Wie bereits in der vergangenen Kreisoberliga-Saison hat der Poppelsdorfer HV gegen die HSG Euskirchen die Nase vorn. Sieg für Palmersheim.
HandballEuskirchener Frauen verlieren zum Saisonauftakt gegen Poppelsdorf

Kam hier nicht an ihrer Gegenspielerin vorbei: Anja Jensen (r.).
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Verbandsliga Frauen: HSG Euskirchen – Poppelsdorfer HV 18:26 (9:11). Zum Auftakt in die Handballsaison setzte es für die HSG-Frauen vor heimischer Kulisse eine Niederlage, die wegen einer zu hohen Anzahl an technischen Fehlern gerechtfertigt war. Auf dem Papier war es das Duell Oberligaabsteiger gegen Aufsteiger aus der Kreisoberliga. Auf der Platte war es ein Aufeinandertreffen, das bereits in der Vorsaison mit zwei Poppelsdorfer Siegen geendet hatte.
Denn aus dem Euskirchener Oberligakader sind nur noch Torhüterin Barbara Seipel und Maren Müsch in der niedrigeren Spielklasse dabei. Alle anderen Spielerinnen haben mit Trainerin Monica Ferreira-Hermans, die das erste Spiel aus privaten Gründen verpasste, den umgekehrten Weg eingeschlagen und gehen eine Liga höher auf Punktejagd.
Bis sich die HSG-Frauen auf diese schwierige Mission eingestellt haben, dürfte es ein wenig Zeit brauchen, die der Verein der Mannschaft aber geben will, wie Gianna Zavelberg berichtete. „Keine Spielerin lässt heute den Kopf hängen, denn es war erst der Einstieg in die Verbandsliga und wir werden uns in den nächsten Spielen steigern“, so die Vertreterin der Trainerin.
Poppelsdorf war keine Übermannschaft und dennoch besser
Dass noch viel Luft nach oben ist, wurde bereits im ersten Auftritt deutlich. Schon gegen den Kreisoberligameister zeigte sich: Das Tempo ist höher, Fehler werden viel rigoroser bestraft. Dabei war Poppelsdorf keine Übermannschaft. Doch die Gäste verstanden es, sich vor allem nach der Pause zu steigern und der HSG ihre Grenzen aufzuzeigen.

Doppeln ihre Gegenspielerin erfolgreich: die HSG-Akteurinnen Anja Jensen (l.) und Annika Schlüter.
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Vertrat die Trainerin: Gianna Zavelberg (stehend).
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Das Spiel hatte auf beiden Seiten recht nervös begonnen. Erst als Rechtsaußen Antonia Brock nach mehr als drei Minuten den vierten HSG-Angriffsversuch erfolgreich abschloss, war der Bann gebrochen. In der Folge ging es im ersten Durchgang auf und ab. Gute Phasen wechselten sich mit schwachen ab – und zwar bei beiden Mannschaften. Die HSG-Abwehr stand recht gut, dahinter war Torhüterin Cathleen Wedderin gut aufgelegt. Im gesamten Spiel parierte sie vier Siebenmeter und guckte einen weiteren über die Latte.
Das Manko war die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive. Die Angriffe wurde selten zu Ende gespielt und es wurde mitunter recht überhastet angeschlossen. So führte Poppelsdorf zur Pause mit zwei Toren Vorsprung.
Nach der Führung gelangen Euskirchen in 20 Minuten vier Tore
Der zweite Durchgang begann hoffnungsvoll. Mit einem 3:0-Lauf drehte Euskirchen das Spiel, lag 12:11 vorne und war zu diesem Zeitpunkt wieder voll da. Es sollte aber die letzte Führung der Gastgeberinnen gewesen sein, die fortan viele Bälle nicht sauber spielten, die dann beim Gegner landeten. Nur vier eigene Tore gelangen der HSG in den nächsten 20 Minuten, Poppelsdorf zog mit 26:16 auf und davon. Danach schaltete die Gäste in den Verwaltungsmodus und fuhren ihre ersten zwei Zähler ein.
„Die erste Halbzeit war recht gut von uns, doch dann verließ uns, krankheitsbedingt ersatzgeschwächt, die Kondition und damit auch die Konzentration“, sagte Gianna Zavelberg, die zu viele Fehlpässe bei ihrem Team als Grund für die Niederlage ausmachte. Die Mannschaft will die gemachten Fehler analysieren und im Training hart daran arbeiten, diese zukünftig abzustellen.
