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Wegen Bahn-Sperrung in NRW18-Meter-Ersatzbus verfährt sich und steckt 13 Stunden lang fest

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Der Bus war als Schienenersatzverkehr unterwegs.

Der Bus war als Schienenersatzverkehr unterwegs.

Bei einem Linienbus der Deutschen Bahn ist einiges schiefgegangen. Rund 13 Stunden steckte der 18-Meter-Bus in einer Sackgasse fest.

Ein Bus, der als Schienenersatzverkehr im Auftrag der Deutschen Bahn unterwegs war, hat sich in Solingen in einer Sackgasse festgefahren. Dort saß der Gelenkbus lange fest, zwischenzeitlich drohte das Vorderteil des Busses eine Böschung hinabzukippen.

Erst nach 13 Stunden und mehreren gescheiterten Abschleppversuchen konnte das Fahrzeug aus der Sackgasse gezogen werden, wie die Stadt mitteilte. Verletzte gab es keine, die Fahrgäste konnten rechtzeitig evakuiert werden.

Ein Bergungsunternehmen versucht mit Umlenkrollen den Bus um eine enge Kurve zu ziehen.

Ein Bergungsunternehmen versucht mit Umlenkrollen den Bus um eine enge Kurve zu ziehen.

Der Fahrer war nach Polizeiangaben am späten Dienstagabend (10. Februar) falsch abgebogen. Er landete gegen Mitternacht in der kleinen Straße Kohlfurth, die als Sackgasse endet und neben der größeren Kohlfurther Straße liegt. 

Nur der Fahrer war an Bord.

Nur der Fahrer war an Bord.

Der Bus touchierte bei seinem Fahrmanöver ein Haus und beschädigte es leicht. Auch eine Grünfläche am Rand der schmalen Straße sei beschädigt worden. Ärgerlich für Anwohner: Wegen des Busses konnten sie nicht mehr mit ihren Autos rausfahren und hatten Probleme, zur Arbeit zu kommen. Auch der WDR, die „Rheinische Post“ und das „Solinger Tageblatt“ berichteten über die missratene Dienstfahrt.

Die Deutsche Bahn entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und erklärte zu dem Vorfall: „Es handelt sich hierbei um einen Einzelfall, den wir selbstverständlich aufarbeiten werden.“

Bahnstrecke Köln-Hagen gesperrt: Ersatzbusse für mehrere Monate

Die Bahn hat die wichtige Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen wegen umfangreicher Bauarbeiten für gut fünf Monate gesperrt. Fernzüge werden bis Juli umgeleitet, Pendler müssen auf rund einem Dutzend Linien im Regionalverkehr auf Ersatzbusse umsteigen und deutlich mehr Zeit einplanen.

Der Start der ersten Generalsanierung einer Bahnstrecke in NRW ist auch eine hochpolitische Angelegenheit, bereits im Vorfeld hatte es mächtig Ärger gegeben, ob man die Bahntrasse dafür unbedingt für fünf Monate komplett stilllegen muss. (jv/dpa)