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NRW-Umweltministerin Schulze Föcking will Tesla nicht

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Tesla

NRW-Umweltministerin Schulze Föcking will den Tesla ihres Vorgängers nicht weiter fahren. (Symbolbild)

Düsseldorf – NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking (CDU) verzichtet darauf, eine Elektro-Limousine vom Typ Tesla als Dienstwagen zu nutzen. Ein Sprecher sagte auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“, die Batterieleistung habe sich „für Fahrten über mehrere hundert Kilometer als noch nicht ausreichend herausgestellt“. Das Auto sei „als Dienstlimousine nicht ausreichend geeignet“.

Der frühere NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) ließ die Edel-Karosse, die mehr als 110.000 Euro kostet, im vergangenen Jahr zu Testzwecken beschaffen. Die Opposition kritisierte den Kauf des Elektroautos als Geldverschwendung. „Ist die Anschaffung einer teuren Luxus-Limousine für das Umweltministerium mit den Vorgaben der Landesregierung vereinbar?“ So lautete die Überschrift einer Kleinen Anfrage, die Schulze Föcking noch als Oppositions-Abgeordnete an die Landesregierung stellte.

Wagen bei Testfahrten durchgefallen

Rot-Grün verteidigte die Anschaffung des „Rennwagens“: Remmel habe damit ein Zeichen für den Ausbau der Elektromobilität setzen wollen. Doch der Wagen fiel bei den Testfahrten, die schon im Mai endeten, durch. „Die maximale Reichweite lag in den Langstreckentests, je nach Fahrweise und Streckenprofil, bei unter 300 Kilometern. Diese Reichweite konnte nur ausgeschöpft werden, wenn im Anschluss sichergestellt war, dass die Batterien geladen werden können. Die Fahrtenplanung wurde dadurch ... maßgeblich erschwert“, so der Sprecher von Schulze Föcking. Neben der geringen Akkukapazität habe sich auch die nicht ausreichende Dichte von Ladestationen als Problem herausgestellt.

Der Tesla S 90 D hat 422 PS und ist wohl der schnellste Dienstwagen der NRW-Landesregierung. Derzeit wird der Tesla vom Leitungsstab des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz genutzt. Der Leasing-Vertrag für das Fahrzeug läuft über 60 Monate. Norwich Rüße (Grüne) kritisierte die neue Umweltministerin: „Angesichts der in vielen NRW-Städten überschrittenen Stickoxid-Grenzwerte ... wäre es ein gutes Signal der Umweltministerin, selbst auf einen emissionsarmen Dienstwagen zu setzen.“ Die Ministerin ist jetzt in einem Mercedes S500 E-Hybrid unterwegs.

Unterdessen kündigte der Aachener E-Auto-Pionier und Streetscooter-Entwickler Professor Günther Schuh an, er werde schon im nächsten Jahr mit der Serienproduktion eines preisgünstigen City-E-Mobils beginnen. Es soll 15.900 Euro, abzüglich der 4000-Euro-Kaufprämie für reine Elektroautos kosten. (mit dpa)

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