Gegen den direkten Verfolger aus Gelsenkirchen gelang den Footballern ein souveräner Sieg – auch dank eines Geniestreichs von Fynn Handschke.
American FootballDie Heimserie der Euskirchen Lions hält

Schier unaufhaltsam war Lions-Spieler Fynn Handschke (M.), der fünf Touchdowns erzielte.
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Verbandsliga: Euskirchen Lions – Gelsenkirchen Devils 56:34 (35:7). Die Euskirchen Lions haben mit einem souveränen Heimsieg Platz zwei und damit ihre Aufstiegsambitionen untermauert. Den direkten Verfolger, die Gelsenkirchen Devils, besiegten die Footballer vor 150 Zuschauern im Heinz-Flohe-Stadion dank einer starken Defensive in der ersten Halbzeit und einer kaum zu zügelnden Offensive.
Das Wichtigste zuerst: Nach der Sommerpause kommt Mülheim
Vor der Partie hatten die Lions eine Bilanz von vier Siegen und einer Niederlage. Die Gäste hatten ein verlorenes Spiel mehr im Gepäck. Dementsprechend erwartete nicht nur Lions-Headcoach Johannes Jungmann ein enges Aufeinandertreffen. Seine Mannschaft überzeugte, mit Ausnahme einer kleinen Schwächephase kurz nach der Pause, mit einem körperlich präsenten Defensivspiel und einer Offensive, die variabel, flexibel und äußerst unterhaltsam agierte.
Am Ende stand ein überzeugender Heimsieg auf dem Scoreboard, verbunden mit einem Fingerzeig in Richtung Tabellenführer Mülheim Shamrocks, dem ersten Gegner nach der Sommerpause (6. September, 15 Uhr, in Stotzheim). Jungmann: „Wir sind für die Revanche gewappnet!“
Die Anfangsphase: Euskirchen Lions zeigten schon zu Beginn Mut
Den Gelsenkirchener Kickoff trug Euskirchens Fynn Handschke bis an die gegnerische 30-Yard-Linie. Voller Überzeugung spielten die Lions den vierten Angriffsversuch aus, anstatt auf ein sichereres Field Goal zu setzen. Mit Erfolg: Quarterback Phillip Kremser warf den Ball zu Handschke und dieser markierte den ersten Touchdown im Spiel. Eine Szene, die sich mehrfach wiederholen sollte.

Headcoach Johannes Jungmann (M.) stellte seine Mannschaft gut ein.
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Touchdown: Quarterback Phillip Kremser hat ihn erzielt.
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Gelsenkirchen blockte den Extrapunktversuch von Handschke und punktete im Anschluss ebenfalls per Touchdown, zusätzlich gelang der Extrapunkt, wodurch die Gäste 7:6 in Führung gingen. Die nächsten Punkte steuerte Euskirchens Defensivformation bei. Conrad Schmeken fing den Ball ab und erlief einen Interception-Touchdown. Euskirchen setzte auf die Two-Point-Conversion und drehte mit Mason Bryant das Spiel zum 14:7.
Das Traumduo der Euskirchen Lions: Phillip Kremser und Fynn Handschke
Bis zur Pause hielt die Lions-Defensive sämtlichem Gästedruck stand und ließ nichts zu. Das beflügelte vor allem Quarterback Kremser und dessen wichtigsten Passempfänger, Wide Receiver Handschke. Das kongeniale Duo lieferte eine starke Show ab. Kremser warf punktgenau mal kurz und straff, mal lang in den Lauf, und Fynn Handschke sorgte nicht nur für viel Raumgewinn, sondern scorte zudem kräftig. Drei Touchdowns und drei Extrapunkte später stand es 35:7, sodass erste „MVP-Rufe“ aus dem Mannschaftskreis zu vernehmen waren.
Schwächephase nach der Pause und ein Geniestreich
Nach dem Wiederbeginn kamen die Gäste durch zwei erfolgreiche Touchdowns und die Extrapunkte auf 35:21 heran. Die Lions verschliefen die Anfangsphase, zeigten dann aber Moral und Willen. Kremser, dem zuvor ein Fehlpass mit Folgen unterlaufen war, entschied sich für einen 35-Yards-Pass auf Handschke, der den Ball spektakulär vor der Goalline fing und seinem Team einen neuen ersten Versuch ermöglichte. Diesen nutzte Quarterback Kremser selbst und trug den Ball in die Endzone. Auch der Extrapunkt saß. Die Devils verloren danach den Ball schnell und es folgte ein starker Lauf des Runningbacks David Aigner, der unaufhaltsam von der eigenen 30-Yard-Linie das Spielgerät über das gesamte Feld zum 48:21 trug. Die Two-Point-Conversion misslang allerdings, in der Folge verkürzten die Ruhrpottler auf 48:28.
Es folgte ein Geniestreich: Nach Gelsenkirchens Kickoff fing Handschke den Ball kurz vor der eigenen Endzone, täuschte eine Ballübergabe an und lief alleine über das komplette Feld zu seinem fünften Touchdown. Dieses Kunststück gelang dem Lions-Eigengewächs damit im dritten Spiel in Folge. Kremser sorgte für die zwei Extrapunkte, ehe die Devils zum Schlussstand punkteten.
Die Stimmen zum Spiel: „Der Aufstieg ist möglich“
Headcoach Jungmann: „Das war heute eine wirklich gute Teamleistung und alle drei Mannschaftsteile haben ordentlich gepunktet. Besonders die Defensive hat sich gegenüber der letzten Woche gesteigert. Wir freuen uns über den Sieg, wissen aber auch, dass wir kein Spiel mehr abgeben dürfen.“
Quarterback Kremser: „Das war ein toughes Spiel von uns. Die Blocks haben gesessen und Fynn ist ein wahnsinniger Spieler. Man sieht, dass bei uns die Chemie stimmt. Wichtig ist am Ende das Gewinnen. Wir werden weiterhin jeden Gegner ernst nehmen, und dann liegt es an uns. Aber ich glaube, diese Saison ist alles möglich.“
Runningback David Aigner: „Die Mannschaft wächst Jahr für Jahr weiter zusammen, weil der Kern des Teams beisammenbleibt. Jede Mannschaft der letzten Jahre hatte etwas Besonderes, daher kann ich nicht sagen, ob wir das stärkste Lions-Team aller Zeiten sind, aber ich glaube, dass in dieser Saison der Aufstieg möglich ist.“
