Ein austauschbarer Akku und 57 Stunden Laufzeit: Sennheisers neuer Kopfhörer Momentum 5 fordert die Konkurrenz heraus.
Dieser Kopfhörer hält ewigSennheisers Momentum 5 hat Wechsel-Akku und 57h Laufzeit

Ein echtes Arbeitstier: Der Akku des Sennheiser Momentum 5 hält locker die ganze Woche über.
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Ein verbrauchter Akku oder verschlissene Ohrpolster sind häufig der Anlass, kabellose Kopfhörer zu entsorgen. Der deutsche Audio-Spezialist Sennheiser möchte diesem Umstand mit seinem neuen Flaggschiff, dem Momentum 5, begegnen. Das Besondere daran: Die Batterie kann mit einem handelsüblichen Schraubendreher ausgetauscht werden. Auch die Polster für die Ohren, die einem hohen Verschleiß unterliegen, lassen sich wie beim Vorgängermodell erneuern.
Mit dieser Möglichkeit zur Reparatur verschafft sich die deutsche Audiomarke einen Vorsprung gegenüber Wettbewerbern wie Sony, Apple oder Bose. Die hochwertigen Kopfhörer dieser Hersteller müssen üblicherweise ausgetauscht oder von Fachleuten kostspielig repariert werden, sobald der Akku schwächer wird. Sennheiser erfindet das Konzept damit aber nicht neu: Der Produzent Fairphone bietet mit den Fairbuds schon seit einiger Zeit reparierbare Kopfhörer an.
Sennheiser kommt EU-Regelung zuvor
Der Vorstoß von Sennheiser geschieht vor dem Inkrafttreten einer EU-Richtlinie. Diese verpflichtet Produzenten ab Mitte Februar 2027, Konsumenten den eigenständigen Wechsel von Akkus in Kopfhörern zu ermöglichen. Sony hat die Batterie seines Spitzenmodells WH-1000XM6 bereits einfacher austauschbar gestaltet, stellt Käufern aber bisher keine Reparaturanleitung bereit.
Ein zusätzlicher Vorzug des Momentum 5 ist die Akkulaufzeit. Gemäß Herstellerangaben erreichen die Kopfhörer mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung (ANC) bis zu 57 Stunden. Zum Vergleich: Die AirPods Max 2 von Apple kommen auf bis zu 20 Stunden, die QuietComfort Ultra von Bose auf bis zu 24 Stunden und die XM6 von Sony auf bis zu 30 Stunden.
Intuitive Steuerung direkt an der Ohrmuschel
Die Bedienung der Wiedergabe erfolgt über Wisch- und Tippbewegungen auf der rechten Ohrmuschel. Damit können Nutzer die Wiedergabe starten oder anhalten, die Lautstärke justieren und zwischen Musiktiteln wechseln. Im Unterschied zu vielen Konkurrenzmodellen lässt sich die Lautstärke durch einen langsamen Wisch direkt um mehrere Stufen anpassen. Eine kleine Eigenheit ist die laute Sprachmeldung „VOLUME! MIN!“, wenn die Lautstärke komplett reduziert wird.
Mittels einer Zwei-Finger-Geste kann man außerdem direkt am Kopfhörer festlegen, wie intensiv die Geräuschunterdrückung oder der Transparenzmodus arbeiten soll. Bei zahlreichen anderen Modellen ist dafür das Starten der zugehörigen App unumgänglich.
Schlichtes Design und hoher Tragekomfort
In der Optik sind die Kopfhörer schlicht gestaltet. Das Kopfband ist mit Textil bezogen, die Ohrmuscheln sind aus mattem Kunststoff gefertigt. Anders als Modelle wie der Sony XM6 lassen sich die Kopfhörer nicht falten, können jedoch flach in dem beigefügten Etui untergebracht werden.
Der Tragekomfort ist eine subjektive Angelegenheit, doch der Momentum 5 verfügt über eine üppige Polsterung und geräumige Ohrmuscheln. Die sogenannte Anpresskraft, die angibt, wie stark die Ohrmuscheln auf den Kopf drücken, ist niedriger als bei den Flaggschiffen von Sony oder Apple. Dies führt zu hohem Komfort bei langer Tragezeit, könnte aber manchen Anwendern als zu locker erscheinen.
Klang und Features auf Konkurrenz-Niveau
Die Kopfhörer unterstützen den Bluetooth-Codec aptX für eine hohe Klangqualität, Dolby Atmos für räumlichen Sound und lassen sich auch via Kabel betreiben. Damit der Kabelbetrieb möglich ist, müssen die Kopfhörer allerdings eingeschaltet bleiben. Sowohl die Audioqualität als auch die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) bewegen sich auf dem Level der wichtigsten Wettbewerber.
Dank acht verbauter Mikrofone ist die Qualität von Gesprächen beim Telefonieren sehr hoch. In der Begleit-App können zudem Funktionen wie ein Equalizer oder ein Windschutzmodus für Jogger konfiguriert werden.
Preis und Fazit: Warten könnte sich lohnen
Die Sennheiser Momentum 5 sollen am 30. Juni zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 400 Euro in den Handel kommen. Zum Vergleich: Sonys XM6 und Boses QuietComfort Ultra wurden mit einer UVP von knapp 450 Euro eingeführt, sind im Handel jedoch bereits merklich günstiger verfügbar. Es könnte sich daher auszahlen, mit dem Kauf abzuwarten, bis der Einführungspreis sinkt. Das Vorgängermodell Momentum 4 ist von einer UVP von 370 Euro mittlerweile auf etwa 200 Euro gefallen.
Abgesehen vom persönlichen Tragekomfort stellt sich die entscheidende Frage, ob ein wechselbarer Akku und die sehr ausdauernde Laufzeit für Sie ein genügender Grund sind, sich für den Momentum 5 anstelle eines Modells von Sony, Apple, Bose oder des preiswerteren Vorgängers zu entscheiden. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.