Abo

Öffentliche BesichtigungStadt Bad Münstereifel stellt Geflüchteten-Unterkunft vor

2 min
Rechts und links eines asphaltierten Weges stehen Container für Geflüchtete und Obdachlose.

Die Stadt Bad Münstereifel zeigt am Mittwochnachmittag Interessierten die Container für Geflüchtete und Obdachlose.

Geflüchtete und Obdachlose ziehen in Kürze in die Container im Gewerbegebiet in Iversheim ein. Am Mittwoch ist eine öffentliche Besichtigung.

Die Stadt Bad Münstereifel lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger für Mittwoch, 24. Juni, 16 bis 17.30 Uhr, ein, mit Vertretern des Stadtrates und der Medien die neue Unterkunft für geflüchtete und obdachlose Menschen zu besichtigen, bevor diese in Kürze einziehen. Die Anlage im Gewerbegebiet Iversheim, Bendenweg 64-66, besteht aus drei Containern mit Schlafräumen, Gemeinschaftsräumen, Küchen und Sanitäreinrichtungen.

Bürgermeister Sebastian Glatzel (SPD) ist sich bewusst, dass eine neue Unterkunft Fragen aufwirft, weshalb dieser Termin angeboten wird. Einige der Fragen werden in der Pressemitteilung von der Stadt bereits beantwortet. So wurde die neue Unterkunft nötig, weil jede Kommune verpflichtet ist, eine bestimmte Anzahl Geflüchteter unterzubringen. Wenn im Extremfall nicht genug Räumlichkeiten zur Verfügung stünden, müsste eine Stadt beispielsweise Sporthallen zu Unterkünften umwandeln. Die Hallen wären dann für die Öffentlichkeit nicht nutzbar. Dem wollte die Stadt Bad Münstereifel entgehen.

75 Menschen haben Platz, doch voll werden die Container zunächst nicht

Aktuell ist man in der Kurstadt von diesem Szenario aber weit entfernt. Die Unterkunft am Bendenweg bietet Platz für 75 Menschen. Da die Zahl der Zuweisungen zuletzt stark zurückgegangen ist, geht die Stadt davon aus, dass eine vollständige Belegung zunächst unwahrscheinlich ist.

Der Standort am Bendenweg wurde aus zwei Gründen gewählt: Das Grundstück bot nicht nur ausreichend Platz für die Container, auch Nahversorger und der ÖPNV seien von dort zu Fuß gut erreichbar. Die Angebote für Geflüchtete und die zuständigen Behörden sind in Euskirchen, sodass Bewohner der Unterkunft auf Bus und Bahn angewiesen sind. Betreut werden die Personen von verschiedenen Organisationen, aber auch Mitarbeitende der Stadtverwaltung halten Kontakt zu den Bewohnern.

Wer in der Unterkunft untergebracht wird, wird von der Bezirksregierung festgelegt. Die Stadtverwaltung habe auf Alter, Herkunft und Geschlecht keinen Einfluss. Auch nicht, ob Alleinreisende oder Familien untergebracht werden.