HSG Euskirchen: Seipel, Wedderin – Schlüter (2), Jensen, Bartussek (2), Schons (3), Lohmann (2), Brock (2), Söffing (1), Müsch (2), Zinken (2), Fiedler (2).
Endlich mal wieder ein Palmersheimer Sieg zum Saisonstart
Oberliga Männer: 1. FC Köln – TV Palmersheim 30:34 (13:14). Einen Traumstart in die Saison hat der TV Palmersheim hingelegt. Beim runderneuerten und sehr jungen 1. FC Köln behielt der TVP die Oberhand und fuhr nach einigen Jahren erstmals wieder einen Sieg zum Saisonstart ein, wie der Sportliche Leiter Peter Trimborn mitteilte. Aus seiner Sicht war bei beiden Mannschaften viel Nervosität im Spiel, was er darauf zurückführt, dass bei beiden Teams eine Ungewissheit über das eigene Leistungsvermögen herrschte. Trimborn sprach von „Zerfahrenheit, vielen technischen Fehlern und vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten“.
Dennoch gab es auch Sachen, die von Beginn an klappten. Jonas Roland im Tor war sofort im Spiel. Und auch die beiden Außen Michael Schneider und Simon Schöller, der seinen Lehrgang bei der Gehörlosennationalmannschaft extra für dieses Spiel abgebrochen hatte, funktionierten mit jeweils fünf Toren sofort. „Das war richtig gut, was die beiden gezeigt haben“, fand Trimborn lobende Worte.
Die Partie wurde zu einem Start-Ziel-Sieg, auch wenn Köln mehrmals ausgleichen konnte. Palmersheim zog immer wieder weg und kontrollierte die Partie, sodass Trainer Marco Mayer nie das Gefühl haben musste, dass seine Mannschaft das Spiel aus der Hand gab. Neuzugang Simon Schlösser übernahm die Lönenbach-Rolle, der privat verhindert war, und zeigte nicht nur mit seiner 100-Prozent-Quote von der Siebenmetermarke, dass er sofort ins Palmersheimer Spiel eingebunden war. „Wir starten mit einem guten Gefühl in die Saison und wollen dies jetzt in das schwierige Heimspiel gegen Gummersbach II mitnehmen“, so Trimborn.
TV Palmersheim: Moritz Königshoven, Roland (1), Rübenach – Schmitz (4), Schöller (5), Adolph, Schlösser (10/5), Sinaci (1), Schneider (5), Nzoikanua Domingos (1), Voiß (2), Dennis Schüller (1), Simsek (1), Lukas Königshoven (3).
Junges Euskirchener Team zeigt Moral und verliert nur knapp
Verbandsliga Männer: HSG Euskirchen – SG Düren 99 29:30 (15:17). Mit einer knappen Heimniederlage sind die Männer der HSG Euskirchen in die neue Saison gestartet. Das junge Euskirchener Team, das zu großen Teilen aus A-Junioren bestand, musste sich einer erfahrenen und eingespielten Dürener Mannschaft mit einem Tor Unterschied geschlagen geben. „Die Jungs haben ihre Sache, dafür das wir noch am Spieltag selbst gar nicht so recht wussten, wer überhaupt auf der Platte steht, richtig gut gemacht“, sagte ein nicht unzufriedener Frank Rösgen.
Der Euskirchener Trainer sah eine recht ausgeglichene erste Halbzeit mit leichten Vorteilen für Düren. Sein Team verschlief etwas den Start in die zweite Halbzeit und lag zwischenzeitlich mit fünf Toren zurück, dennoch zeigte das junge Team, bei dem Tom Haufe mit zehn Toren herausstach, eine starke Moral. In der Schlussminute hatte das Rösgen-Team sogar die Möglichkeit auf den Ausgleich, nutzte diese Chance aber nicht.
Dennoch überwog der Stolz nach dieser Partie. „Die Jungs haben ein richtig gutes Handballspiel gezeigt und am Ende hat ein wenig das Glück gefehlt, das Spiel noch in die andere Richtung zu lenken“, so Rösgen, der, wie er selbst sagte, selten nach einer Niederlage so zufrieden war, denn was er gesehen habe, habe ihn zuversichtlich gestimmt.
HSG Euskirchen: Bolender, Gebertz – Schmidt (4), Haufe (10/2), Metzen (5), Dittrich (1), Schreiber (4), Klocker (3), Fuss (2), Maheswaran.
