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EntscheidungsspielDer Held der SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich trifft und grätscht

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Die Mannschaft der SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich jubelt auf dem Gruppenbild für den Aufstieg.

Gruppenbild eines Kreisliga-A-Aufsteigers: die SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich.

Vor etwa 300 Zuschauern setzt sich der Zülpicher Klub nicht unverdient mit 2:1 gegen die SG Hellenthal durch und steigt in die Kreisliga A auf.

Kreisliga B: SG Hellenthal – SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich 1:2 (1:1). Wenn ein Spieler nach dem Schlusspfiff von seinen Mannschaftskollegen auf den Schultern getragen wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er in den 90 Minuten zuvor noch Größeres geleistet hat. Joshua Robens hat sich im Aufstiegsspiel für die SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich Heldenstatus erarbeitet. Der 21-Jährige erzielte gegen die SG Hellenthal vor gut 300 Zuschauern in der 76. Minute nicht nur den 2:1-Siegtreffer, sondern rettete später auch noch zweimal spektakulär den Ball vor der eigenen Linie.

Und da zudem auch noch die Unterkante der Latte in einer weiteren Szene den Ausgleich für die Eifeler verhinderte, war der Sieg der Bürvenicher zwar nicht unverdient, aber auch ein wenig glücklich.

Die SG Hellenthal war in Ripsdorf in Führung gegangen

Dabei hatte die Partie auf dem Kunstrasen in Ripsdorf für die Eifeler so verheißungsvoll begonnen. Bereits in der ersten Minute schoss Tom May die Mannschaft von Trainer Thomas Valtinke in Führung. Doch die Freude über das Ausrufezeichen währte nur kurz. Bereits sieben Minuten später – einige Zuschauer hörten den Jubel nur vom Parkplatz aus – traf Bürvenichs Tom Keldenich vom Elfmeterpunkt. Zuvor hatte Schiedsrichter Christian Kühlborn einen Handelfmeter gegeben – völlig unstrittig. Keldenich übernahm die Verantwortung und verwandelte zum Ausgleich.

Ein Fußballer hält den ballführenden Gegenspieler am Trikot fest, das dadurch langgezogen wird.

Zerreißprobe: Hellenthals Moritz Huppertz zieht am Trikot von Gegenspieler Tom Keldenich.

Große Freude auf und hinter der Bürvenicher Ersatzbank.

Freut sich: Bürvenichs Trainer Sascha Hillger.

Anschließend war es ein Duell auf Augenhöhe, das fußballerisch nicht gerade viele Glanzpunkte setzte. Bürvenich hatte ein ganz kleines bisschen mehr vom Spiel, ohne sich aber hochkarätige Chancen herauszuarbeiten.

Robin Fillinger war auf dem Weg zur Unsterblichkeit

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht viel. Die erste Chance gehörte Bürvenichs Jannik Hoscheid, der in der kommenden Saison für die Reserve des TuS Zülpich in der Bezirksliga auflaufen wird. Er scheiterte mit seinem Schuss jedoch an Hellenthals Keeper Christopher Baumecker. Auf der anderen Seite hielt Torwart Marcel Schmitz einmal stark.

Der Schiedsrichter gibt einem Hellenthaler Spieler die Gelbe Karte.

Zeigte eine starke Leistung: Schiedsrichter Christian Kühlborn.

Ein Bürvenicher Fußballer versucht sich an einem Flugkopfball.

Bürvenichs Chris Fillinger hätte sich unsterblich machen können. Sein Flugkopfball war letztlich aber keiner, weil die Schwerkraft gewann.

Bürvenichs Torwart Marcel Schmitz.

Sein vorerst letztes Spiel für die SG Bürvenich machte Marcel Schmitz. Er wird Trainer des SV Nierfeld.

Mit einem Flugkopfball hätte sich dann Robin Fillinger unsterblich machen können. Beim Versuch, den Ball über die Linie zu wuchten, siegte allerdings die Schwerkraft und die Chance war vertan.

Nach dem Aufstieg ging es zum Polterabend des Torwarts

Nach einem tollen Steckpass von Hoscheid machte es Robens in der 76. Minute besser und traf mit einem Schuss aus gut zwölf Metern unhaltbar. Die Eifeler rannten anschließend verzweifelt an, brachten den Ball aber nicht mehr über die Linie der Bürvenicher. Die hatten ihre Aufstiegsshirts in einem grauen Müllsack mit zum Platz gebracht und feierten anschließend mit einer Pyro-Show den Aufstieg. Danach ging es mit dem Bus zum Polterabend von Torwart Marcel Schlupkothen – es dürfte ein sehr feuchtfröhlicher Abend geworden sein.

Unabhängig von der richtig entschiedenen Strafstoßsituation zeigte Kühlborn eine starke Leistung. Der Schiedsrichter zeigte sich nach dem Abpfiff glücklich und zufrieden. „Über uns spricht keiner. Das ist immer ein Zeichen, dass wir nicht schlecht waren“, so der Unparteiische.

Für Bürvenichs Torwart Marcel Schmitz war es wohl vorerst das letzte Spiel zwischen den Pfosten. Der Schlussmann wird in der kommenden Saison erstmals eine Seniorenmannschaft trainieren – den SV Nierfeld. Der SV ist nun auch Ligakonkurrent der SG. „Mit einem Aufstieg aufzuhören, ist ziemlich perfekt“, sagte Schmitz.