Die SG Oleftal kann am Freitag im Nachholspiel gegen Schöneseiffen II den Aufstieg perfekt machen. Bliesheim ist zurück in der Kreisliga A.
Kreisliga-KolumneDeshalb ist der Euskirchener TSC als Dritter eigentlich Erster

So wie hier Lucas Jonen an Metternichs Paul Ewome vorbeigeht, hat es die gesamte Mannschaft des Bliesheimer BC gemacht: Sie steht als Aufsteiger fest.
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Die nächste Entscheidung ist gefallen: Der Bliesheimer BC kehrt nach zwei Spielzeiten in die Kreisliga A zurück. Nach Platz zwei im vergangenen Jahr, in dem es kein Entscheidungsspiel der beiden Zweiten gab, hat das Team von Trainer Christian Müller und um Kapitän Sebastian Friedl, Sohn des früheren Euskirchener Bürgermeisters, den Aufstieg aus der Kreisliga-Staffel B1 nach einem 5:2-Sieg bei der SG Ülpenich/Nemmenich/Elsig sicher.
In der Parallelstaffel hat der FC Dollendorf-Ripsdorf zumindest für eine Entscheidung gesorgt: Durch den 3:1-Sieg von DoRi ist Gegner TuS Dreiborn aus dem Aufstiegsrennen ausgeschieden. Beim FC können außerdem die Aufstiegstrikots schon mal gedruckt werden. Denn Hellenthal hat mit sechs Punkten Rückstand bei zwei verbleibenden Spielen nur noch eine theoretische Chance: DoRi müsste beide Spiele verlieren, Hellenthal beide gewinnen, dann wäre Hellenthal zurück in der Kreisliga A, weil die SG den direkten Vergleich (der ausschlaggebend in den B- und C-Ligen ist) für sich entschieden hat. Aber dass DoRi keinen Punkt mehr holen wird, gilt als unwahrscheinlich.
Teilnehmer des Entscheidungsspiels könnten am 31. Mai feststehen
Es bleibt dann noch die Frage, wer das Entscheidungsspiel der besten Zweiten bestreiten wird. Das steht vielleicht schon am nächsten Spieltag (der erst am 31. Mai stattfindet) fest. In der Kreisliga B2 hat Hellenthal die Nase vorn und vier Punkte vor der SG Keldenich/Scheven. Hellenthal muss zur SG Rotbachtal/Strempt und Keldenich tritt auswärts bei DoRi an. In der Kreisliga B1 könnte der direkte Vergleich sogar besonders wichtig werden. Aktuell hat Billig/Veytal als Zweitplatzierter drei Punkte Vorsprung vor Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich, die aber noch ein Spiel mehr zu bestreiten haben. Den direkten Vergleich hat Bürvenich für sich entschieden. Billig hat am 31. Mai spielfrei, Bürvenich spielt gegen Metternich.
Im Abstiegskampf hat sich die TB-SV Füssenich-Geich ein wenig freigeschwommen und nach dem 3:1-Sieg gegen Roitzheim sogar vier Punkte Vorsprung vor Wißkirchen II, dem einzigen verbliebenen Kontrahenten. Wie Billig/Veytal ist Füssenich am 31. Mai aber zum Zuschauen verdammt. Wißkirchen hat außerdem noch alles selbst in der Hand, ist aber dazu gezwungen, gegen Roitzheim zu punkten. Nur dann gibt es ein Endspiel um den Klassenerhalt zwischen Füssenich und Wißkichen. Feststehende Absteiger sind die zurückgezogenen Teams Bessenich II, Erftstadt-Lechenich II und Feytal.
Erster statt Dritter: ETSC fehlt noch die Gutschrift von sechs Punkten
Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht hat die SG Houverath/Mutscheid in der Kreisliga B2. Der aus tabellarischer Sicht überraschende 1:0-Sieg gegen Keldenich/Scheven führt dazu, dass Houverath zwei Spieltage vor Schluss drei Punkte Vorsprung auf Dahlem-Schmidtheim II auf dem ersten Abstiegsplatz hat. DaSch II hat 2:3 bei der SG 25 verloren. Mit einem Punkt Vorsprung über dem Strich steht der SSC Firmenich, trotz des 2:8 in Hellenthal.
Schönau II hat drei Punkte weniger als Firmenich, aber gegen die SG Nöthen-Pesch-Harzheim immerhin einen wichtigen Punkt geholt. Ob es am letzten Spieltag Anfang Juni zu zwei Abstiegsduellen (Schönau II gegen Houverath, Firmenich gegen DaSch II) kommt, entscheidet sich eventuell am 31. Mai: DaSch II empfängt Dreiborn, Schönau II spielt bei Nierfeld II, Firmenich bei Marmagen-Nettersheim und Houverath empfängt Nöthen.
