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Nach 2:3 in VichttalSiegburg hilft nur noch ein kleines Fußball-Wunder

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Philipp Köhl

Philipp Köhl ebnet dem FC Hennef 05 den Weg zum Heimsieg.

Der Fußball-Mittelrheinligist erleidet einen herben Dämpfer im Aufstiegsrennen. Hennef gewinnt erneut und ist bereit für das Derby. 

FC Hennef 05 – FC Teutonia Weiden 4:1 (2:0). Das nennt man wohl einen starken Schlussspurt. Dank des dritten Erfolgs in Serie sind die Mittelrheinliga-Fußballer des FC Hennef 05 in der Rückrundentabelle auf Platz acht vorgerückt. Um die anvisierte 40-Punkte-Marke tatsächlich noch zu knacken, müsste der FCH allerdings auch die letzten beiden Partien in Siegburg und gegen Bornheim gewinnen. „Wir sind bereit für das Derby“, fiebert Sportchef Frank Fußhöller dem Gastspiel am Sonntag im Walter-Mundorf-Stadion entgegen.

Obwohl man die vorletzte Heimpartie in souveräner Manier gewonnen hatte, bezeichnete er die 90 Minuten im Anton-Klein-Sportpark als „Sommerkick. Die hohen Temperaturen und ein tief stehender Gegner haben es uns nicht leicht gemacht. Trotzdem geht der Sieg so absolut in Ordnung.“ Philipp Köhl (30.), Luah Mahessa (36., 90./+4) und Levi Dang (60.) schossen den Heimerfolg heraus, Shadrac Don Futi traf zum zwischenzeitlichen 1:3 (65.).

Ole Lichter feiert Comeback

Während Linksverteidiger Lukas Harden seinen ersten Startelf-Einsatz seit dem 19. September verbuchte, feierte der in den USA studierende Ole Lichter sein Comeback nach knapp einem Jahr. Der Angreifer befindet sich im Zuge seiner Semesterferien im „Heimaturlaub“ – und dürfte auch am Sonntag in Siegburg wieder im Kader stehen.

FCH: Wilsing – Kubek, Bancé, Karaca (68. Gönen), Harden (68. Pflüger) – Köhl, Kunzika (46. Oelbaum), Mahessa, Schusters – Dang (68. Mowitz), Delkic (83. Lichter).


VfL Vichttal – Siegburger SV 04 3:2 (2:1). Seit Montagnachmittag hilft dem Siegburger SV 04 nur noch ein kleines Wunder im Aufstiegskampf. Während das Team von Trainer Alexander Otto in Vichttal leer ausging, schoss der SV Bergisch Gladbach die SF Düren regelrecht aus dem eigenen Stadion (7:1). Damit hat der Spitzenreiter zwei Spieltage vor Schluss nicht nur vier Punkte Vorsprung, sondern auch das um fünf Treffer bessere Torverhältnis gegenüber seinem ärgsten Verfolger. „Klar war das ein fetter Dämpfer“, kommentierte der Siegburger Sportchef Tom Caspers die 2:3-Niederlage. „Aber wir geben uns nicht geschlagen und wollen irgendwie noch ein finales Fernduell um die Meisterschaft erzwingen.“

Niklas Valerius hatte mit einem Doppelpack für eine verdiente Vichttaler Pausenführung gesorgt (9., 28.), doch dank des zwischenzeitlichen Ausgleichs von Nico Kuhbier (14.) war die Partie nach wie vor offen. In der Halbzeit schien Otto die richtigen Worte gefunden zu haben, denn Siegburg kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Nachdem Leo Camara im Anschluss an einen Eckball den erneuten Ausgleich erzielt hatte (62.), drängten die Gäste auf den Führungstreffer. Doch erst rettete VfL-Keeper Frederik Said im Eins-gegen-Zwei-Duell mit Tom Schnörpel und Waiss Ezami (73.), dann traf Pepijn Schlösser die Siegburger im Anschluss an eine unzureichend geklärte Ecke mitten ins Mark – 2:3 (79.).

In den ersten 45 Minuten waren wir nicht mutig genug, da hat der Kopf eine Rolle gespielt
Alexander Otto, Trainer des Siegburger SV 04

Siegburg stemmte sich vehement gegen die drohende Niederlage, doch angesichts eines Pfostentreffer durch Oliver Gawenda (88.) und eines Lattenkopfballs durch Camara (90.) fehlte das nötige Quäntchen Glück. Otto sprach nach seiner ersten Niederlage überhaupt gegen Vichttal (nach zuvor sieben Siegen) von einer „Riesenreaktion nach der Pause. Zur Wahrheit gehört aber auch: In den ersten 45 Minuten waren wir nicht mutig genug, da hat der Kopf eine Rolle gespielt. Und in Vichttal reicht eine starke Halbzeit nun mal leider nicht aus.“

SSV: Fikisi – Gawenda (83. Keil), Weingarten, Camara, Jo – Suleiman, Yilmaz (46. Ohashi) – Schnörpel, McIntosh (46. Mahessa), Sakamaki (58. Ezami) – Kuhbier.