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Lollitests für Grund- und FörderschulenNordrhein-Westfalen ist Vorreiter

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Schule Test mit Lolli-Methode

Lolli-Corona-Test an einer Schule.

Düsseldorf – Vom kommenden Montag an werden die Schülerinnen und Schüler an den Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen mit dem sogenannten PCR-Lollitest-Verfahren getestet. Dieses ersetzt die Antigen-Schnelltests, die bislang als einzige verfügbar, aber bei jüngeren Kindern schwieriger anzuwenden waren. NRW ist Vorreiter beim Einsatz der Lollitests, das Verfahren wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) begründete die Entscheidung: „Sie sind kindgerechter und einfacher zu handhaben. Die Lolli-Tests werden uns dabei helfen, Infektionen frühzeitiger als mit Selbsttests zu entdecken und Infektionsketten von vornherein in Schulen zu unterbrechen. Wir sichern damit den Schulbetrieb zusätzlich ab.“ Die Handhabung des Lolli-Tests ist einfach: Die Schülerinnen und Schüler lutschen 30 Sekunden lang auf einem Abstrichtupfer. In einem zweiten Schritt werden die Abstrichtupfer aller Kinder der Lerngruppe in einem Sammelgefäß zusammengeführt und als anonyme Sammelprobe („Pool“) noch am selben Tag in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet.

Täglich werden 35.000 Tests zur Verfügung gestellt, die Kosten belaufen sich auf 8,1 Millionen Euro pro Woche, terminiert ist das Projekt laut Gebauer vorerst bis zu den Sommerferien; bis dahin werden sich die Kosten auf 64,8 Millionen Euro belaufen. Eine Fortführung des Verfahrens nach den Sommerferien hänge von der Entwicklung der Pandemie und von der weiteren Impfstrategie ab.

Übergabe an Kuriere

Die Testpools werden am Unterrichtsbeginn gesammelt, was nach Auskunft von Mathias Richter, Staatssekretär im Bildungsministerium, sechs bis acht Minuten in Anspruch nehme. Anschließend werden sie Kurieren übergeben, die im Auftrag der Kommunen 403 festgelegte Routen mit acht bis zehn Schulen pro Route abfahren und die Tests in zwölf Labore im Land transportieren.

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Die Schülerinnen und Schüler erhalten jeweils ein zweites Röhrchen und einen zweiten Tupfer, die nach Hause mitgegeben werden. Diese kommen zum Einsatz, wenn ein Test-Ergebnis in einem „Pool“ positiv ist. Zu Hause führen alle Kinder und Jugendlichen, die diesem „Pool“ angehören, erneut mit den Eltern den Test durch - um herauszufinden, welches Kind oder welcher Jugendliche genau positiv ist.Die Ergebnisse sollen jeweils am Folgetag um sechs Uhr morgens vorliegen – das Wechselmodell der Schulen wird auf das Verfahren abgestimmt, was bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler einen alternierenden Tagesrhythmus zwischen Präsenz und Distanz einhalten. Grundsätzlich bieten die in 22 Kölner Schulen bereits erprobten Lollitests einen Zeitvorteil gegenüber den Schnelltests, weil sie deutlich früher im Infektionsintervall anschlagen.