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Dauerbaustelle in PulheimDer Umbau der Horionschule wird nochmal teurer

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Dauerbaustelle: Ursprünglich sollte die Sanierung der Horionschule Ende 2020 beendet sein.

Pulheim – Die Arbeiten an der Horionschule in der Ortsmitte von Sinnersdorf stocken. Ein Ende ist nicht in Sicht. Da das Budget von rund einer Million Euro aufgebraucht ist, hat der Stadtrat Ende 2021 außer der Reihe 76.000 Euro und am Dienstagabend weitere 95.000 Euro bewilligt. Die Summe ist durch den Haushalt gedeckt.

„Wann geht es weiter, sodass ein Fortschritt der Sanierung erkennbar ist“, wollte die SPD-Fraktionsvorsitzende Sylvia Fröhling von der Verwaltungsspitze wissen. Ein Datum nannte Bürgermeister Frank Keppeler nicht.

Viele Probleme auf Baustelle in Pulheim

Er erwähnte aber, dass er mit dem Ersten Beigeordneten Jens Batist vor Ort gewesen sei, um sich ein Bild von der Situation zu machen und sein Unverständnis zum Ausdruck zu bringen.

„Das Projekt gestaltet sich äußerst schwierig“, so Frank Keppeler in der Sitzung des Stadtrates. Es gebe Materialprobleme, aber auch Schwierigkeiten, Handwerker zu finden und die Arbeiten zu koordinieren. „Ärgerlich ist das“, sagte der Verwaltungschef und ergänzte, dass die Schulpflegschaft über die Situation informiert sei.

Budget ist aufgebraucht

In der Beschlussvorlage für den Stadtrat erwähnt die Verwaltung, dass das ursprünglich bewilligte Budget wegen diverser Nachträge, gestiegener Kosten und Lieferschwierigkeiten aufgebraucht sei.

Nun lägen weitere Nachträge zu verschiedenen Gewerken vor. Gestiegen sind demnach die Ausgaben unter anderem für den Brandschutz, den Trockenbau, die neue Fassade und Betonfertigteile. Zudem waren offenbar zusätzliche Schreinerarbeiten notwendig.

Umbau birgt zahlreiche Tücken

Die Sanierung der Horionschule verlief von Anfang an holprig. Der Umbau der Pausenhalle und des Verwaltungstraktes war deutlich aufwendiger, da beim Abbruch eine Bodenplatte aufgetaucht war, die es in den Plänen nicht gab. Auch bei den Arbeiten an der Fassade gab es Probleme.

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Die nachträglich bewilligten 95.000 Euro stammen aus dem Sachkonto „Neubau Asylbewerberunterkunft Donatusstraße“. Er ist zurückgestellt, da die Planung für den Verlauf der Stadtbahnlinie, „die diesen Bereich unmittelbar betrifft, noch nicht abgeschlossen ist und deshalb auch noch keine Aussagen zum Standort des geplanten Gebäudes gemacht werden kann“, teilt die Stadtverwaltung mit.