.000 Männer in Russland eingezogen.

Schattenflotte: Putin droht Europa mit Vergeltung

Unterdessen verschärft sich der Konflikt auch auf See. Putin drohte europäischen Staaten mit der Beschlagnahmung von Schiffen. Russland werde auf das Vorgehen gegen Schiffe der russischen Schattenflotte „in gleicher Weise“ reagieren, sagte der Kremlchef bei einem Marinemanöver im Fernen Osten.

Der von Greenpeace als Teil der russischen Schattenflotte identifizierte Öltanker „Kira K“ fährt vor der deutschen Küste bei Fehmarn. (Archivbild)

Der von Greenpeace als Teil der russischen Schattenflotte identifizierte Öltanker "Kira K" fährt vor der deutschen Küste bei Fehmarn. (Archivbild)

Mehrere europäische Staaten hatten Schiffe abgefangen, die russisches Öl transportierten und damit gegen westliche Sanktionen verstießen. Die EU erlaubt ihren Mitgliedstaaten inzwischen, beschlagnahmtes Öl oder andere Ladungen zu verkaufen. Putin bezeichnete dieses Vorgehen als „Piraterie und Banditentum“.

Ukraine greift russischen Hafen Noworossijsk an

Auch der Drohnenkrieg geht mit großer Härte weiter. In der russischen Schwarzmeerhafenstadt Noworossijsk wurden nach Behördenangaben 21 Gebäude beschädigt. Ein achtjähriges Kind und ein weiterer Mensch kamen bei ukrainischen Angriffen in der Region Krasnodar ums Leben.

Selenskyj bestätigte eine ukrainische Operation gegen den Marinestützpunkt in Noworossijsk. Nach seinen Angaben wurden unter anderem Luftverteidigungsstellungen, Anlegestellen und Hafeninfrastruktur getroffen. Russische Behörden meldeten insgesamt 502 abgefangene ukrainische Drohnen über dem eigenen Staatsgebiet und dem Schwarzen Meer.

Gleichzeitig griff Russland die Ukraine mit Raketen und Drohnen an. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden 112 von 138 Drohnen abgefangen. Besonders betroffen waren die Regionen Odessa und Sumy. In der südukrainischen Stadt Cherson wurden nach Behördenangaben zwei Menschen durch russische Drohnenangriffe getötet.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit Februar 2022 an. Beide Seiten setzen zunehmend auf Drohnen, um Ziele weit hinter der eigentlichen Front zu treffen. (dpa/afp/sbo)