Auch für Kölner Pendlerinnen und Pendler hatten die Evakuierungsmaßnahmen Auswirkungen, mehrere Bahn-Linien waren betroffen.
6200 Anwohner betroffenBombe in Aachener Innenstadt entschärft – Bahnverkehr wieder frei

Experten des Kampfmittelräumdienstes bei einem Bombenfund in Aachen.
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Bei Bauarbeiten in der Aachener Innenstadt ist am Mittwoch (21. Januar) ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe konnte am Donnerstag (22. Januar) erfolgreich entschärft werden. Von den Evakuierungsmaßnahmen waren rund 6200 Menschen betroffen, unter anderem mussten Schulen und der Hauptbahnhof gesperrt werden.
Von den Sperrungen waren auch Kölner Pendlerinnen und Pendler betroffen. In dem Evakuierungsradius lag die Bahn-Strecke am Aachener Hauptbahnhof. Während der Sperrung des Aachener Hauptbahnhofs fuhren die Züge der Linien RE1 und RE9 nicht mehr bis ins Aachener Zentrum. Auch Fernzüge mussten Fahrten stoppen.
Der Bahnhof Aachen Hbf wurde den Angaben der Deutschen Bahn zufolge ab etwa 9 Uhr komplett gesperrt. Die Sperrung konnte nach der Entschärfung am frühen Donnerstagnachmittag dann wieder aufgehoben werden.
Die Beeinträchtigungen bei der Deutschen Bahn im Einzelnen:
- RE 1 (RRX): Die Regionalexpresse aus Richtung Düsseldorf Hbf enden und beginnen in Stolberg (Rheinl) Hbf. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Stolberg (Rheinl) Hbf und Aachen Hbf. Ein Ersatzverkehr (SEV) mit vier Bussen der Firma Univers zwischen Stolberg (Rheinl) Hbf und Aachen Hbf (Halt an der Haltestelle Aachen Normaluhr auf der Kurbrunnenstraße) ist eingerichtet.
- RE 9: Die Regionalexpresse aus Richtung Siegen Hbf enden und beginnen in Eschweiler Hbf. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Eschweiler Hbf und Aachen Hbf. Empfehlung der Bahn: Bitte nutzen Sie zwischen Düren und Stolberg (Rheinl) Hbf/Aachen-Rothe Erde bitte die Züge der Linie RB 20, Abfahrt in Düren zur Minute XX:17 von Gleis 6 und ab Aachen-Rothe Erde zur Minute XX:05 von Gleis 2. Bitte beachten Sie die längeren Fahrzeiten.
- RB 20: Die Regionalbahnen aus Richtung Stolberg (Rheinl) Hbf enden und beginnen in Aachen-Rothe Erde. Die Folge sind Teilausfälle zwischen Aachen-Rothe Erde und Aachen Hbf.
Den Angaben der Stadt zufolge handelte es sich um eine Amerikanische Fliegerbombe mit einem Gewicht von 250 Kilogramm. Der Kampfmittelräumdienst hatte einen Radius von 400 Metern um den Kampfmittelfund herum als Evakuierungsradius festgelegt. Ab 9 Uhr am Donnerstagmorgen begannen die Räumungsmaßnahmen.
Weltkriegsbombe in der Aachener Innenstadt gefunden
Der Fundort der Weltkriegsbombe lag auf einem Grundstück in der Franzstraße in der Aachener Innenstadt. Anwohnende mussten ihre Wohnungen verlassen. Für Personen, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, war ab 9 Uhr der Tivoli als Notunterkunft geöffnet, teilte die Stadt Aachen mit. Personen, die bettlägerig sind oder Hilfe benötigen, werden durch Krankentransporte evakuiert.

Das Handout zeigt den Evakuierungsradius in der Aachener Innenstadt.
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Bevor die Entschärfung beginnen kann, muss das Gebiet vollständig geräumt sein. Auch der öffentliche Nahverkehr wird im Sperrbereich eingestellt. Umleitungen sind eingerichtet. Züge halten ab 9 Uhr nicht mehr am Hauptbahnhof. Alle Straßen im Sperrgebiet werden gesperrt.
6200 Menschen betroffen – Verwaltungsgebäude und Schulen geschlossen
Neben dem Hauptbahnhof und der Bahnlinie lagen unter anderem fünf Verwaltungsgebäude im Evakuierungsgebiet. Die Verwaltungsgebäude Hackländerstraße, Lagerhausstraße, Mozartstraße sowie Aureliusstraße 2 und 30 bleiben am Donnerstag, 22. Januar, geschlossen.
Das Gymnasium St. Leonhard und die Grundschule am Fischmarkt blieben geschlossen. Für die Schülerinnen und Schüler fand Distanzunterricht statt. Die Kindertagesstätte St. Marien in der Reumontstraße blieb ebenfalls geschlossen. (jv)

