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Angriff auf Russlands ÖlUkraine setzt wichtigen Exporthafen Ust-Luga in Brand

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Russland - Öl

Der für den Ölexport wichtige Hafen Ust-Luga ist wiederholt von der Ukraine angegriffen worden. (Archivbild)

Kiew setzt seine Angriffe auf die russische Ölindustrie fort. Ein bedeutender Hafen an der Ostsee steht in Flammen. Moskau reagiert umgehend.

Erneuter Angriff auf Ostseehafen: Ukraine trifft russische Ölinfrastruktur. Ein erneuter ukrainischer Angriff auf die russische Ölbranche hat im wichtigen Exporthafen von Ust-Luga, der an der Ostsee liegt, ein Feuer verursacht. Der Gouverneur der Leningrader Region, Alexander Drosdenko, bestätigte den Einschlag und den Brand am Morgen über den Dienst Telegram, wie die dpa berichtet. Rettungsmannschaften seien mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Laut Drosdenko hat die russische Luftverteidigung in der Region Leningrad insgesamt 31 Drohnen abgewehrt.

Über Ust-Luga erfolgt unter anderem die Verschiffung von Flüssiggas (LNG), Düngemitteln sowie Kohle. Dies stellt nicht die erste Attacke auf den Hafen innerhalb dieser Woche dar. Berichten zufolge wurden bereits zuvor Schäden an Öltankern, Lagern und Ladeeinrichtungen gemeldet. In sozialen Medien teilten Bewohner der Gegend Aufnahmen von Rauchschwaden am Himmel und beklagten sich über eine schlechte Luftqualität sowie Brandgeruch.

Kiews Strategie: Einnahmen Russlands kappen

Zum dritten Mal in Folge attackierte die Ukraine die Region bei Nacht. Diese Angriffe sind ein Bestandteil der Verteidigungsbemühungen gegen die russische Invasion. Kiew verfolgt damit das Ziel, Moskau die bedeutenden Einkünfte aus dem Verkauf von Öl und weiteren Rohstoffen zu entziehen, welche für die Rüstungsproduktion essenziell sind.

Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, äußerte sich positiv über die Angriffe auf die Einrichtungen der Ölbranche in der Region Leningrad, die an die Metropole St. Petersburg angrenzt. Laut seiner Aussage verfügen die russischen Kräfte dort nur noch über 40 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazitäten.

Moskau reagiert mit Ausfuhrstopp für Benzin

Als Reaktion darauf hat die Regierung in Moskau eine neue Sperre für Benzinexporte bekannt gegeben. Diese Maßnahme soll vom 1. April bis zum 31. Juli in Kraft sein. Ihr Zweck ist es, die Preise an den Tankstellen in Russland stabil zu halten. Als Begründung für die Entscheidung werden laut dpa die geopolitischen Unruhen im Kontext des Iran-Konflikts sowie die starke weltweite Nachfrage nach Kraftstoff genannt.

Bereits zuvor hatte Russland nach umfangreichen ukrainischen Attacken auf seine Ölindustrieanlagen und den sich daraus ergebenden Engpässen wiederholt temporäre Ausfuhrverbote für Benzin sowie Diesel erlassen.

Auch Ukraine berichtet von russischen Drohnenangriffen

Kiew seinerseits berichtete ebenfalls von zahlreichen russischen Drohnenattacken. Nach Angaben der ukrainischen Luftverteidigung wurde der Großteil der 442 Flugkörper vernichtet. Dennoch sei es auch zu Einschlägen gekommen, wurde mitgeteilt.

In der südlichen Region Mykolajiw registrierten die örtlichen Behörden zehn verletzte Personen infolge von Drohnenattacken. Aus der Oblast Odessa am Schwarzen Meer wurde von russischen Attacken auf die Energieinfrastruktur berichtet. Dies habe Stromausfälle zur Folge, wurde hinzugefügt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.