Nach dem Erfolg im Nachholspiel klettert die HSG Euskirchen auf Rang fünf, die Frauen verlieren bei Refrath/Hand deutlich.
HandballEuskirchener Männer siegen im Auswärts-Heimspiel in Aachen

War treffsicherster Euskirchener: Niclas Schwarzbach.
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Verbandsliga Männer: HSG Euskirchen – Schwarz-Rot Aachen 32:28 (18:13). Mit einem Sieg im Nachholspiel hat sich die HSG Euskirchen auf den fünften Tabellenplatz verbessert. Das Spiel, das auf Antrag der HSG verlegt worden war, fand, wie im Handball üblich, an der Spielstätte des Teams statt, das dem Antrag zustimmt. Das heißt: Aus dem Heimspiel wurde ein Auswärtsspiel in Aachen.
„Wir waren vor der Partie gewarnt und wussten, was uns erwartet, denn Aachen hatte zuvor aus vier Spielen fünf Punkte geholt und sich auf den vorletzten Platz verbessert“, sagte Trainer Frank Rösgen. Das erste Spiel in Aachen am zweiten Spieltag hatte seine Mannschaft knapp mit 24:23 für sich entschieden.
Zur ungewohnten Anwurfzeit am Freitagabend stand Rösgen nur ein Mini-Kader von zwei Torhütern und neun Feldspielern zur Verfügung. Dieser machte, trotz anfänglicher Schwierigkeiten und einem 1:4-Rückstand, seine Sache in weiten Teilen des Spiels gut. Nachdem die Euskirchener den Spielstart leicht verschlafen hatten, steigerten sie sich und gingen mit 6:4 in Führung. Dass die HSG diese Führung kontinuierlich bis auf sieben Tore Vorsprung ausbauen konnte, lag auch an einem „gut aufgelegten“ Andre Jonas im Tor und an der überzeugenden Deckungsarbeit seiner Vorderleute. „Über weite Strecken der ersten Halbzeit war ich mit der Defensive sehr zufrieden“, schildert Rösgen seine Eindrücke aus den ersten 30 Minuten.
Es war kein handballerischer Leckerbissen, sondern eher ein glanzloser, aber erfreulicher Sieg meiner Jungs.
Euskirchens Ziel für den zweiten Durchgang war die Fortführung des Tempospiels in der Offensive. „Die Marschroute war klar, nämlich dass wir den Druck auf Aachen offensiv wie auch defensiv hochhalten wollten“, so der Trainer, der die Umsetzung als „gut“ einstuft. Der Tabellenvorletzte kam zwar bis auf zwei Tore zum 20:22 heran, allerdings zog die HSG dann wieder auf 30:24 davon, sodass es letztlich für verdiente zwei Punkte reichte.
„Es war kein handballerischer Leckerbissen, sondern eher ein glanzloser, aber erfreulicher Sieg meiner Jungs“, sagte Rösgen. Nach der Osterpause stehen noch sechs Spiele, davon drei in der Peter-Weber-Halle in Kuchenheim, an.
Von den zwölf möglichen Punkten will die HSG noch so viele wie möglich einspielen. Mit Ausnahme der Partie beim HSV Frechen spielen die Kreisstädter nur noch gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld oder Tabellenkeller. Das riecht nach weiteren Punkten für die HSG, die sogar noch Platz vier im Visier haben dürfte.
HSG Euskirchen: Gebertz, Jonas – Müller (2), Bünder (5), Berbuir (7/1), Drehsen, Schwarzbach (8), Schreiber (1), Henzel (1), Jansen, Schmitz (8).
Mit nur 13 Gegentoren in Halbzeit eins war die HSG Euskirchen zufrieden
Oberliga Frauen: HSG Refrath/Hand – HSG Euskirchen 33:18 (13:8). Mit einer klaren Niederlage im Gepäck haben sich die Handballerinnen der HSG Euskirchen auf den Weg nach Hause begeben. Es war die 19. Niederlage im 20. Spiel. Euskirchen war mit nur drei klassischen Rückraumspielerinnen angetreten und war in der Anfangsphase nicht präsent. Nach sieben Minuten lagen die Kreisstädterinnen mit 0:4 zurück.
Danach wurde es zumindest defensiv besser, was auch Trainer Kajeepan Maheswaran betonte. „Die Abwehr stand in der ersten Halbzeit überwiegend gut, und mit nur 13 Gegentoren sind wir zufrieden“, so Maheswaran. Die Gäste ließen dem Gegner kaum Platz für Durchbrüche.
Wir tun uns offensiv sehr schwer, und dann bestraft ein Gegner wie Refrath/Hand das dementsprechend gnadenlos.
In der Offensive bestätigte sich das Bild der letzten Wochen. Euskirchen war wieder einmal zu harmlos, um noch einmal heranzukommen. Dennoch hielt sich der Rückstand mit nur sechs Toren Unterschied zur Pause in Grenzen.
Danach lief aber so gut wie gar nichts mehr zusammen, sodass Refrath/Hand sich immer weiter absetzen konnte. Mit zunehmender Spieldauer und der dünnen Personaldecke wurde es immer schwieriger, sich aussichtsreiche Wurfmöglichkeiten zu erarbeiten. „Wir tun uns offensiv sehr schwer, und dann bestraft ein Gegner wie Refrath/Hand das dementsprechend gnadenlos“, sagte Maheswaran. Am Ende hatte Euskirchen 15 Tore weniger erzielt als der Gegner.
HSG Euskirchen: Breuer, Kurm, Seipel – Esser (6/2), Arends, Bank, Lohmann (1), Lea Schmitz (4/2), Schmidt-Gogo (1), Schnitzler, Bücker, Müsch (1), Viola (5/2).