Zwei Teams pro Staffel steigen auf
Aus den C-Kreisligen steigen auf jeden Fall je zwei Teams pro Staffel auf. Doch teilweise ist die Situation noch etwas unübersichtlich. So hat der Euskirchener TSC faktisch nur noch zwei Spiele zu bestreiten, laut Tabelle allerdings noch vier. Der Grund: Es fehlen noch die beiden Wertungen aus den Partien gegen Dom-Esch II (abgebrochen) und Niederelvenich-Mülheim-Wichterich (abgesagt). In beiden Fällen dürfte der ETSC jeweils drei Punkte erhalten und wäre dann sogar Tabellenführer und nicht Dritter, wie es derzeit dargestellt wird.
Vorne ist der VfB Blessem II, der am Pfingstmontag bei Dom-Esch II antritt. Dem künftigen Gegner dürfte der Rhein-Erft-Klub bereits am Donnerstag die Daumen drücken, denn dann spielt Dom-Esch beim SV Frauenberg II, dem jetzigen Tabellenzweiten. Verliert Frauenberg und gewinnt am Montag Blessem, ist der Aufstieg sicher. Am Freitag in einer Woche kommt es dann zum Duell ETSC gegen SVF II. Weilerswist II ist theoretisch auch noch im Aufstiegsrennen, praktisch aber eigentlich nicht mehr.
Mechernich II vergibt den nächsten Matchball in der Kreisliga C2
In der Kreisliga C2 hat sich der RSV Arloff-Kirspenich, dessen Partie gegen Billig/Veytal II beim Stand von 2:3 in der 70. Minute abgebrochen wurde, aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Tabellenführer Mechernich II verliert 1:2 in Satzvey und hat 49 Punkte, genauso viele wie die SG Flamersheim/Kirchheim II, die 1:0 bei der SG Bürvenich/Schwerfen/Sinzenich II gewonnen hat. Vier Punkte Rückstand hat die SG Rotbachtal/Strempt II, die aber (wie auch Mechernich) noch zwei Spiele zu bestreiten hat, FlaKi II nur noch eines. Mechernich kann am 31. Mai gegen Ülpenich/Nemmenich/Elsig II den Aufstieg klarmachen, Rotbachtal II spielt bei Bürvenich II und kann den Rückstand auf FlaKi II auf einen Punkt verkürzen.
Großer Gewinner in der Kreisliga C3 ist die SG Oleftal, die beim Konkurrenten Kommern 4:2 gewonnen und sich dadurch am VfL vorbeigeschoben hat. DoRi II ist noch Tabellenführer, hat aber nur einen Punkt Vorsprung auf die beiden Kontrahenten. Während Kommern aber nur noch ein Spiel bestreiten muss (am 31. Mai gegen Erfthöhen), sind es für DoRi II noch zwei (gegen Keldenich/Scheven II und bei Oleftal) und für Oleftal sogar noch drei (bereits am Freitag gegen Schöneseiffen II, dann bei Hellenthal II und gegen DoRi II). Und weil ja der direkte Vergleich zählt, kann Oleftal bereits am Freitag aufgestiegen sein, weil Kommern in dem Fall höchstens Punktgleichheit erreichen kann und dann das Nachsehen hätte. DoRi II kann bei einem Sieg am 31. Mai nachziehen.
Diederichs, Stallzus und Etemi vor Gewinn der Torjägerkanonen
Aber es soll ja nicht nur um Auf- und Abstiege gehen, auch wenn das in der Endphase einer Saison immer am Spannendsten ist (wobei es dann auch zu immer mehr Spielen kommt, in denen es um rein gar nichts mehr geht). Es stehen ja noch mehr Entscheidungen an.
Die um die besten Torjäger beispielsweise. In der Kreisliga A liegt momentan Max Hofmann vom SSV Golbach mit 28 Toren vor Tim Breuer (TSV Schönau, 26 Tore) und Paul Doppelfeld (SG Flamersheim/Kirchheim, 23 Tore). In der Kreisliga B1 hat Franziskus Spies von Büllesheim (SV Metternich, 24 Tore) die Nase vorn vor Valdon Halimi (Inter Euskirchen, 20 Tore). In Staffel 2 der Kreisliga B ist hingegen die Sache gelaufen: Mathias Diederichs vom FC Dollendorf-Ripsdorf hat 39 Tore erzielt und damit zwölf mehr als Nils Weimbs (TuS Dreiborn).
Keine rechte Lust aufs Toreschießen haben die Protagonisten in der Kreisliga C1. Dort führt David Leopold (SSV Weilerswist II, 14 Tore) vor Dennis Uedelhoven (SV Frauenberg) und Salih Yavuz (Euskirchener TSC, je 13 Tore), dann kommen Fabian Körsgen (Lommersum II) und Philipp Raab (Weilerswist II, je 10 Tore).
Klare Sache herrscht dafür in der Kreisliga C2: Fabrice Stallzus (TuS Mechernich II, 33 Tore) dürfte die Torjägerkanone gewinnen, hat er doch elf Treffer mehr erzielt als Arloff-Kirspenichs Tim Busch. In der C3 führt Enis Etemi (SG Oleftal, 29 Tore) klar vor Volker Daniels (Dollendorf-Ripsdorf II, 21 Tore).
