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Öldepots und Flugplatz in FlammenMassiver Angriff auf Putins Flotte – „Blackout“ und Unruhe auf der Krim

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Ein Screenshot aus einem Video soll einen Brand auf dem Militärflugplatz in der russischen Stadt Engels zeigen.

Ein Screenshot aus einem Video soll einen Brand auf dem Militärflugplatz in der russischen Stadt Engels zeigen.

Die Ukraine setzt ihre Angriffe fort und meldet mehrere erfolgreiche Schläge. Auf der Krim traut sich derweil niemand mehr an die Strände.

Ukrainische Drohnen sind nach Angaben der örtlichen Behörden der südrussischen Großstadt Engels an der Wolga eingeschlagen. Während Gouverneur Roman Bassurgin zunächst in sozialen Netzwerken schrieb, dass es keine Verletzten gebe, teilte die Staatsanwaltschaft später mit, dass Menschen zu Schaden gekommen seien. Details gab die Behörde nicht bekannt.

Medienberichten zufolge haben die Drohnen zudem ein Feuer auf dem Militärflugplatz der dort stationierten Bomberflotte ausgelöst. Das Ausmaß der Schäden ist unbekannt. Offizielle Stellen haben diese Berichte bislang nicht bestätigt.

Luftwaffenstützpunkt in Engels angegriffen – Öldepot in Flammen

Der Luftwaffenstützpunkt in Engels ist einer der größten in ganz Russland. Von dort steigen immer wieder strategische Bomber auf, um Städte in der Ukraine wie die Hauptstadt Kyjiw in der vergangenen Nacht mit Raketen zu beschießen. Die Ukraine hat Engels daher bereits in der Vergangenheit mit Drohnen attackiert.

Nördlich von Moskau haben einem Bericht des unabhängigen Portals „Astra“ zufolge derweil ukrainische Drohnen ein Öldepot nahe der ebenfalls an der Wolga gelegenen Stadt Jaroslawl in Brand gesetzt. Die riesige Anlage gehört zu der örtlichen Raffinerie und soll bis zu 620.000 Kubikmeter Lagerkapazität haben.

Ukraine meldet Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte

Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, berichtete im sozialen Netzwerk Facebook unterdessen auch von neuen Angriffen auf Schiffe der russischen „Schattenflotte“. In der Nacht auf Donnerstag habe die Ukraine elf russische Schiffe angegriffen, berichtete Browdi und veröffentlichte ein Video, auf dem die Attacken zu sehen sein sollen. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

Der ukrainische Generalstab berichtete unterdessen ebenfalls von der neuen Angriffswelle. „Im Schwarzen und Asowschen Meer sind sechs Öltanker und zwei Schleppschiffe getroffen worden“, teilt der Generalstab auf Facebook mit. Die Schiffe der „Schattenflotte“ seien zur Umgehung der Sanktionen gegen Russlands Ölindustrie und zur Treibstoffversorgung der russischen Armee genutzt worden, hieß es weiter. 

Neue Angriffe treffen die Krim: Stromausfälle und Treibstoffkrise

Zudem sei in der Region Donezk ein russisches Öldepot angegriffen worden, hieß es weiter aus Kyjiw. Auch eine Brücke in der Nähe von Primorsk und eine Eisenbahnbrücke in der Nähe von Tschonhar auf der von Russland illegal annektierten Halbinsel Krim seien getroffen worden. Beide Brücken seien wichtig für die Versorgung der russischen Armee, hieß es aus Kjjiw.

Insbesondere auf der Krim haben die jüngsten ukrainischen Angriffe erhebliche Auswirkungen. So berichteten russische Behörden am Mittwoch von einem „totalen Blackout“, also einem großflächigen Stromausfall in der Stadt Kertsch. 

Russen flüchten von der Krim: „Hier sind absolut keine Menschen“

Die ukrainischen Streitkräfte hatten bereits in den vergangenen Wochen vermehrt Ziele auf der Krim angegriffen – und so für eine Treibstoffkrise auf der Halbinsel gesorgt. In der Folge flüchteten zahlreiche Russinnen und Russen von der Halbinsel, die gerade in den Sommermonaten bei Touristen beliebt ist.

Nun kursieren in den sozialen Netzwerken Aufnahmen von menschenleeren Stränden auf der Krim. „Hier sind absolut keine Menschen. Es fühlt sich so ungewöhnlich an – die neue Promenade ist vollkommen leer“, heißt es in einem der kursierenden Videos von einer Frau zu entsprechenden Aufnahmen von der Krim.

„Die Krim hat sich im Wesentlichen in eine Militärbasis für die Russen verwandelt, die es ihnen ermöglicht, den Süden unseres Landes weiter zu besetzen und Truppen in den Osten zu übertragen“, hatte der damalige Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov Anfang Juli dazu erklärt. „Daher ist es sowohl aus militärischer als auch aus logistischer Sicht ein wichtiges Ziel für uns.“ (mit dpa)