Fast 61.600 Menschen wurden im vergangenen Jahr in NRW wegen ME/CFS ambulant behandelt, dem chronischen Erschöpfungssyndrom.
Schwere ErkrankungFast 62.000 Fälle von Erschöpfungssyndrom in NRW

Viele ME/CFS-Erkrankte sind bettlägerig. (Archivbild)
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Nach Angaben der Landesregierung sind in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr fast 61.600 Menschen mit dem Erschöpfungssyndrom ME/CFS ambulant behandelt worden. Das teilte die Regierung dem Landtag auf eine FDP-Anfrage mit. ME/CFS steht für das Chronische Fatigue-Syndrom (CFS), das oft auch als Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS) bezeichnet wird.

Landesregierung beziffert ME/CFS-Behandlungen
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Die Zahl könne Mehrfach-Erfassungen enthalten, weil Menschen, die in den Bezirken der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein und Westfalen-Lippe behandelt wurden, doppelt erfasst sein könnten, teilte die Landesregierung mit.
Mehr Fälle von ME/CFS durch Corona
ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Erkrankung. Ein Viertel der Patienten kann das Haus nicht mehr verlassen, viele sind bettlägerig und schätzungsweise über 60 Prozent arbeitsunfähig. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Erkrankten als Folge von Corona-Infektionen stark gestiegen ist.
ME/CFS-Erkrankte leiden unter einer ausgeprägten Zustandsverschlechterung schon nach geringer körperlicher und geistiger Belastung. Dazu gehören eine schwere Fatigue (krankhafte Erschöpfung), kognitive Störungen, ausgeprägte Schmerzen, eine Überempfindlichkeit auf Sinnesreize und eine Störung des Immunsystems sowie des autonomen Nervensystems. (dpa)
