Die HSG Euskirchen schlägt den HC Weiden III auch dank einer starken Leistung von Tobias Schmitz. Der TV Palmersheim hingegen findet nie wirklich in die Partie.
HandballDie HSG Euskirchen hat einen X-Faktor, dem TV Palmersheim fehlt es an Defensive

Artistisch probiert HSG-Spieler Tobias Bünder noch den Ball auf das Tor zu bringen.
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Verbandsliga: HSG Euskirchen – HC Weiden 2018 III 37:30 (18:16). Satte 67 Tore, 15 Siebenmeter, vier gelbe Karten, sechs Zwei-Minuten-Strafen und eine rote Karte wurden den 37 Zuschauern am Samstagabend in der Peter-Weber-Halle geboten. Am Ende gekrönt von einem etwas zu deutlichen Heimsieg der HSG Euskirchen gegen Weiden III, das bis zur 51. Minute und einem 27:29 aus seiner Sicht die Partie offenhielt.
Die Euskirchener kamen offensiv gut in die Partie, hatten aber defensiv so ihre Mühen. „Wir haben in der Abwehr nicht so die Bindung gefunden, wie ich es mir gewünscht hatte, und dadurch bekamen wir Weidens Kreisläufer nicht so in den Griff“, sagt Frank Rösgen.
Frühe Rote Karte für Julian Gast von der HSG Euskirchen
Der HSG-Trainer macht dies auch an der frühen Roten Karte für Julian Gast fest. Diese kann man nach 15 Minuten geben, allerdings war dies eine von vielen Entscheidungen des recht wirr pfeifenden Schiedsrichterduos, die von großer Uneinigkeit geprägt waren und dem Spiel insgesamt nicht guttaten.
Immer wieder schaukelte sich die Stimmung hoch, zum Leidtragen des eigentlichen Spiels. Die HSG führte nach einem zwischenzeitlichen 4:7-Rückstand ab dem 11:10 bis in die frühe Phase der zweiten Halbzeit hinein. Diese war geprägt von drei Euskirchener Protagonisten: Andre Jonas im Tor steigerte sich und zeigte starke Paraden, Kajeepaan Maheswaran erzielte aus Sicht seines Trainers zwei ganz wichtige Tore zum 27:26 und 29:26, und Tobias Schmitz wurde zum „X-Faktor, der in diesem Spiel machen konnte, was er wollte, weil nahezu alles klappte“, so sein Trainer.

Taktgeber: Trainer der HSG Euskirchen Frank Rösgen.
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Die HSG spielte ihren Gegner müde und schlug gnadenlos zu. „Dieser Abstand wird Weidens Leistung aber nicht gerecht“, fand Frank Rösgen anerkennende Worte für den Gegner und lobte gleichzeitig seine Mannschaft für ihre Teamleistung.
HSG Euskirchen: Gebertz, Jonas – Bünder (4), Berbuir (6/3), Gast (2/2), Klocker, Drehsen, Schwarzbach (6), Jansen, Henzel (4), Schmitz (11), Klein (1), Maheswaran (3).
Oberliga: HDB Löwen Oberberg – TV Palmersheim 34:30 (18:13). Der TV Palmersheim fand überhaupt nicht in sein Spiel bei den Löwen Oberberg und musste ohne zählbaren Erfolg die rund 100 Kilometer lange Heimreise antreten. „Wir hatten heute keine gute Torhüterleistung, und auch die Abwehr hatte mehr Tiefen als Höhen“, sagte Peter Trimborn dem TVP-Trainerteam.
Dass es dann auch offensiv nicht klappte, lag vor allem am nicht funktionierenden Überzahlspiel. „Wir gehen da meistens mit Minus raus, und dann kannst du auch nicht gewinnen“, so Trimborns klare Worte. Vielleicht wäre das Spiel anders gelaufen, wenn Lukas Königshoven nicht direkt mit der ersten Abwehraktion die Rote Karte gesehen hätte – da waren gerade einmal vier Minuten gespielt. So entwickelte sich ein Spiel, in dem der TVP ständig einem Rückstand – mal mit sechs, mal mit drei Toren – hinterherlief.
TVP: Delschen, Rübenach – Fiedler (1), Schmitz (15/6), Schöller (1), Adolph (2), Schouren, Winter, Schneider (1), Nzoikanua Domingos, Voiß (8), Dennis Schüller, Daniel Schüller (1), Johnen (1), Simsek, Lukas Königshoven.
