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Hitze im HausWelcher Ventilator hilft? – Experten-Tipps für den besten Standort

3 min
Die Bewohnerin eines Seniorenzentrums sitzt in ihrem Zimmer hinter einem Ventilator in einem Sessel.

Wenn es heiß ist, bleibt oft nur der Ventilator. Doch was bringt er wirklich?

Kein Klima, kein Pool: Wenn es heiß ist, bleibt oft nur der Ventilator. Doch was bringt er wirklich und worauf muss man beim Kauf achten?

Wenn es draußen heiß ist, suchen viele in den eigenen vier Wänden nach Abkühlung. Wer über die Anschaffung eines Ventilators nachdenkt, sollte jedoch wissen: Die Raumluft kühlen können die Geräte nicht. Dennoch bieten sie im Sommer eine spürbare Erleichterung.

Denn auch wenn Ventilatoren die Raumluft nicht abkühlen, so erleichtern sie den Körper: Durch den Luftzug verdunstet Schweiß schneller, erklärt die Stiftung Warentest. Die Experten haben für die Ausgabe 06.2026 der Zeitschrift „test“ jüngst 16 Modelle untersucht. Demnach machen die Geräte die Hitze erträglicher, indem sie die Luft in Bewegung setzen. Bewegte Luft fühlt sich laut den Verbraucherzentralen kühler an als stehende Luft – so lassen sich selbst 30 Grad Celsius im Raum besser ertragen.

Ventilator vors Fenster stellen

Mit einem Tipp der Stiftung Warentest kann ein Ventilator allerdings auch für eine tatsächliche Abkühlung sorgen: wenn er beim Durchlüften in den frühen Morgenstunden hilft. Wer das Gerät mit der Rückseite vor das geöffnete Fenster stellt und die maximale Leistung wählt, befördert die noch kühle Nachtluft effizient in den Raum.

Geeignet sind dafür laut Cecilia Meusel von der Stiftung Warentest vor allem Turmventilatoren sowie leistungsstarke Standmodelle, die genügend Kraft besitzen, um die Luft weit genug in das Zimmer zu treiben.

Welcher Ventilator passt zu mir?

Generell ist bei der Auswahl eines Ventilators die Bandbreite des Luftstroms entscheidend. Laut Cecilia Meusel sollte das Gerät sowohl eine sanfte Brise als auch einen kräftigen Luftstrom erzeugen können. Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist die Lautstärke – insbesondere dann, wenn der Ventilator im Schlafzimmer zum Einsatz kommen soll.

Bei den verschiedenen Bauformen gilt laut Meusel: Tischventilatoren sind klein, leicht und flexibel einsetzbar – ideal für den wechselnden Gebrauch an verschiedenen Orten. Standgeräte bieten zwar mehr Leistung, sind jedoch sperrig und schwer, weshalb vorab ein fester Platz eingeplant werden sollte. Turmventilatoren stellen eine optisch schlankere Alternative dar, lassen sich bauartbedingt jedoch nicht in der Höhe verstellen.

Extras wie eine Fernbedienung oder ein Timer sind zwar praktisch, erhöhen jedoch den Preis. Wer auf diesen Komfort verzichten kann, erhält nach Einschätzung der Expertin der Stiftung Warentest schon für rund 80 Euro ein gutes Gerät.

Mit diesen Stromkosten können Sie rechnen

Übrigens: Die Stromkosten, die so ein Ventilator verursacht, halten sich in Grenzen. Bei einem Ventilator mit 25 bis 50 Watt müssen Sie den Verbraucherzentralen zufolge bei 900 Betriebsstunden im Jahr, was je 10 Stunden an 90 Tagen entspricht, mit zusätzlichen Stromkosten von 6 bis 10 Euro rechnen. 

Die Stiftung Warentest kam bei den besonders sparsamen Geräten in ihrem Test bei derselben angenommenen Nutzungsdauer und einem Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde auf Stromkosten von 2 Euro im Jahr. (jag/dpa)