Abo

Kreisliga C3Die SG Oleftal schafft den Wiederaufstieg in die Kreisliga B

3 min
Folgen
Spieler und Fans der SG Oleftal feiern den Wiederaufsteig. Im Vordergrund steht Sascha Haas mit dem Rücken zum Fotografen, in der Hand hält er eine Sektflasche. Am rechten Bildrand stehen Mitglieder der "Westkurve" mit roten Leuchtfackeln.

Rauchgranaten, Leuchtfackeln und Sektduschen: Die SG Oleftal feiert den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga B,

Es gab einen erwartbaren 5:0-Sieg gegen Schlusslicht Schöneseiffen II. Oleftals Trainer Marcus Linden will jetzt Platz eins verteidigen.

Kreisliga C3: SG Oleftal – SV Schöneseiffen II 5:0 (2:0). Es ist vollbracht, der Wiederaufstieg in die Kreisliga B ist der SG Oleftal geglückt. Zwei Spieltage vor dem Saisonende hat das Team von Trainer Marcus Linden die Tabellenführung übernommen und kann nicht mehr von den beiden Aufstiegsplätzen verdrängt werden. Zwar könnte der Drittplatzierte VfL Kommern, der nur noch ein Spiel zu absolvieren hat, noch auf die gleiche Punktzahl kommen. Den direkten Vergleich hat Oleftal mit zwei Siegen gegen den Konkurrenten aber für sich entschieden.

Dass Oleftal das Pfingstwochenende mit dem Aufstieg am Freitagabend beginnen würde, war eigentlich abzusehen. Gegner Schöneseiffen II ist Schlusslicht der Liga, hat kein Spiel gewonnen und nur zwei Punkte geholt. Dennoch versprühte Spielertrainer Tom Albrecht vor der Partie Optimismus: „Wie geil wäre es, wenn wir denen den Aufstieg versauen. Die werden nervös, wenn es nach 20 Minuten noch 0:0 steht.“

Der Plan von Schöneseiffen ging auf: 20 Minuten kein Gegentor zulassen

Dass Oleftal nervös war, gab sogar Marcus Linden nach dem Spiel zu. Und der Plan, die Null 20 Minuten zu halten, ging für Schöneseiffen sogar auf. Das erste Gegentor fiel nämlich erst in der 21. Minute. Zuvor hatte Schöneseiffens Mick Albrecht die erste Chance des Spiels gehabt (12.), im Gegenzug zischte ein Schuss von Enis Etemi knapp über das Tor (13.) und ein Distanzschuss von Armend Krasniqi ging daneben (20.).

Enis Etemi schlenzt einen Ball ins Tor. Das Bein eines Verteidigers kann den Schuss nicht abwehren, ein anderer Verteidiger dreht sich weg.

Erzielte mit diesem Schlenzer sein 30. Saisontor: Enis Etemi.

Die beiden genannten waren dann für die Führung zuständig. Ein Torschuss von Etemi von der rechten Strafraumkante ging durch die Beine von Marvin Domalewski, der frei stehende Krasniqi musste nur den Fuß hinhalten. Das 2:0 besorgte Etemi selbst, der mit seinem 30. Treffer, einem schönen Schlenzer, den Vorsprung auf Volker Daniels (FC Dollendorf-Ripsdorf II, 21 Tore) in der Torjägerliste erhöhte (35.). Dass es nur mit 2:0 in die Pause ging, lag auch daran, dass der SV Schöneseiffen einen zwölften Spieler namens Aluminium auf ihrer Seite hatte. Schüsse von Sascha Haas (23.), Etemi (25.) und Artur Ritter (37.) landeten an Latte oder Pfosten.

Doppelpack von Jason Epp, Traumtor von Thomas Feld

Nach der Pause war es dann ein Spiel auf ein Tor. Schöneseiffen hatte kaum etwas entgegenzusetzen. Jason Epp nach Ecke von Sascha Haas per Kopf (53.) und per Abstauber, nachdem SVS-Keeper Phillip Dartenne einen Krasniqi-Schuss abgewehrt hatte (62.), schraubte die Führung auf 4:0 hoch. Für den sehenswerten Schlusspunkt sorgte der eingewechselte Thomas Feld mit einem Distanzschuss fast von der Trainerbank, der Dartenne durch die Handschuhe rutschte (76.).

Danach durfte dann gefeiert werden. Erst noch etwas verhalten. Doch als die „Westkurve“, die Oleftal-Ultras, rot-weiße Pyrotechnik zündete, wurde es feucht-fröhlich. Besonders Trainer Marcus Linden wurde mit Sekt geduscht, was er aber freudestrahlend hinnahm. „Wir haben verdient gewonnen, auch wenn wir in der ersten Halbzeit zu wenig getan haben“, analysierte er. Als Marschrichtung hat er nun Platz eins vorgegeben. Für die Kreisliga B sei man gut aufgestellt, da man sich mit einigen guten A-Jugendspielern verstärke.