Nach einer frühen Führung gerät Euskirchen ebenso schnell gegen Langerwehe in Rückstand, kann das Spiel aber erneut drehen.
BezirksligaDritter Sieg in Folge sichert der JSG Erft 01 Euskirchen den Klassenerhalt

Tobias Rick (M.) ist in dieser Szene zwar nicht erfolgreich, traf dennoch gegen den TuS Langerwehe per Freistoß.
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JSG Erft 01 Euskirchen – TuS Langerwehe 3:2 (2:2). Nach dem 3:2-Heimerfolg über den TuS Langerwehe kann die JSG Erft 01 Euskirchen endgültig für eine weitere Spielzeit in der Fußball-Bezirksliga planen. Zwei sehenswerte Treffer drehten die Partie zugunsten des Teams von Trainer Christopher Kockerols. Damit kann die JSG in den verbleibenden drei Saisonspielen frei aufspielen.
Die Partie zwischen dem Tabellenelften und dem Tabellenfünften begann sehr schwungvoll – mit drei Treffern der Gäste, wobei der Ball einmal im eigenen Tor landete. In der 5. Minute setzte Leo Richerzhagen TuS-Außenverteidiger Kaan Kertüs unter Druck. Dessen Rückpass zu Jan Mock verunglückte vollkommen und konnte vom Keeper nicht mehr vor der Linie geklärt werden.
In den ersten zehn Minuten fielen drei Tore
„Wir fangen gut an und können den Gegner zu einem Fehler zwingen. Allerdings haben wir danach auch zweimal gepennt und uns unnötige Gegentore gefangen“, kommentierte Kockerols die wilden Anfangsminuten. Zwei Ballverluste im Aufbauspiel nutzten die Gäste und drehten die Partie durch Luca Michalke (8.) und Dominic Teichert (9.) binnen 120 Sekunden. Den Doppelschlag steckte die JSG schnell weg und zog das Spiel mit langen und kontrollierten Ballbesitzphasen immer mehr an sich. Es sollte jedoch bis zur 32. Minute dauern, ehe die Hausherren wieder gefährlich vor das Gästetor kamen – Luke Bungarts Abschluss war allerdings zu zentral.

Jubel nach Abpfiff: Die JSG Erft 01 Euskirchen spielt auch kommende Saison in der Bezirksliga.
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Besser, wenn auch erneut mit gegnerischer Hilfe, machte es fünf Minuten später Tobias Rick. Sein Freistoß aus zentraler Position wurde von einem TuS-Spieler unhaltbar abgefälscht. Mit dem 2:2 ging es in die Pause.
In der zweiten Halbzeit dominierte der Kampf
Nach dem Wiederanpfiff nahm der JSG-Coach eine Veränderung der Spieldynamik wahr: „Es war dann mehr ein Kampfspiel und insgesamt ausgeglichener. Dabei ist es uns gelungen, die zwingenderen Chancen zu erarbeiten.“ Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Gästetorwart Mock nicht mehr wirklich geprüft wurde. Und dennoch sah er in der 67. Minute alt aus. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld wurde Richerzhagen in die Tiefe geschickt. Trotz viel Freiraum vor sich, schloss der Angreifer aus rund 35 Metern ab und überlupfte Mock zur 3:2-Führung. Nun wurden auch die Gäste wieder aktiver und verlagerten das Spielgeschehen etwas mehr in die Hälfte der JSG. Die kompakte Erft-Defensive verteidigte das Ergebnis jedoch leidenschaftlich über die Zeit.
Da RW Ahrem gegen Sindorf nicht punkten konnte, hat die JSG mit dem dritten Sieg in Serie den Klassenerhalt fixgemacht. Die Gewissheit, dieses Ziel erreicht zu haben, löste nach Abpfiff Freude und Erleichterung aus. Trotz des Erfolges will die JSG jetzt nicht in den Sommermodus verfallen. In den verbleibenden Spielen – unter anderem gegen die Spitzenteams SV Lövenich und SC Elsdorf, die beide noch im Aufstiegsrennen sind – dürfte der größte Druck für die junge Elf raus sein.
Kockerols hofft, dass dies seinem Team zugutekommt: „Die Gegner müssen, wir nicht. Wir wollen unseren Stiefel selbstbewusst runterspielen und wie so oft in dieser Saison unangenehm zu bespielen sein. Und wenn sich uns die Chance bietet, etwas mitzunehmen, wollen wir das auch tun.“
Bessenich hat nach Sieg zehn Punkte Vorsprung vor Ahrem
Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt hat Rhenania Bessenich beim Horremer SV gemacht. Durch einen 3:2-Sieg hat das Team von Trainer Can Celik nun zehn Punkte Vorsprung vor Rot-Weiß Ahrem bei noch zwölf zu vergebenen Punkten. Im Heimspiel am Sonntag gegen Birkesdorf kann der Bezirksligaverbleib dann auch besiegelt werden.
Jehon Vatovci hatte Bessenich durch ein Kopfballtor nach Vorlage von Arber Jashanica früh in Führung gebracht (4.). Toretechnisch passierte dann lange Zeit nichts mehr, dafür hatte es die Schlussviertelstunde in sich. Horrem drehte das Spiel (76., 80.), doch Bessenich gab sich nicht auf. Zunächst traf Athanasios Noutsos (84.), dann Ziyal Abdellaoui (90.), beide Male besorgte Manuel Macherei die Vorlage. (ets)
