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HandballHSG Euskirchen bricht gegen Frechen nach der Pause ein

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Tobias Schmitz bläst beim Werfen die Backen auf, sein Gegenspieler tut es ihm gleich, weil er Schmitz nicht stoppen kann.

HSG-Spielmacher Tobias Schmitz bei einem Tempogegenstoß.

Lange Zeit haben sowohl Euskirchen als auch Palmersheim mit ihren Gegnern mithalten können, aber Frechen und Königsdorf waren zu stark.

Verbandsliga: HSG Euskirchen – HSV Frechen 30:42 (17:19). Einen Erfolg zum Jahresauftakt hat die HSG Euskirchen klar verpasst. Nach dem Spiel gegen Aufstiegsmitfavorit HSV Frechen sorgt vor allem die zweite Halbzeit bei HSG-Trainer Frank Rösgen für Kopfzerbrechen.

Seine Mannschaft hatte gut begonnen und 30 Minuten lang nicht nur mitgehalten, sondern sich sogar als harter Widersacher erwiesen. Die Gäste, die nach dem Sieg die Tabellenspitze übernommen haben, sorgten aber nach dem Wiederanpfiff mit einem wahren Sturmlauf für einen Kantersieg. „Dass wir so deutlich verlieren, war in Halbzeit eins nicht zu erwarten, weil ich da ein völlig offenes Match auf Augenhöhe gesehen habe“, sagt Rösgen.

HSG-Euskirchen-Trainer Frank Rösgen sucht nach Erklärungen

Der Euskirchener Trainer kann sich nicht erklären, warum seine Mannschaft, bei der Kapitän David Henzel verletzungsbedingt passen musste, so eingebrochen war. „Nach 35 Minuten wurde unser Spiel fahrig und wir haben in der Deckung keinen Zugriff mehr bekommen“, so Rösgen.

Der Ball prallt nach einem Siebenmeter an die Latte, der Euskirchener Torwart guckt ihm hinterher.

HSG-Torhüter Laurenz Gebertz lässt sich bei einem Siebenmeter verladen, ist schnell wieder auf den Beinen und schaut den Ball an die Latte.

Die Beine des Frechener Trainers sind von oben bis unten tätowiert. An den Füßen hat er Socken mit Vereinslogo.

Blickfang: Die Socken an den tätowierten Beinen von Frechens Coach.

Gelang es in der ersten Hälfte noch, ausreichend eigene Tore zu erzielen, traf man nach der Pause zu wenig. Besonders die Wurfquote von den beiden Außenpositionen beschreibt Rösgen als „ganz schlecht“. Auch das Torhüterspiel war an diesem Abend nicht gut. „Das war dann gegen ein Spitzenteam wie Frechen zu wenig, wenngleich ich die Niederlage als ein paar Tore zu hoch ansehe“, sagt Euskirchens Trainer, dessen Team im Tabellenmittelfeld mit ausgeglichenem Punktverhältnis festhängt.

HSG Euskirchen: Gebertz, Jonas – Bünder (6), Klocker, Gast (7/1), Schöndube (4), Drehsen, Schwarzbach (1), Schreiber (1), Jansen, Schmitz (7), Schramm (4), Timm, Maheswaran.

Palmersheim mit deutlicher Niederlage gegen den Spitzenreiter

Oberliga: TuS Königsdorf – TV Palmersheim 44:27 (17:13). Einen ähnlichen Spielverlauf gab es beim Gastspiel des TV Palmersheim bei Spitzenreiter Königsdorf: erste Halbzeit mehr hui, zweite Halbzeit ausnahmslos pfui. Entsprechend bedient ist man beim TVP. „Wir wissen nicht, was in der Kabine passiert ist, aber es hat in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr gepasst“, so Peter Trimborn aus dem Palmersheimer Trainerteam. „Wir waren völlig verloren und es ging nur noch klatsch-klatsch in unser Tor hinein“, so Trimborn, der von einer desolaten Leistung in allen Mannschaftsteilen spricht. Der Gegner sei zurecht auf der Spitzenposition.

TV Palmersheim: Delschen, Roland, Rübenach – Fiedler (2), Schmitz (6), Schöller (1/1), Lönenbach (7/4), Adolph (1), Schouren (1), Sinaci (1), Nzoikanua Domingos (4), Voiß, De. Schüller (1), Simsek (1), L. Königshoven (2).

TVP-A-Juniorinnen verlieren gleich zweifach zu Hause

Oberliga A-Juniorinnen: Gleich zwei Heimspielniederlagen binnen 27 Stunden erlebten die Palmersheimer A-Juniorinnen. Gegen Tabellenführer TV Aldekerk II gab es dabei eine durchaus verkraftbare 19:26-Niederlage. Dabei wusste der TVP-Nachwuchs vor allem in Durchgang zwei zu überzeugen. Einen Tag später hieß es dann 19:25 gegen den SV Straelen.