Kinder zuhause beschäftigen12 Spieltipps für daheim gegen Langeweile und Lagerkoller

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Statt bei Schmuddelwetter mit den Kleinen durch Pfützen zu stapfen, können Eltern auch daheim kreativ werden.

Köln – Tage mit Kindern zuhause im Lockdown können gefühlt Jahrhunderte dauern. Denn wenn das Kita- und Schulprogramm und Spieldates mit Gleichaltrigen wegfallen und der ausgiebige Ausflug zum Spielplatz oder in den Park jetzt im Winter nur manchmal eine Alternative ist, zieht sich so ein trüber Tag wie Kaugummi. Die Kinder dagegen stecken auch dann voller Energie, Tatendrang und wollen gefälligst etwas erleben.Doch was tun, wenn bereits am Mittag das übliche Programm bereits einmal durchgespielt und durchgelesen wurde und immer noch so viele Stunden mit den Kids übrig sind?

Wir haben ein paar Ideen gesammelt, wie man große und kleine Kinder auch daheim gut bei Laune halten kann:

Indoor-Picknick

Sommergefühle kann man gut mit einem Indoor-Picknick im Kinderzimmer heraufbeschwören. Die Kinder stellen Geschirr aus der Spielküche (wer es sich traut, auch das richtige Geschirr aus der Küche) auf die Picknickdecke, die Eltern sorgen für leckeres Fingerfood wie Möhrensticks, Frikadellen, Zucchinipuffer, Obstspieße, Käseplatte. Je bunter die Deko, desto besser wird die Laune. Badetücher, Lampions, Sonnenschirm, Liegestühle, Eimer, Schaufeln, Ballons – alles kommt beim Picknick zum Einsatz. Und Bücher kann man dabei auch gut lesen.

Backen

Backen ist ideal geeignet für einen Tag zuhause. Die Kleinen lieben nicht nur das Selberkneten des Teiges, das Naschen davon und das Ausstechen mit Förmchen, sondern auch wenn die ganze Wohnung nach Plätzchen duftet. Aus dem Teig können verschiedene Motive geformt werden wie Autos oder Wolken. Verziert werden die Kekse dann mit Schokolade, Zuckerguss, Streuseln und Co.

Tobelandschaft

Für Bewegung soll auch drinnen gesorgt sein, denn Kinder müssen sich auspowern können. An einem Regentag kann man im Kinder- oder Wohnzimmer eine Hürden-und Tobelandschaft aufbauen. Dazu Stühle, Tische, Kissen, Decken, Sofa und alles was sich sonst noch eignet, zusammenstellen und so anordnen, dass gehüpft, gekrochen, versteckt, geturnt werden kann.

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Schminken

Für mehr Farbe an grauen Tagen sorgt Kinderschminken. Die Erwachsenen verwandeln ihre Kids in Tiger, Zebras oder Frösche. Und dann wird es richtig lustig, denn der Spieß wird umgedreht. Die Kinder dürfen die Erwachsenen schminken. Danach mit Fotos das Erlebte festhalten. Ein Foto-Shooting mit lustigen Bewegungen und Grimassen sorgt für den einen oder anderen Lacher. Abschminken geht gut mit Feuchttüchern für Babys.

Zelten

Das Zelt einfach mal in der Wohnung aufbauen und mit Decken und Kissen auslegen. Ein LED-Licht mit rein nehmen und Geschichten vorlesen oder Bücher anschauen. Wer kein Zelt hat, hat fast noch mehr Spaß, denn aus Decken, alten Vorhängen und Wäscheleine lässt sich ein Iglu oder Zelt wunderbar selbst zusammenschustern. 

Zeitung selbst machen

Kinder lieben es, zu schnipseln und zu kleben. Erst recht, wenn sie wild vorgehen dürfen. Bestens eignen sich dafür alte bunte Kataloge. Hier können die Kleinen einfach drauflos schneiden und die Bilder dann auf weiße Blätter kleben. Die Seiten einfach zusammen tackern – und schon hat man eine selbst gemachte Zeitung. 

Schatzsuche

Die einfache Version für Kinder, die schon lesen können, ist mithilfe von Hinweiszetteln eine Suche durch das Haus aufzubauen. Der erste Hinweis könnte zur Kaffeemaschine führen: „Was brauchen Mama und Papa morgens zum wach werden? Dort findet ihr den nächsten Hinweis“. An der Kaffeemaschine finden die Kinder dann den zweiten Hinweis, an den nächsten Orten (zum Beispiel Kühlschrank, Fernseher, Kleiderschrank, Pflanzenkübel) alle weiteren, die dann am Schluss zur Schatzkiste führen. Am Ende wartet eine belohnende Schatztruhe (Goldene Schoko-Taler, Trinkschokolade, ein kleines Taschengeld, ein kleines Pixi-Buch).

