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Fußball-Kreisliga ALommersum und Nierfeld liefern Torfestivals zum Abschied

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Zülpich-II-Kapitän Jakob Raudszus reißt die Kreismeister-Plakette in die Höhe, der Rest der Mannschaft jubelt mit ihm.

Jubel des Kreismeisters: Zülpichs Kapitän Jakob Raudszus reißt die Schale hoch.

Durch einen 7:2-Sieg gegen Vernich holt Zülpich II die Kreismeisterschaft. Weilerswists Trainer ärgert sich über den Schiedsrichter.

Die Auf- und Absteiger standen schon vor dem Spieltag fest, auch wenn der TuS Vernich theoretisch noch eine Chance im My-Bereich auf den Klassenerhalt gehabt hätte. Und so stellte sich am Ende nur die Frage: Wird der TuS Zülpich II oder die SG Dahlem-Schmidtheim Kreismeister?

Flamersheim/Kirchheim belohnt sich für Aufholjagd mit drei Punkten

SG Flamersheim/Kirchheim – SG Dahlem-Schmidtheim 4:3 (1:3). Die Frage wurde gleich doppelt beantwortet, einmal auf dem Rasenplatz in Kirchheim. Nach einer Aufholjagd setzten sich die Gastgeber, die zur Halbzeit 1:3 hinten lagen, noch durch. Johann Jentges hatte Dahlem direkt nach Anpfiff in Führung gebracht (1.). Leon Trichkovski glich aus (10.), wieder Jentges stellte den alten Vorsprung her (25.), kurz vor der Pause erhöhte Dino Halilic (45.). In der zweiten Halbzeit traf Lukas Heiwolt (47., 64., 82.) dreifach.

„Unser Keeper hat eine Großchance mehr gehalten, deshalb gewinnen wir“, sagte FlaKi-Coach Marco Markwald, der mit der Saison zufrieden ist. „Es war eine absolut unnötige Niederlage, zur Halbzeit führen wir verdient 3:1“, sagte Dahlems Trainer Christian Hammes, dem nur eine Wechseloption zur Verfügung stand. In der Schlussphase habe der Schiedsrichter Dahlem noch einen Elfmeter verweigert und das 4:4 wegen einer Abseitsstellung abgepfiffen. Eine „intensive, harte Saison“ sei nun zu Ende. „Wir freuen uns auf die Sommerpause“, so Hammes.

Meistertrainer Marc Altendorf wird nun Coach von Lommersums D-Junioren

TuS Zülpich II – TuS Vernich 7:2 (3:1). Auch ohne die Schützenhilfe aus Kirchheim hätte Zülpich II die Kreismeisterschaft geholt – und hat gleichzeitig Vernichs Abstieg final besiegelt. Marcel Blum eröffnete den Zülpicher Torreigen (6.), Maxim Klinov glich noch aus (16.), dann trafen für die Gastgeber Daniel Esser (21.), Lukas Fischer (40.) und Sebastian Zaun (55.). Elias Platz erzielte Vernichs zweites Tor (67.), ehe Jakob-Janis Fischer (68.), Kapitän Jakob Raudszus (76./Strafstoß) und Nico Jensen (87.) wieder drei Tore für Zülpich schossen.

„Man hat den Jungs schon beim Treffen angemerkt, dass sie motiviert waren und Kreismeister werden wollten“, sagte Trainer Marc Altendorf. „Die Mannschaft hat es nach dieser langen harten Saison verdient, ganz oben zu stehen“, so Altendorf, der in der kommenden Spielzeit die D-Jugend des SSV Lommersum trainieren wird. Vernichs Trainer Georg Wall sagte: „Eine unerwartet schwere und enttäuschende Saison mit einer Vielzahl an vielfältigen personellen Problemen ist glücklicherweise Geschichte.“ Jetzt gelte es, den Blick nach vorne in die kommende Saison zu richten.

Zum Abschied muss Gerrit Ueckert einmal hinter sich greifen

TSV Schönau – SV Schöneseiffen 3:5 (3:3). In seinem letzten Spiel als Schönauer Trainer musste Gerrit Ueckert eine Niederlage seines Teams hinnehmen – und nach seiner Einwechslung in der 75. Minute sogar einmal hinter sich greifen. In der ersten Halbzeit ging es hin und her. David Nolte hatte Schönau früh in Führung (2.) gebracht, Jannis Krömer glich aus (13.). Goalgetter Tim Breuer stellte den alten Abstand wieder her (17.), Felix Jenniches erzielte den erneuten Ausgleich (25.). Timo Bornewasser brachte Schöneseiffen erstmals in Führung (31.), die Lukas Stollenwerk egalisierte (37.). Nach der Pause trafen dann nur noch die Gäste durch Bornewasser (60.) und Daniel Schmidt (90.+4).

Ueckert bedankte sich nach dem Spiel für zwei tolle Jahre und wünscht seinem Nachfolger Angelo Mazza „von Herzen viel Erfolg“. Sein Gegenüber Heiko Zimmer sah ein „faires Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten“. Nach der sehr schweren Saison müsse man künftig einiges besser machen. Man sei aber stolz, in die vierte Spielzeit im Kreisliga-Oberhaus zu gehen.

