Ein 55-Jähriger aus dem Rhein-Sieg-Kreis war am Sonntag auf der K41 tödlich verunglückt. Die Polizei geht Hinweisen nach, ob es zuvor ein illegales Autorennen gegeben hat.
Rennen vor dem Unfall?Motorradfahrer stirbt nach Kollision bei Blankenheim-Reetz

Zwischen Reetz und Freilingen ist am Sonntag ein Motorradfahrer ums Leben gekommen.
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Ein 55-jähriger Motorradfahrer aus dem Rhein-Sieg-Kreis ist bei einem schweren Verkehrsunfall auf der K41 zwischen Freilingen und Reetz ums Leben gekommen. Der Mann starb nach Angaben der Euskirchener Polizei noch an der Unfallstelle.
Nach bisherigen Erkenntnissen war eine 18-jährige Autofahrerin aus der Gemeinde Dahlem am Sonntag gegen 18 Uhr auf der abschüssigen Strecke in Fahrtrichtung Reetz unterwegs. Nach einem Überholvorgang verlor sie der Polizei zufolge die Kontrolle über ihr Fahrzeug und geriet in den Gegenverkehr. Dort kam es zur Kollision mit dem entgegenkommenden Kradfahrer.
Gab es ein illegales Rennen vor der Kollision?
Trotz der sofort eingeleiteten medizinischen Rettungsmaßnahmen konnte dem 55-Jährigen nicht mehr geholfen werden. Nach ersten Hinweisen könnte es laut Polizei im Vorfeld des Unfalls zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen zwischen zwei Autofahrern gekommen sein. In diesem Zusammenhang wird auch gegen einen 24-jährigen Mann aus der Gemeinde Kall ermittelt.
Die Unfallstelle wurde für die Dauer der Ermittlungen vollständig gesperrt. Das VU-Team der Polizei sicherte bis in die frühen Morgenstunden die Spuren. Das THW-Schleiden rückte aus zur Unfallstelle, um diese auszuleuchten. Die Sperrung dauerte bis etwa 5 Uhr an.
Dritter Verkehrstote in diesem Jahr im Kreis Euskirchen
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zudem ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Ermittlungen führt das Verkehrskommissariat der Polizei Euskirchen. Die Untersuchungen zum genauen Unfallhergang dauern weiterhin an. Auch die Blankenheimer Feuerwehr war im Einsatz. Unter der Leitung von Volker Mieß war die Löschgruppe Reetz vor Ort.
Der nun ums Leben gekommene 55-Jährige ist der dritte Verkehrstote in diesem Jahr auf den Straßen im Kreis Euskirchen. Das teilte Franz Küpper, Pressesprecher der Euskirchener Polizei, am Montag auf Anfrage mit. Bei den drei Verkehrstoten handelt es sich allesamt um Motorradfahrer.
In der vergangenen Woche war auf der L194 in Höhe der Hit-Markt-Kreuzung in Euskirchen ein Kradfahrer ums Leben gekommen. Der 28-Jährige war mit einem Auto kollidiert. Am 6. April war ein 36-jähriger Motorradfahrer aus Bad Münstereifel auf der L165 bei Honerath tödlich verunglückt. Laut Polizei war der Mann auf der Landesstraße nach rechts von der Straße abgekommen und gestürzt.
