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FDP-Generalsekretär zu documenta: Beschämend wie skandalös

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Berlin – FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat die Vorgänge rund um die Documenta als ebenso beschämend wie skandalös kritisiert. „Antisemitismus ist keine Meinung. Antisemitismus ist Hass und kann daher nie und in keiner Weise die Freiheit der Kunst in Anspruch nehmen”, sagte Djir-Sarai am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zutiefst bedauerlich sei, dass über Monate Warnungen ignoriert worden seien, die auf einen Einfluss der Anti-Israel-Organisation BDS auf die Documenta hingewiesen hätten.

„Das darf nicht sein! Der Deutsche Bundestag hat hier im Übrigen mit großer Mehrheit auch in seiner Resolution gegen BDS von 2019 deutlich gemacht, dass dieser Kurs auf keinerlei staatliche Unterstützung hoffen kann”, so Djir-Sarai. „Jetzt gilt es, schonungslos aufzuklären, wie es zu diesem beschämenden Vorfall kommen konnte und wer wann für welche Entscheidungen konkret Verantwortung getragen hat.” Das Wichtigste sei, dass daraus auch Konsequenzen gezogen würden. „Wer diese menschenverachtenden Ausfälle gutheißt, darf in Deutschland nicht die Verantwortung für ein international bekanntes Kulturevent tragen”, forderte der FDP-Politiker.

Ein Werk namens „People's Justice” des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi hatte für eine Welle der Empörung gesorgt, viele sahen darin eine antisemitische Bildsprache. Die Verantwortlichen der documenta hatten zunächst entschieden, das Werk mit schwarzen Stoffbahnen zu verhängen. Am Dienstagabend wurde es dann ganz abgebaut.

© dpa-infocom, dpa:220622-99-759004/2 (dpa)