Last-Minute- Entscheidungen am letzten Spieltag sind bitter: Doch Kommern durfte dreimal nicht antreten, weil Teams abgesagt haben.
BezirksligaKommern ist eine entscheidende Unsportlichkeit widerfahren


Einmal abdrehen zum Jubeln: Stephanie Möseler, Ina Schneiders und Laurie Simon (v. l.) freuen sich über das 1:0.
Copyright: Rocco Bartsch
Last-Minute-Entscheidungen im Fußball sorgen für maximalen Frust auf der einen und maximale Euphorie auf der anderen Seite. Fans des FC Bayern München (beide Seiten) und des FC Schalke 04 (nur die Frust-Seite) werden sich daran noch erinnern.
Besonders bitter war der Ausgang in der Frauen-Bezirksliga. 21 der 22 Spieltage war der VfL Kommern Tabellenführer. Nach dem entscheidenden 22. Spieltag und der 1:2-Niederlage gegen Selfkant, bei der das entscheidende Tor in der dritten Minute der Nachspielzeit fiel, ist er nur noch Zweiter.
Es gibt zwei Wahrheiten, warum es so gekommen ist. Die einfache ist die: Wenn eine Mannschaft, in dem Fall Selfkant, in der gesamten Saison kein Spiel verliert und den direkten Konkurrenten zweimal besiegt, ist der Aufstieg verdient.
Fünf Tore fehlten Kommern zum Aufstieg in die Landesliga
Zur etwas komplizierteren Wahrheit gehört aber auch hinzu, dass sich in der Rückrunde drei Vereine (Waldenrath/Straeten II, Hilfarth und Absteiger Haaren) dem Duell mit Kommern entzogen haben und – gesetzt den Fall, der VfL hätte alle drei Spiele gewonnen – den Zweitplatzierten so um ein besseres Torverhältnis gebracht haben könnten. Denn am Ende entschied eben jenes über den Aufstieg, und Kommern fehlten fünf Treffer zu Platz eins.
Und jetzt wird es spekulativ: In der Hinrunde holte das Team von Sascha Wagner gegen die genannten Teams ein Torverhältnis von plus elf. Durch die Urteile am grünen Tisch gab es gegen die gleichen Mannschaften ein Torverhältnis von plus sechs. Der Nichtantritt dieser drei Teams ist deshalb vor allen Dingen eines: höchst unsportlich.

