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Fußball-LandesligaDie Mittelrheinliga rückt für den TuS Zülpich immer näher

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Marvin Iskra jubelt mit ausgestreckten Armen im Laufen.

Wie schon gegen Fliesteden durfte Marvin Iskra (r.) jubeln. Gegen Breinig erzielte er den Siegtreffer in der Nachspielzeit.

Zülpich holt im Verfolgerduell um den zweiten Platz beim SV Breinig drei Punkte. Doppeltorschütze Marvin Iskra war der Matchwinner.

Landesliga 2: SV Breinig Breinigerberg – TuS Chlodwig Zülpich 3:4 (3:2). Was für ein Big Point für den TuS Zülpich: Rechnet man die voraussichtlich am grünen Tisch zugeschriebenen Punkte der abgebrochenen Partie gegen Verlautenheide dazu, hätten die Römerstädter (bei einem Spiel mehr) fünf Zähler Vorsprung auf den einzigen Rivalen um den zweiten Tabellenplatz. Wie schon in der Vorwoche, als man sich daheim gegen Fliesteden für die Hinspielniederlage revanchiert hatte, konnte man jetzt auch gegen Breinig die Pleite im ersten Duell wettmachen. Als Belohnung gab Trainer David Sasse seinen Jungs, nachdem man sich „im schönsten Vereinsheim auf der schönsten Anlage der Liga“ das eine oder andere Kaltgetränk auf den nicht ganz unwichtigen Dreier gegönnt hatte, für Dienstag trainingsfrei.

Zuvor hatten seine Schützlinge den Konkurrenten, der eigentlich auf Augenhöhe erwartet worden war, über weite Strecken dominiert, sich aber vor dem Seitenwechsel einige schwere individuelle Aussetzer geleistet. So spielte der ansonsten äußerst zuverlässige Lucas Carell dem Gegner den Ball genau in den Fuß, was nach 21 Minuten den Rückstand nach sich zog. Der Abwehrchef machte seinen Fehler kurz darauf aber wieder gut, als er einen Eckball per Kopf in die Maschen wuchtete. „Wir wollten Breinig bei den Standards, die wir unter der Woche lange geübt hatten, überraschen. Das hat in dieser Szene super funktioniert, der Fleißige wird eben belohnt“, sagte der Coach, der acht Minuten vor dem Kabinengang die Führung durch Thomas Leßenich feierte.

Zülpichs Trainer David Sasse kassierte einen Platzverweis

Weniger gut funktionierte dagegen die Abwehrarbeit vor dem 2:2, als sich Noel Huschke und Marlon Große „in slapstickhafter Weise“ (Sasse) düpieren ließen. Große war, von der Sonne in seiner Wahrnehmung behindert, auch am dritten Gegentreffer beteiligt, weil er den Schnittstellenpass nicht verteidigen konnte und so Goalgetter Gert Leo Engels kurz vor dem Pausenpfiff zum dritten Mal jubeln durfte.

Ein Rückstand war in der laufenden Saison aber noch nie ein unlösbares Problem für den TuS, und mit diesem Selbstvertrauen gingen die Gäste in den zweiten Durchgang. Obwohl man sich zahlreiche Möglichkeiten zum 3:3 herausarbeitete, dauerte es bis zur 73. Minute, ehe sich Marvin Iskra für seinen engagierten Auftritt belohnte und einen tollen Spielzug erfolgreich abschloss. Nur wenige Augenblicke später – Luca Ohrem war auf dem Weg zum Tor vom letzten Verteidiger hart zu Fall gebracht worden, was der Referee nur mit Gelb ahndete – lief Sasse reklamierend aufs Spielfeld und kassierte einen Platzverweis. Nachdem Jan Beyers einen Breiniger Konter famos pariert hatte, nickte Iskra im Gegenzug am zweiten Pfosten zum 4:3 ein (90.+2).