TuS Zülpich schlägt die SG Billig/Veytal klar mit 13:1. Ein junger Flitzer wurde von Schiedsrichterin Lisa Reinecke vom Feld geführt.
Kreispokal-ViertelfinaleSelbst der zwölfte Mann nutzt Billig/Veytal gegen Zülpich nichts

Zwölfter Mann bei der SG Billig/Veytal: Plötzlich lief ein kleiner Junge mit Wurst in der Hand mitten übers Spielfeld.
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SG Billig/Veytal – TuS Zülpich 1:13 (1:5). Der TuS Zülpich hat mehr als souverän das Halbfinale erreicht. Die Partie gegen den Tabellenführer der Kreisliga B (Staffel 1), die SG Billig/Veytal, war am Ende dann doch sehr einseitig und aufgrund der unfassbar guten Chancenverwertung auch in der Höhe verdient. In der Vorschlussrunde trifft der Landesligist auf Frauenberg.
1. Minute: Die Gastgeber gehen als krasser Außenseiter in die Partie gegen das Spitzenteam aus der Landesliga. Rund 400 Zuschauer wollen das Duell David gegen Goliath sehen. In Billig leben gut 500 Menschen. Es heißt also: Hurra, hurra – das ganze Dorf ist da!
15. Minute: Zülpichs Marlon Große schlägt eine Flanke, die Mitspieler Luca Ohrem mit dem Kopf, der Schulter und dem Ohr so unglaublich glücklich trifft, dass der Ball über Billigs Torhüter Max Hannewald ins Tor geht. 1:0 für den TuS.
Zwei Minuten lang durfte Billig/Veytal von der Sensation träumen
20. Minute: Auch die Gastgeber können Flanken. Nach einer Ecke trifft der B-Ligist. Wer der Torschütze ist, ist zunächst unklar. Zu viele Beine befinden sich im Strafraum. Martin Cöln lässt sich am Nachhaltigsten feiern. 1:1. Hurra, hurra – das Dorf träumt von der Sensation!
22. Minute: Ausgeträumt. Wer so gut, so schnell, so konsequent antwortet, hat keinen Bock auf Sensation. Traumpass von Marvin Iskra auf Devin Nickisch – der Favorit führt wieder.
24. Minute: Nickisch auf Ohrem zum 3:1. Das ging dann doch zu schnell und der Traum vom Halbfinale ist für die SG früh ausgeträumt.
31. Minute: Tim Birkenheuer geht über die linke Angriffsseite durch, legt quer auf Nico Berekoven, der zum 4:1 für den TuS vollendet.
Ein junger Flitzer mit Stadionwurst in der Hand sorgte für Schmunzeln
43. Minute: Berekoven mit dem fast perfekten Freistoß. Hannewald bekommt irgendwie noch die Finger dran, lenkt den Ball an die Latte, doch Ohrem staubt aus 50 Zentimetern ab. 5:1, Halbzeit.
46. Minute: Am Billiger Sportplatz lagert das eine oder andere isotonisch-alkoholhaltige Getränk. Ob sich aber auch Zaubertrank im Vereinsheim befindet, bleibt abzuwarten. Es müsste aber auch sehr hochkonzentrierter Zaubertrank sein.

War nicht zu stoppen: Zülpichs Fünffach-Torschütze Luca Ohrem.
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49. Minute: Jetzt versucht Billig alles. Ein junger Zuschauer hat sich aufs Spielfeld verirrt – inklusive Stadionwurst in den kleinen Fingern. Und das mitten im Zülpicher Angriff. Schiedsrichterin Lisa Reinecke reagiert souverän, unterbricht die Partie und begleitet den „zwölften Mann“ vom Feld. Weiter geht's.
51. Minute: Zülpich macht Zülpicher Dinge: Vollgas-Offensivfußball. Pascal Schiffer trifft zum 6:1.
Lars Fröhling erzielte den zehnten Zülpicher Treffer
52. Minute: Berekoven nutzt einen Abwehrfehler und stellt auf 7:1.
57. Minute: „Berry“ hat nicht genug. Der Mittelfeldspieler trifft zum 8:1.
66. Minute: Nach einigen Wechseln auf beiden Seiten verflacht die Partie kurz. Berekoven auf Johannes Püllen, der unbedrängt per Kopf trifft. Für Berekoven ist es der sechste Scorerpunkt an diesem Tag.
72. Minute: Lars Fröhling macht das Ergebnis zweistellig.
Beim Stand von 1:12 flog ein Billiger Spieler mit Gelb-Rot vom Platz
74. Minute: Traumhafte Vorarbeit von Birkenheuer für Thomas Leßenich, der das 11:1 markiert. Billig hat zu diesem Zeitpunkt die Gegenwehr komplett eingestellt.
77. Minute: Billig will klären, trifft die eigenen Farben im Rücken, Ohrem läuft allein aufs Tor zu und sagt Danke.
78. Minute: Definiere „unnötig“: Beim Stand von 1:12 so lange Foul spielen, bis Schiedsrichterin Reinecke gar nicht anders kann, als Cedric Bindig Gelb-Rot zu zeigen.
80. Minute: Das ist einstudiert. Alle rechnen mit einem hohen Ball, Leßenich bringt ihn aus dem Halbfeld flach an den Fünfer, wo Ohrem grätscht und so seinen fünften Treffer an diesem Tag markiert.
90. Minute: Abpfiff. Hurra, hurra – das ganze Dorf war da! Und kann doch irgendwie stolz sein. Für diesen Gegner hätte es mehr als nur einen Zaubertrank benötigt.

