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Russlands neue RaketeOreschnik-Angriff in der Ukraine – Gefahr für Europa

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Ukraine-Krieg - Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte, dass die russischen Angriffe nicht folgenlos bleiben.

Nach einem erneuten Angriff mit der Oreschnik-Rakete auf die Ukraine reagiert Präsident Selenskyj mit scharfem Spott.

Russland hat die Ukraine wiederholt mit der als bedrohlich geltenden Oreschnik-Rakete attackiert. Wolodymyr Selenskyj übt deutliche Kritik an dem Vorgehen und äußert sich spöttisch über Wladimir Putin.

Laut eigenen Bekundungen hat Russland abermals die Mittelstreckenrakete des Typs Oreschnik in der Ukraine verwendet. Wie die Agentur Interfax unter Berufung auf das Moskauer Verteidigungsministerium meldete, stelle dies eine Reaktion auf die „terroristischen Angriffe“ der Ukraine gegen zivile Ziele in Russland dar. Informationen aus der Ukraine zufolge traf das Geschoss die Stadt Bila Zerkwa in der Region Kiew.

Die Oreschnik-Rakete, deren Name auf Deutsch Haselstrauch bedeutet und die von Moskau auch in Belarus positioniert wurde, ist für den Transport von konventionellen sowie nuklearen Sprengköpfen ausgelegt. Dies markierte Berichten zufolge den dritten Gebrauch dieser Waffe im Rahmen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine.

Bedrohung für Europa durch hohe Geschwindigkeit und Reichweite

Eine mögliche Bedrohung für den kompletten europäischen Kontinent ergibt sich aus der außergewöhnlich hohen Geschwindigkeit der Rakete von maximal 12.000 Kilometern pro Stunde und ihrer Reichweite, die bis zu 5.000 Kilometer beträgt. Zuvor sprach die ukrainische Luftverteidigung über eine kombinierte Attacke mit 600 Drohnen, 90 Raketen sowie Marschflugkörpern. In der Liste der ballistischen Geschosse war die Oreschnik anfänglich nicht verzeichnet.

Wolodymyr Selenskyj warnte schon am Abend zuvor vor einer erneuten Attacke mit einer Oreschnik-Rakete und bezog sich dabei auf Erkenntnisse westlicher Geheimdienste. „Das ist wirklich unverantwortlich. Es ist wichtig, dass dies für Russland nicht ohne Folgen bleibt“, äußerte Selenskyj. Über mögliche Schäden in Bila Zerkwa machte Selenskyj keine Ausführungen.

Selenskyj über die Angriffe: Kiew als Hauptziel

Selenskyj schilderte die massiven Attacken des Tages. „Leider konnten nicht alle ballistischen Raketen abgeschossen werden. Die meisten Treffer gab es in Kiew, und genau Kiew war das Hauptziel dieses russischen Angriffs“, erklärte er. „Drei russische Raketen gegen eine Wasserversorgungsanlage, ein Markt wurde niedergebrannt, Dutzende Wohnhäuser und mehrere normale Schulen wurden beschädigt.“

Selenskyj äußerte sich spöttisch bezüglich eines Auftritts von Wladimir Putin, dem russischen Präsidenten. Er machte Putin den Vorwurf, mit seinen Geschossen Wohnhäuser zu vernichten und dabei „nicht einmal mehr das Wort ‚Hurra‘ richtig aussprechen“ zu können. Der Präsident Russlands „lallt“, so die Meinung von Selenskyj.

Spöttische Bemerkungen zu Putins Rede

Diese Bemerkung bezog sich auf eine Rede Putins, die er am Freitag im Kreml vor den Absolventen des Programms „Zeit der Helden“ hielt. Ein Video, das auch von staatlichen Medien geteilt wurde, dokumentiert, wie Putin zum Schluss als Ausdruck seiner Siegeszuversicht ein dreifaches „Hurra“ ruft, welches für seine Verhältnisse auffallend schwach wirkt.

Selenskyj betonte, dass alles unternommen werden müsse, um Frieden zu erreichen und die Bevölkerung zu sichern. Hierfür seien auch Beschlüsse aus den USA, Europa und von weiteren Verbündeten erforderlich, damit der Machthaber im Kreml – den Selenskyj als „alten Oreschnik“ bezeichnete – lerne, das Wort „Frieden“ zu artikulieren. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.