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Fußball-LandesligaDer TuS Zülpich baut den Vorsprung auf den SV Breinig aus

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Marvin Iskra nimmt den Ball mit. Neben ihm ein Spieler von Schafhausen.

Torschützen unter sich: Zülpichs Marvin Iskra (M.) gegen Schafhausens Kevin-Mbiki Massakidi.

Ein früher Doppelschlag bringt den TuS Zülpich gegen Union Schafhausen auf die Siegerstraße. Der Verfolger patzt gegen Helpenstein.

TuS Chlodwig Zülpich – FC Union Schafhausen 4:1 (3:0). Eine Woche nach dem wichtigen Auswärtssieg beim Aufstiegskonkurrenten SV Breinig hat sich der TuS Zülpich in seiner neuen Rolle als Gejagter im Heimspiel gegen Union Schafhausen keine Blöße gegeben. Zwei Treffer in der Anfangsphase brachten den TuS früh auf die Siegerstraße. Außerdem gab es in der Schlussphase ein langersehntes Comeback auf dem Platz.

Im Landesliga-Duell gegen Schafhausen fehlten dem TuS angeschlagen nicht nur Thomas Leßenich und Gustavo von Aschwege, sondern auch Trainer David Sasse an der Seitenlinie. Nach seinem Platzverweis aus der Vorwoche durfte er nicht auf der Bank Platz nehmen und musste die Partie aus einer Position hinter der Bande verfolgen. Vertreten wurde er von TuS-Co-Trainer Andreas Storb.

Mit präzischen Steilpässen wurden Birkenheuer und Ohrem gesucht

Vom Anpfiff weg übernahm der TuS die Spielkontrolle und setzte früh auf ein spielerisches Mittel, das vor allem im ersten Abschnitt mehrmals für Gefahr sorgte: präzise Steilpässe auf die schnellen Angreifer Tim Birkenheuer und Luca Ohrem. Bereits nach sechs Minuten landete ein solcher Ball über rechts bei Ohrem, der anschließend frei vor Niklas Giesen ins lange Eck abschloss. Vier Minuten später stand Marvin Iskra nach einer Einwurf-Verlängerung völlig allein am Fünfer und markierte das 2:0.

Andreas Storb steht an der Seitenlinie und gibt Anweisungen.

Co-Trainer Andreas Storb vertrat den gesperrten David Sasse.

Zu diesem Zeitpunkt sah es so aus, als würde es eine sehr deutliche Angelegenheit werden, auch weil die Gäste untereinander viel diskutierten und lamentierten. Doch ganz so einfach wurde es nicht, auch wenn Pascal Schiffer kurz vor der Pause (44.) nach einer Ecke von Niko Berekoven auf 3:0 erhöhte.

In der zweiten Hälfte hatte Schafhausen Rückenwind

Im zweiten Spielabschnitt kam dem TuS die optische Überlegenheit der ersten Halbzeit etwas abhanden. Das lag unter anderem auch an den Böen, die über den Sportplatz zogen. Schafhausen hatte buchstäblich Rückenwind und gab sich nicht auf. Nach einer guten Stunde gelang Kevin-Mbiki Massakidi der Anschlusstreffer. Doch mehr gefährliche Situationen musste TuS-Keeper Jan Beyers nicht über sich ergehen lassen. „Wenn unser Torwart nur einen Schuss in 90 Minuten halten muss, dann spricht das für unsere Defensive“, kommentierte Sasse.

In der Schlussphase durften sich die Zülpicher noch zweimal freuen: zum einen, weil Noel Huschke in der Nachspielzeit noch auf 4:1 erhöhte, zum anderen, weil der eingewechselte Kapitän Georg Salmon zu seinen ersten Minuten in der Rückrunde kam. Alles in allem war Sasse nach dem Erfolg zufrieden: „Der Sieg war insgesamt verdient. Wir haben sie phasenweise ins Spiel kommen lassen, aber defensiv wenig zugelassen – unser Torwart musste kaum eingreifen. Mit dem Wind wurde es in der zweiten Halbzeit schwieriger, trotzdem haben wir es gut kontrolliert. Respekt auch an Schafhausen, die sich nicht aufgegeben haben und es uns in der zweiten Halbzeit schwer gemacht haben. Wir hätten früher das 4:0 machen müssen, aber insgesamt war das eine ordentliche Leistung.“

Der TuS Zülpich will weiter alle Spiele gewinnen

Und da der SV Breinig auswärts beim SV Helpenstein eine 3:0-Führung aus der Hand gab und nur remis spielte, beträgt der Vorsprung des TuS auf Tabellenplatz drei nun vier Punkte. „Wir haben eine gute Position, aber für uns ändert sich nichts: Wir müssen weiter alle Spiele gewinnen“, ordnet Sasse die Situation im Aufstiegsrennen ein.

Für Zülpich geht es jetzt in eine kurze Pause, da das Team am kommenden Wochenende spielfrei hat, ehe am 14. Mai das nächste Pflichtspiel ansteht. Dann geht es zum Pokalhalbfinale beim SV Frauenberg. „Da wollen wir natürlich auch gewinnen und den letzten Schritt Richtung Pokalfinale gehen“, blickt Sasse auf das Duell gegen den A-Ligisten am Vatertag.