Um die Suche etwas schwieriger zu gestalten, können die Hinweiszettel beispielsweise auch als Puzzle gebaut werden, so dass die Kinder erst noch dieses Problem lösen müssen, um den Text auf dem Zettel überhaupt lesen zu können. Oder: ein Hinweis schwimmt in einer Flaschenpost, ein anderer ist in einem Luftballon versteckt. Des Weiteren kann jeder Schritt mit einer Aufgabe verbunden werden wie „nennt fünf Dinge, die auf den Kompost gehören oder zerkleinert alle Altpapierkartons“. Für die ganz Kleinen eignet sich eher eine Art Ostereiersuche, die aber auch mit Alltagsobjekten stattfinden kann.

Cross-Boule in der Wohnung

Wer nicht immer eine Boule-Bahn in der Nähe hat, aber trotzdem gerne Boule spielt, könnte diese Variante schon kennen. Cross-Boule wird mit speziellen, weichen Kugeln gespielt, so dass man überall spielen kann und keine glatte Fläche mehr braucht. Deswegen macht Cross-Boule auch drinnen Spaß – je bekloppter der Schweinchen-Wurf, umso lustiger. Auch das Treppenhaus, Aufzüge oder der Keller können benutzt werden. Um Cross-Boule zu spielen, braucht es keine Übung – daher ist das Spiel auch für etwas ältere Kinder wunderbar geeignet.

Wettlauf mit Verkleiden

Verkleiden ist nicht nur bei jüngeren Kindern der Hit. Warum also nicht einfach die Karnevals-Kiste mit dem Kostüm-Fundus der letzten Jahrzehnte ins Wohnzimmer stellen und zum lustigen Ausprobieren freigeben. Oder sogar ein Spiel daraus machen: Wettlauf in Verkleidung. Dazu einfach Hose, Rock, Jacke, Hut, Brille und ein lustiges Accessoire auf einen Haufen legen. Der Spieler, der an der Reihe ist, muss zuerst all diese Dinge irgendwie anziehen und dann einen kleinen Hindernis-Parcours ablaufen. Die Zeit wird gestoppt. Der schnellste verkleidete Läufer gewinnt. Oder zwei Teams treten gegeneinander an.

Fühl-Kasten

Ein alter Karton wird zum Spielen umfunktioniert. Zwei Löcher ausschneiden, so dass die Kinderhände durchpassen, daran von innen Stoff als Vorhang kleben. In die Box, die natürlich auch noch angemalt und dekoriert werden kann, können nun verschiedene Gegenstände gefüllt werden, die die Kinder ohne zu gucken erfühlen müssen. Wer am meisten blind ertasten kann, gewinnt. Gegenstände, die sich dafür eignen, wären beispielsweise Legosteine, Schnuller, Stifte, Muscheln, Spielzeugautos, Nüsse, Löffel, Radiergummis, Tischtennisbälle, Ringe, Würfel, Federn, Tannenzapfen, Kastanien, Kronkorken.

Stadt bauen

Hier wird die Fantasie angeregt. Ein altes Bettlaken oder ein großer Karton dient als Grundlage für die Stadt. Darauf wird aus Farben (zum Beispiel Fingerfarbe) der Grundriss der Stadt gemalt, insbesondere die Straßen. Dann kommen alte Schachteln, Kartons, Spielzeugautos, Figuren, Tiere und Co. zum Einsatz, aus denen Häuser, Fabriken, Garagen oder Bäume gebastelt werden. Die Stadt kann über Tage hinaus weiter wachsen, die Kinder sind lange beschäftigt und dabei überaus kreativ.

Der Boden ist Lava

Vor kurzem war „der Boden ist Lava“ auch ein digitaler Hit. Das klassische Spiel aus der Kindheit ist zurück und auch bei Erwachsenen beliebt. Für Regentage kann die Wohnung zum Lava-Gebiet ausgebaut werden. So können dicke Kissen, Stühle, Hocker, aber auch verrücktere Dinge wie große Töpfe, Bücher und Kartons als rettende Inseln benutzt werden. Wer davon nicht so viel hat, kann einfach buntes Papier auf dem Boden befestigen. Beim Ausruf „Der Boden ist Lava“ müssen sich alle auf eine Rettungsinsel stürzen. Der Letzte verliert. Abgewandelt kann man aus den Inseln einen Parcours bauen und die Kinder müssen auf Zeit vom Startort über die Hindernisse zum Ziel kommen.

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