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Sinnersdorf bekommt Kunstrasen„Hier werden die Modestes der Zukunft unterrichtet“

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Der VfR Sinnersdorf bekommt einen Kunstrasenplatz.

Pulheim-Sinnersdorf – Der Termin am Freitagvormittag machte Bürgermeister Frank Keppeler offensichtlich viel Freude. Er war ins „schöne Sinnersdorf“ gekommen, um mit geladenen Gästen den ersten Spatenstich auf dem Sportplatz des Vereins für Rasensport, kurz VfR, zu feiern. Das müsse sein, habe er sich gedacht, trotz der niedrigen Temperaturen. Schließlich ist Sinnersdorf der vierte Stadtteil, in dem die Stadt einen Ascheplatz in einen Kunstrasenplatz verwandeln lässt. Auch dort wird das Spielfeld mit Sand verfüllt und nicht mit Plastik-Granulat.

Schon seit Jahren investiert die Stadt in moderne Spielfelder. Nachdem Kunstrasenplätze in Brauweiler, Pulheim und zuletzt in Geyen entstanden sind, sei es schlüssig gewesen, nun auch in Sinnersdorf einen Kunstrasenplatz zu bauen. Für Rasensport eben, der Name des Vereins sei Programm, scherzte der Verwaltungschef.

Frank Keppeler: „Die Jugend geht weg, weil Asche nicht mehr Standard ist“

Ein modernes Spielfeld hält Frank Keppeler für ein Muss. „Die Jugend geht weg, weil Asche nicht mehr Standard ist.“ Ein Verein, der keinen Kunstrasenplatz habe, verliere Mitglieder, vor allem den Nachwuchs. „Sie suchen sich einen Verein, der einen Kunstrasenplatz hat.“ Das sei auch in Brauweiler, in Pulheim und Geyen so gewesen. In Geyen ruht der Spielbetrieb allerdings wegen eines Hochwasserschadens. „Aber es wird dort weitergehen.“

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Neben einem Großspielfeld, auf dem auch Markierungen für zwei Kleinspielfelder angelegt werden, sind eine Laufbahn und eine Sprunggrube eingeplant. Auch Schülerinnen und Schüler der Horionschule werden sich auf dem Platz tummeln. „Hier werden die Modestes der Zukunft unterrichtet“, so Frank Keppeler. Fertig sein soll der Platz, den das Büro „pslandschaft.de – Freiraumplanung“ entworfen hat und den die R. Krämer GmbH baut, im Mai, spätestens am 16. Juni 2022. Denn traditionell veranstaltet der VfR an Fronleichnam sein Ortsturnier. Das letzte fand 2019 statt, die Neuauflage 2020 ist pandemiebedingt ausgefallen.