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Vor dem Abschied aus dem AmtGouverneur Newsom ändert Todesurteile zu Haftstrafen

Kalifornien vollstreckt seit 2006 keine Hinrichtungen mehr, doch es gibt noch mehr als 500 zum Tode Verurteilte. Der scheidende Gouverneur Gavin Newsom will Gnade walten lassen.

Gouverneur Gavin Newsom will Todesstrafen in Kalifornien in lebenslange Haft umwandeln. (Archivbild)

Gouverneur Gavin Newsom will Todesstrafen in Kalifornien in lebenslange Haft umwandeln. (Archivbild)

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom will alle 548 Todesurteile im Bundesstaat in lebenslange Haftstrafen umwandeln. Er unternehme den Schritt aus der Überzeugung heraus, dass staatlich sanktionierte Tötungen nicht vereinbar mit kalifornischen Werten seien und die Grundfeste des Rechtssystems unterminierten, schrieb Newsom in einem Brief an die Einwohner des Bundesstaates. In Kalifornien wurden seit 2006 keine Hinrichtungen mehr vollstreckt.

Kalifornien hat mehr zum Tode Verurteilte als jeder andere Bundesstaat. In einigen Fällen wird erst das Oberste Gericht des Bundesstaates tätig werden müssen, um die Todesstrafen in lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer Begnadigung umzuwandeln. Das ist nach kalifornischer Rechtslage in Fällen mit mehr als einer Verurteilung unerlässlich.

Newsom kann nicht für eine weitere Amtszeit als Gouverneur antreten und verlässt den Posten im Januar. Er gilt als möglicher Kandidat der Demokraten bei der Präsidentenwahl 2028. Der Kalifornier macht in Onlinediensten von sich reden, indem er den Stil des Rechtspopulisten parodiert.

In den vergangenen Jahren hatten auch einige andere Gouverneure Todesstrafen in ihren Bundesstaaten in lebenslange Haft umgewandelt. 2024 ordnete Präsident Joe Biden die Umwandlung auch für einen Großteil der auf Bundesebene zum Tode Verurteilten an. (dpa/red)