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JugendfußballA-Jugend der JSG Erft 01 Euskirchen bleibt zu Hause ungeschlagen

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Alexander Bellstädt beobachtet, wie ein Hürther Spieler einen Ball erläuft.

Alexander Bellstädt (r., hier im Spiel gegen Hürth in der Vorsaison) erzielte das erste von drei Erft-Toren gegen Südwest Köln.

Für Jugendcoach Marcel Schmitz war es das letzte Heimspiel als Trainer der JSG Erft. Er wechselt zum SV Nierfeld in die Kreisliga A.

JSG Erft 01 Euskirchen – DJK Südwest Köln 3:3 (2:3). Drei Fakten, die vor dem letzten Spieltag der A-Junioren-Bezirksliga feststehen: Der direkte Aufsteiger in die Mittelrheinliga wird zwischen Brand und Wegberg‑Beeck ermittelt. DJK Südwest bleibt für die JSG Erft 01 in dieser Saison unbezwingbar. Und die Nulleinser sind in der aktuellen Spielzeit auf heimischem Platz ungeschlagen.

Das Spiel gegen den Gegner aus Köln stand laut Trainer Marcel Schmitz sinnbildlich für die gesamte Saison: Es gab Höhen, es gab Tiefen – und es gab ein Team, das sich nie aufgab. Im letzten Heimspiel geriet seine Mannschaft gleich zweimal mit zwei Toren in Rückstand, kämpfte sich jedoch immer wieder zurück und belohnte sich am Ende mit einem verdienten Punkt. „Wenn du zweimal zurückkommst, ist das ein riesiger Erfolg“, fasste Schmitz zusammen.

Die Gäste erwischten den besseren Start und nutzten die Anfangsnervosität der Hausherren eiskalt aus. Auch wenn seine Spieler, wie Schmitz berichtete, die klareren Abschlüsse hatten, zog Südwest mit 2:0 davon (13., 24.). Eine Tatsache, die nach Einschätzung des Trainers seinen Spielern „ein Stückweit den Stecker zog“. Doch sie zeigten eine starke Reaktion, kämpften sich mit zunehmender Spieldauer in die Partie und verkürzten durch eine „Riesenkombination“ über Alexander Bellstädt auf 1:2 (31.). Nach dem zwischenzeitlichen 1:3 (35.) ließ sich die Mannschaft erneut nicht aus der Bahn werfen und kam noch vor der Pause durch einen verwandelten Foulelfmeter von Aaron Mertens auf 2:3 heran (42.).

Es ist ein komisches Gefühl, zu wissen, dass es zu Ende geht.
Marcel Schmitz

In der Pause habe sein Team sich darauf eingeschworen, noch einmal so entschlossen, so mutig aus der Kabine zu kommen wie in der Vorwoche im Spiel gegen Verlautenheide, berichtete der Erft-Coach. Mit Erfolg: Die Gastgeber übernahmen nach dem Seitenwechsel zunehmend die Kontrolle, auch – wie Schmitz zugestand – begünstigt durch eine Gelb‑Rote Karte gegen die Gäste (53.). Trotz der Überzahlsituation sei es gegen tief stehende Kölner schwierig gewesen, klare Chancen zu kreieren. Schmitz ist überzeugt: „Im Elf gegen Elf hätten wir uns mehr Abschlüsse erspielt.“

Doch der unermüdliche Einsatz der Euskirchener zahlte sich aus: Top-Torjäger Luke Gossing traf in der 64. Minute zum verdienten 3:3‑Ausgleich – zugleich der Endstand. Und so überwog am Ende der Stolz: Auf die Leistung und auf die Moral seiner Spieler. Und auf eine starke Heimbilanz. „Wir können stolz darauf sein, dass wir kein Heimspiel verloren haben“, betonte der Erft-Coach, für den dieser Tag eine besondere Bedeutung hatte: Acht Jahre als Jugendtrainer an der Seitenlinie bei der JSG Erft 01, unzählige Trainingseinheiten, Spiele und Emotionen liegen hinter ihm. „Es ist ein komisches Gefühl, zu wissen, dass es zu Ende geht“, räumte er hörbar ergriffen ein.

Dank des Remis wahrt die JSG ihre Chancen im Rennen um Platz drei. Vieles deutet laut Schmitz darauf hin, dass dieser Rang zur Mittelrheinliga-Qualifikation reichen könne. Entschieden sei jedoch noch nichts. Bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) wartet auswärts beim Tabellenschlusslicht Sophienhöhe das letzte Saisonspiel auf die Schmitz-Elf.

Erftstadt-Lechenich gewinnt das erste von zwei Abstiegs-Endspielen

SC Germania Erftstadt-Lechenich – SV Deutz 05 5:1 (2:0). Vor dem Mittelrheinligaduell des Tabellenzehnten Erftstadt gegen den Tabellenneunten Deutz hatte sich die Ausgangslage im Vergleich zur Vorwoche noch einmal verschärft. Verfolger Vichttal hatte bereits am Samstag vorgelegt, den FC Hürth bezwungen und war an Erftstadt vorbeigezogen. Im Duell mit dem direkten Konkurrenten Deutz stand die Elf von Dustin Esser daher unter Zugzwang. Doch im ersten der beiden von Esser angekündigten „Endspiele“ lieferten die Gastgeber die passende Antwort: Mit einem überzeugenden 5:1‑Erfolg setzten sie ein deutliches Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

„Ein verdienter Sieg und eine tolle, geschlossene Mannschaftsleistung“, lobte der Germania-Coach, der seinen Fokus auf den entscheidenden, finalen Spieltag legt. Am Samstag spielt sein Team auswärts gegen den Tabellenvorletzten Troisdorf (16 Uhr). Zugleich richtete Esser den Blick auf die Konkurrenz und hofft auf Schützenhilfe: So trifft der aktuelle Tabellenzweite Hennef auf SV Deutz, der nur einen Zähler mehr als Erftstadt verbucht. Sollte Hennef in dieser Partie punkten, würde Erftstadt auf Rang neun vorrücken und sich den direkten Klassenerhalt ohne Qualifikation sichern. „Das wäre für unsere Verhältnisse eine absolute Sensation, für die wir alles geben werden“, hofft Esser. Die Tore gegen Deutz erzielten Anas Bodabouz (1.), Ousama Koubia (13., 68.), Luca Savignano (80.) und Niclas Zuziak (85.).