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Neuer Gipfel für FriedenSelenskyj berät mit Deutschland, Frankreich und London

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Ukraine-Krieg - Dnipropetrowsk

Immer wieder schlagen russische Bomben und Drohnen in ukrainischen Städten ein.

Präsident Selenskyj will mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien über den stockenden Friedensprozess beraten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beabsichtigt, am heutigen Tag mit den führenden Politikern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens den stagnierenden Friedensprozess zu erörtern. „Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 geplant“, teilte er mittels einer Videonachricht mit, die in der Ortschaft Slawutytsch aufgenommen wurde. Aufgrund seines Aufenthalts in der Ukraine ist eine Videokonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron sowie Premierminister Keir Starmer wahrscheinlich.

„Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können“, erklärte Selenskyj, ohne jedoch nähere Angaben zu machen.

Stillstand bei den Friedensinitiativen

Die Anstrengungen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges, der über vier Jahre andauert, sind während der letzten Wochen zum Erliegen gekommen. Seit Ende Februar werden die USA, welche ihre Rolle eher als Mediator denn als Hauptverbündeter der Ukraine verstehen, durch den Konflikt mit dem Iran in Anspruch genommen.

Kiews europäische Partner spielten bisher eine eher untergeordnete Rolle. Gegenwärtig erörtern sie, mit welchen Ansprüchen und Verhandlungsführern Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Krieges geführt werden könnten. Moskau zeigt sich zwar offen für Dialog, hält jedoch an seinen maximalen Kriegszielen fest.

Drohnenattacken in der Nacht von beiden Seiten

Beginnend am späten Donnerstagabend kam es zu wechselseitigen Drohnenattacken zwischen Russland und der Ukraine. Vonseiten des ukrainischen Militärs kündigte sich ein umfangreicherer Angriff auf Objekte im russischen Binnenland an. Infolgedessen limitierte die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija den Betrieb an vielen Flughäfen, einschließlich jener in Moskau und St. Petersburg. Zeitgleich detektierte die ukrainische Luftwaffe russische Drohnen über den nordöstlichen Regionen Tschernihiw und Sumy.

Besorgnis über eine wachsende Rolle von Belarus

Für seine Videoansprache befand sich Selenskyj in Slawutytsch, unweit der belarussischen Grenze. An diesem Ort tauschte er sich mit lokalen Repräsentanten über eine verbesserte Absicherung des Grenzgebiets vor eventuellen Attacken aus dem Nachbarstaat aus. Seine Warnung lautete, dass Russland beabsichtige, seinen nahen Partner Belarus intensiver in den Konflikt zu involvieren.

Russisches Nuklearmanöver

Der belarussische Machthaber Lukaschenko sagt, er sei zu einem Treffen mit Selenskyj bereit.

Im Gegensatz dazu äußerte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko in Minsk, dass sein Staat sich lediglich bei einem eigenen Angriff am Krieg beteiligen würde. Gemäß der staatlichen Nachrichtenagentur Belta signalisierte er seine Bereitschaft für eine Zusammenkunft mit Selenskyj. Aus dem Präsidialamt in Kiew hieß es als Antwort, dass es mit Lukaschenko keinen Gesprächsbedarf gebe.

Zivile Opfer im Osten der Ukraine

In der ostukrainischen Region Donezk kamen unterdessen durch russische Luftattacken vier Zivilpersonen ums Leben, fünf weitere erlitten Verletzungen. Laut der regionalen Staatsanwaltschaft wurde die in Frontnähe gelegene Kleinstadt Druschkiwka mit Gleitbomben und Drohnen angegriffen. Am Abend wurden zudem in der südlichen Metropole Dnipro mindestens 19 Menschen verletzt, als ein Luftschlag zwei Wohngebäude beschädigte. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.