Zülpich II gelingt ein ungefährdeter Heimsieg gegen die Sportfreunde DHO. Dahlem-Schmidtheim begleitet den TuS in die Bezirksliga.
Fußball-Kreisliga ADer TuS Zülpich II macht den Aufstieg perfekt

Bezirksliga, wir kommen! Die zweite Mannschaft des TuS Zülpich klettert auf die FVM-Bühne.
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TuS Chlodwig Zülpich II – Sportfreunde DHO 4:1 (1:0). Seit Sonntag um kurz vor 15 Uhr ist es offiziell: Der TuS wird in der kommenden Saison mit zwei Herrenmannschaften auf Mittelrheinebene vertreten sein. Nachdem die Reserve der Römerstädter den Aufstieg dank eines souveränen Auftritts gegen den Abstiegskandidaten frühzeitig klargemacht hat, stellt sich nun nur noch die Frage, ob das Landesligateam in Kürze das gleiche Kunststück vollbringen und damit in Zülpich ein großartiger Doppeltriumph gefeiert werden kann.
Sorgen unangebracht
Auch wenn es bis kurz vor der Pause dauerte, ehe den Hausherren der erlösende Führungstreffer gelang und die Gäste spielerisch durchaus gute Momente hatten und einige gefällige Offensivaktionen zeigten: Ernsthafte Sorgen, dass es an diesem Spieltag noch nichts werden wird mit der Aufstiegsparty, mussten die Anhänger der Rot-Weißen zu keinem Zeitpunkt der Begegnung haben.
Schlussmann Maxi Pütz aus dem Kader der ersten Mannschaft, der etwas überraschend zwischen den Pfosten stand, besaß so gut wie keine Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Beim einzigen Gegentor – dem nicht mehr relevanten 1:4 durch den besten DHO-Spieler Vladyslav Shukhovtsev eine knappe Viertelstunde vor Schluss – war der im zweiten Durchgang fast beschäftigungslose Keeper machtlos.
Mäurer bricht den Bann
Andere Zülpicher Akteure konnten unter den Augen ihres neuen Trainers Marius Schinke (zuletzt beim Bezirksligisten Viktoria Birkesdorf im Amt) dagegen nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Zum Beispiel Tamino Mäurer, der wie sein Zwillingsbruder Milian eigentlich noch in der A-Jugend spielen könnte und besonders vor der Pause der auffälligste Stürmer der Heimelf war.

Löste den Knoten: Tamino Mäurer, der die ersten beiden Tore für Zülpich erzielte.
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Geht als Aufsteiger: Trainer Marc Altendorf (l.).
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Dem laufstarken Youngster, dem die TuS-Verantwortlichen in der Zukunft noch eine ganze Menge zutrauen, gelangen nicht umsonst auch die für das eigene Nervenkostüm sehr wichtigen ersten beiden Erfolgserlebnisse, wobei der zweite Treffer unmittelbar nach dem Seitenwechsel fiel. Anschließend war der Weg frei für eine ziemlich einseitige zweite Hälfte, in der die abstiegsbedrohte Elf von Trainer René Urbach dem Geschehen fast nur noch hinterherlief.
Stopp-Konzept war nötig
Dieser Umstand sorgte im Anschluss an das vorentscheidende 3:0 durch Lukas Fischer (60.) für Frust bei den Gästen, sodass sich Schiedsrichter Marco Piselli, der von Julian Eck und Jacob Melms an der Linie unterstützt wurde, nach einer längeren Rudelbildung dazu gezwungen sah, das DFB-Stopp-Konzept anzuwenden. Eine vollkommen richtige Maßnahme des Unparteiischen, die abgesehen von ein paar unnötigen Fouls in der Endphase (auch von Zülpicher Seite) zur Beruhigung der erhitzten Gemüter beitrug.
Die Sportfreunde mussten spätestens nach dem 0:4 von Sebastian Zaun einsehen, dass der Gegner jetzt in allen Belangen deutlich überlegen war und konnten am Ende mit dem Ergebnis gut leben. Hätten die Römerstädter ihre zahlreichen Gelegenheiten im zweiten Durchgang gnadenlos genutzt (alleine Jakob Fischer scheiterte dreimal in aussichtsreicher Lage), wäre durchaus eine Pleite im zweistelligen Bereich möglich gewesen. Dass es nicht dazu kam, hing auch mit dem aufmerksamen Torhüter Bastian Hilbert zusammen, der insgesamt eine starke Leistung zeigte.
Stimmen zum Spiel
„Es ist doch das Schönste für einen Trainer, mit einem Erfolg zu gehen“, kommentierte Marc Altendorf, der von seinen Jungs nach dem Schlusspfiff gleich mehrere Bierduschen abbekam und die Frage nach seiner sportlichen Zukunft noch unbeantwortet ließ. „Es gibt die eine oder andere interessante Anfrage, aber ich könnte mir auch vorstellen, einfach mal eine Pause vom Fußball zu machen.“
In einer anderen Angelegenheit war sich der Coach dagegen völlig sicher: „Wir haben das ganze Jahr über hart gearbeitet und deshalb ist unser Aufstieg hochverdient. Auch heute hat die Mannschaft nach kurzer Zeit die Kontrolle übernommen und hinten nur wenig zugelassen.“
Die SG Dahlem-Schmidtheim kehrt in die Bezirksliga zurück
Auch die SG Dahlem-Schmidtheim hat die Rückkehr in die Bezirksliga am Wochenende perfektgemacht. Weil Bornheim II (Kreis Bonn) verloren und Schwarz-Weiß Düren nur unentschieden gespielt hat, ist Dahlem mindestens der fünfthöchste Punktquotient aller Kreisliga-A-Zweiten am Mittelrhein sicher. (ets)
