Leichtathleten aus dem Kreis Euskirchen präsentierten sich unter anderem erfolgreich bei deutschen und Nordrhein-Meisterschaften.
LeichtathletikEuskirchener zeigten, dass man auf einer Bobbahn auch laufen kann

Glücklich über die Medaille nach dem Bobbahn-Run: Timm Ody (l.) und sein Vater Rodger.
Copyright: privat/Rodger Ody
Zahlreiche Athleten aus dem Kreis Euskirchen haben gute Ergebnisse erzielt.
Deutsche Meisterschaft: Bibiane Wollersheim mit Vereinsrekord
Mit einer starken Leistung bei den Deutschen U18-/U23-Meisterschaften hat Bibiane Wollersheim vom TuS Zülpich ihre bisher erfolgreichste Saison gekrönt. Die Sprinterin überzeugte im Lohrheidestadion in Wattenscheid mit einem Finaleinzug über 200 Meter, einer persönlichen Bestleistung sowie einem Vereinsrekord. Die Zülpicherin hatte sich in diesem Jahr sowohl über 200 als auch über 400 Meter für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert und gehörte damit zu den besten Nachwuchsathletinnen Deutschlands.
Den Auftakt machte der Wettbewerb über 400 Meter. Wollersheim ging das Rennen engagiert an und hielt bis auf die Zielgerade Anschluss an die Spitzengruppe. In 55,99 Sekunden belegte sie Rang drei in ihrem Vorlauf und erreichte in der Gesamtwertung einen starken elften Platz.
Noch erfolgreicher verlief der Sonntag. Über ihre Paradedisziplin, die 200 Meter, qualifizierte sich die Zülpicherin mit einer Saisonbestzeit von 24,40 Sekunden als Zweite ihres Vorlaufs für das A-Finale der besten acht deutschen U23-Sprinterinnen. Im Endlauf steigerte sich Wollersheim noch einmal deutlich. In 24,29 Sekunden sprintete sie auf Rang acht, stellte eine persönliche Bestzeit auf und verbesserte zugleich den Vereinsrekord des TuS. Mit dem Einzug ins Finale und dem Vereinsrekord setzte die Athletin den Höhepunkt ihrer bisherigen Saison.
Topleistung von Celine Schneider über 1500 Meter
Ebenfalls bei der U23-Meisterschaft in Wattenscheid verkaufte sich Athletin Celine Schneider aus Keldenich, die für das LAZ Rhein-Sieg startet, über 1500 Meter teuer. Sie wurde mit einer Zeit von 4:39,95 Minuten Siebte. „Bei einem Bummelrennen so cool zu agieren, ist nicht selbstverständlich“, meinte LAZ-Sportchef Thomas Eickmann. „Celine hat sich vom Getümmel ferngehalten und ist konsequent außen geblieben. Das war eine Topleistung.“
Nordrhein-Rekord der 3x800-Meter-Staffel des TV Rheinbach
Einen Nordrhein-Rekord hat der TV Rheinbach auch mit Läufern aus dem Kreis Euskirchen aufgestellt. Die 3x800m-Staffel, bestehend aus Jannis Pietrzyk, David Liebich und Maurits Redemann, hat bei den Nordrhein-Meisterschaften in Solingen mit 7:23,28 Minuten die bisherige U14-Bestzeit um fast acht Sekunden unterboten.

Nahmen an den Nordrhein-Meisterschaften teil: Jannis Pietrzyk (v.l.), Maurits Redemann, David Liebich, Trainer Timm Ody, Mia Pietrzyk, Clara Stahnke und Lilith Stahnke.
Copyright: Rike Liebich/TV Rheinbach
Zwei konkurrierende Staffeln hatten gut Druck auf die drei jungen Athleten gemacht. Pietrzyk setzte sich als Startläufer bereits an die Spitze, Liebich und Redemann vergrößerten den Abstand zu den anderen Staffeln. In Deutschland liegt die Staffel des TV Rheinbach in den Top 3.
Die weibliche U14 lieferte ein mutiges und gutes Rennen ab. In 8:29,01 Minuten liefen Mia Pietrzyk, Clara Stahnke und Lilith Stahnke auf den siebten Platz und mussten sich in der Regionswertung Südost mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.
Vater und Sohn beim Bobbahn-Run in Winterberg
Im Winter rasen die Athleten mit bis zu 140 Kilometer pro Stunde in Bob, Skeleton und Rodel den Eiskanal in Winterberg hinunter. Kürzlich bot sich in der Eisarena eine besondere Herausforderung: der Bobbahn-Run. Nach einer bergigen Fünf-Kilometer-Strecke durch die Sauerländer Wälder wartete am Ende die 1,6 Kilometer lange Bobbahn mit 15 steilen Kurven und einer Steigung von 15 Prozent bei einer Höhendifferenz von 120 Metern auf die insgesamt 500 Athleten. Gefragt war nicht nur Tempo, sondern auch pure Willenskraft.
Unter den Teilnehmern waren auch Timm Ody (31, LC Euskirchen) und Rodger Ody (60, TuS 1905 Arloff-Kirspenich). Timm Ody wurde mit einer Zeit von 30:50 Minuten Zehnter, sein Vater Rodger Ody lief mit einer Zeit von 44:52 Minuten auf Rang 159. „Belohnt wurden die Sportler nach dem Zieleinlauf mit schweren Beinen, einer Medaille und Sauerländer Bier“, teilt Rodger Ody mit.