Tim Kückelhaus trifft bei Lommersumer Kantersieg fünfmal

SSV Lommersum – SSV Golbach 8:0 (4:0). Sie können es doch noch: Mit einem Kantersieg verabschiedet sich Lommersum in die Kreisliga B. Besonders Routinier Tim Kückelhaus tat sich hervor, erzielte er doch fünf der acht Treffer (18., 21., 29., 65, 69.). Elias May (45.+2, 56.) sowie Marcel Ebel (54.) waren für die restlichen drei Treffer zuständig.

„Man hat gesehen, was diese Mannschaft leisten kann, wenn der Kopf frei ist“, sagte Trainer Timo Bong, der Sonntag verhindert war. Die Hinrunde mit nur vier Punkten habe der Mannschaft das Genick gebrochen, denn in der Rückrunde habe man gute Spiele gezeigt und die richtige Einstellung an den Tag gelegt. „Die Leistung heute war bodenlos“, sagte Golbachs Trainer Michael Müller. Dennoch könnten seine Spieler stolz auf die Saisonleistung sein. Ein einstelliger Tabellenplatz sei mehr, als man erhofft habe.

Weilerswists Trainer Frederik Ziburske schimpft über den Schiedsrichter

SV Frauenberg – SSV Weilerswist 3:0 (1:0). Auch wenn es für beide Mannschaften um nichts ging, kann man sich noch ärgern, wie Weilerswists Trainer Frederik Ziburske zeigte. „Der Schiedsrichter macht das Spiel kaputt, war schlecht und arrogant dazu“, sagte er. Der Unparteiische habe sich in einem „sehr fair geführten Spiel durch unnötige Pfiffe im Minutentakt hervorgetan“ und seinem Team zwei klare Tore gestohlen. Mit der Saison war Ziburske zufrieden. Man müsse aber konstanter gegen die Teams aus der unteren Tabellenregion punkten.

Frauenbergs Trainer Marcel Timm sprach von einem verdienten Sieg, den man sich zum Saisonabschluss nach dem Auf und Ab der letzten Wochen auch vorgenommen hatte. Die Saisonleistung – auch mit dem Einzug in den Mittelrheinpokal – sei okay, dennoch wäre in der Liga mehr drin gewesen, glaubt Timm. Gegen Weilerswist sah er Tore seiner Spieler Xavier Pickartz (42.), Thomas de Vries (90.+2) und Denis Moruz (90.+4).

Ein letztes Donnerwetter von Nierfelds Trainer Dirk Scheer

DHO – SV Nierfeld 0:9 (0:1). Ein Torefestival bereiteten die Nierfelder ihrem scheidenden Trainer Dirk Scheer. Marlon Vogt erzielte das einzige Tor vor der Pause (10.), danach drehte das Team so richtig auf. Niclas Hampel (48., 65., 85.), Torben Hörnchen (58.), Felix Klinkhammer (78.), Mory Kaba (80., 88.) und Nils Hahn (86.) hießen die restlichen Torschützen.

„Wir hätten schon nach einer Viertelstunde 3:0 oder 4:0 führen können“, sagte Scheer, der in seiner letzten Halbzeitansprache noch mal ein richtiges Donnerwetter losgelassen habe. „Danach war die Mannschaft wach.“ Sein Team, das zwischenzeitlich sogar im Abstiegskampf steckte, beendete die Saison auf Platz fünf. „Das Verletzungspech nach vier oder fünf Spieltagen hat uns eine bessere Platzierung gekostet. Ich bin stolz, Marcel Schmitz eine gute Mannschaft zu übergeben“, so Scheer, der – Stand jetzt – in der nächsten Saison keinen Verein trainieren wird.

Einigkeit bei den Trainern von Mechernich und Sötenich

TuS Mechernich – SV Sötenich 3:3 (1:1). In einem waren sich die beiden Trainer Mirco Mertens (Mechernich) und Markus Sabel (Sötenich) einig: Die Partie war ein Spiegelbild der Saison. Es gab ein Auf und Ab mit guten und schwachen Phasen. „Mit dem Ausgleichstreffer kurz vor Schluss hat sich die Mannschaft dann doch noch belohnt und sich einen tollen vierten Platz gesichert“, sagte Sabel. In der Rückrunde habe man es aber an Konstanz vermissen lassen. Dennoch sei die Zielsetzung übertroffen worden.

Insgesamt zufrieden mit den letzten Wochen zeigte sich Mertens, besonders der dritte Platz im Kreispokal sei ein schöner Erfolg gewesen. Die „manchmal durchwachsene Saison“ gehe deshalb versöhnlich und gut zu Ende. Nun könnten sich die Verletzten auskurieren, mit einer jungen Truppe gehe man zuversichtlich in die neue Saison.

Pascal Feyerabend hatte Sötenich früh in Führung gebracht (4.), für den Ausgleich sorgte Oliver Kröll (16.). Nach der Pause trafen wieder zunächst die Gäste durch Jonah Weishaupt (49.), Luca Althausen glich aus, Kröll brachte die TuS sogar in Führung. Tim Jäckel erzielte den späten Ausgleich (85.).