Die Grün-Weißen liegen zur Pause gegen Aufsteiger Do-Ri zurück und drehen die Partie. Flamersheim/Kirchheim deklassiert Frauenberg.
Kreisliga AEin spektakuläres Fußballspiel in Sötenich

Ein spektakuläres Spiel sahen die Zuschauer in Sötenich.
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SV Sötenich – FC Dollendorf-Ripsdorf 4:3 (1:3). Was für ein Fußballnachmittag auf dem neuen Kunstrasenplatz in Sötenich: Der heimische SV hat den FC Dollendorf-Ripsdorf in einem turbulenten Kreisliga-A-Duell mit 4:3 bezwungen und dabei eine Partie gedreht, die zur Pause eigentlich schon verloren schien.
Die Gäste aus der Gemeinde Blankenheim führten nach 45 Minuten mit 3:1, doch Sötenich startete nach dem Seitenwechsel eine furiose Aufholjagd. Der Sieg bescherte Trainer Markus Sabel vor allem eins: jede Menge Stolz.
Die Gastgeber hatten sogar den besseren Start erwischt. In der 9. Minute ging Sötenich mit 1:0 in Führung. Max Lang schob den Ball geschickt ins Netz.
Mathias Diederichs erzielt den Ausgleich und die Führung
Dollendorf-Ripsdorf ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Der Lohn folgte noch vor der Pause. Mathias Diederichs verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter zum 1:1 und erzielte damit sein erstes Saisontor.
In der 45.+2 Minute brachte Diederichs Dollendorf-Ripsdorf nach Vorlage von Alexander Huth mit 2:1 in Front. Nur zwei Minuten später – und immer noch vor dem Pausenpfiff – legte Spielertrainer Huth selbst nach. Sein schöner Distanzschuss zum 3:1 setzte den Schlusspunkt unter eine erste Hälfte, in der der Aufsteiger FC Do-Ri seine Angriffe und Umschaltaktionen konsequenter ausgespielt hatte als die Gastgeber.
Nach der Pause änderte sich das Bild. Sötenich erhöhte den Druck, ging mehr ins Risiko und stresste den Aufsteiger immer stärker. Der eingewechselte Sötenicher Paul Hrziwnak sorgte in der 48. Minute nach einer Flanke für das 2:3-Anschlusstor. In der 71. Minute traf der eingewechselte Magnus Heinen nach einer Ecke per Kopf zum 3:3-Ausgleich. Sötenich blieb die Mannschaft, die weiter mit großem Druck auf den entscheidenden Treffer drängte. Dies gelang: Ben Huppertz erzielte per Lupfer sein erstes Saisontor und brachte Sötenich mit 4:3 (79.) in Führung.
Sötenich bringt Qualität von der Ersatzbank
Sötenichs Coach Sabel war anschließend voll des Lobes für seine Mannschaft. „Ich muss sagen, dass ich wirklich megastolz auf meine Truppe bin“, betonte der Trainer. Entscheidend zum Sieg beigetragen hätten auch die Wechsel. Die erste Elf habe ein gutes Spiel gemacht, zugleich habe man von der Bank sehr gut nachlegen können, und das ohne Qualitätsverlust.

Zwei Tore waren nicht genug: Mathias Diederichs (M.) verlor mit Dollendorf-Ripsdorf dennoch in Sötenich.
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Gesprächsbedarf hatte Sötenichs Coach Markus Sabel mit Schiedsrichter Ismail Gündogan.
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Dollendorf-Ripsdorfs Spielertrainer Alexander Huth bewertete die Begegnung so: „Die erste Halbzeit war super, wir haben top mitgespielt und sind Sötenich auf Augenhöhe begegnet“, sagte er. Seine Mannschaft habe völlig zurecht geführt, weil sie in Angriffen und Umschaltaktionen zielstrebiger, entschlossener und gefährlicher gewesen sei. „Wir hätten dabei noch ein Tor mehr schießen müssen.“ Es habe aber das dafür notwendige Quäntchen Glück gefehlt.
Nach der Pause habe Sötenich enormen Druck aufgebaut. Dollendorf-Ripsdorf habe phasenweise nicht mehr dagegenhalten können. Die Ballbesitzphasen seien zu kurz gewesen, zudem hätten die Abstände zwischen den Linien nicht mehr gepasst. „Wir waren also nicht mehr so kompakt“, brachte Huth das Problem auf den Punkt.
Sötenich belohnt sich für die Leistung in der zweiten Halbzeit
Aus der komfortablen 3:1-Führung des Aufsteigers wurde so ein spektakulärer Schlagabtausch. Sötenich belohnte sich für eine zweite Halbzeit mit enormem Einsatz. Huth zog nach der Niederlage folgendes Fazit: „Am Ende wäre ein Unentschieden nicht unverdient gewesen, da die letzten beiden Sötenicher Tore sehr vermeidbar waren.“
Für Sabel gab es hingegen keinen Zweifel: „In Summe finde ich es auf jeden Fall einen verdienten Sieg, aber natürlich auch einen hart erkämpften Sieg“, sagte der Trainer. Seine Mannschaft sei in der ersten Halbzeit an ein, zwei Stellen zu nachlässig gewesen und habe deshalb trotz eines ordentlichen Spiels zu viel zugelassen.
SG Flamersheim/Kirchheim – SV Frauenberg 8:0 (6:0)
Die SG Flamersheim/Kirchheim hat früh in der Saison ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den SV Frauenberg war die Partie bereits zur Pause entschieden. Durch den 8:0-Kantersieg klettert FlaKi zugleich an die Tabellenspitze. Paul Doppelfeld eröffnete in der 11. Minute den Torreigen und legte nur vier Minuten später nach. Daniel Graichen (22.) und Ben Schäfer (26.) erhöhten, ehe Doppelfeld in der 41. Minute seinen dritten Treffer erzielte. Schäfer stellte kurz vor der Pause auf 6:0. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Flamersheim konzentriert. Niklas Dahmen traf in der 74. Minute zum 7:0, Doppelfeld machte mit seinem vierten Tor in der 80. Minute den Endstand perfekt.
„Das war eine durch die Bank gute Mannschaftsleistung. Wir waren von Anfang an wach und nutzten unsere ersten Chancen, um früh in Führung zu gehen“, sagte FlaKi-Trainer Marco Markwald. Seine Mannschaft habe das Spiel anschließend nicht mehr aus der Hand gegeben und sich mit der „weißen Weste“ belohnt.
Frauenbergs Trainer Marcel Timm hingegen fand zur Leistung seines Teams deutliche Worte. Vor allem die erste Halbzeit sei ein „Totalausfall“ gewesen. Seine Mannschaft habe kaum Zweikämpfe gewonnen und überhaupt nichts entgegensetzen können. Die Niederlage sei auch in dieser Höhe verdient. „So kannst du absolut gar nicht in der A-Klasse bestehen“, lautete sein ernüchterndes Fazit.
TSV Schönau – TuS Mechernich 4:0 (2:0)
Der TSV Schönau, der am ersten Spieltag frei hatte, fuhr im Saisondebüt einen deutlichen Heimerfolg ein. Gegen die TuS Mechernich setzte sich die Mannschaft von Angelo Mazza souverän mit 4:0 durch.
David Nolte brachte die Gastgeber in der 18. Minute in Führung, Tim Breuer erhöhte zehn Minuten vor der Pause. Florian Metzen sorgte kurz nach dem Seitenwechsel für das 3:0, Kai Marc Fessel setzte in der 85. Minute den Schlusspunkt.
Nach dem 5:0 im Pokal war das der zweite überzeugende Pflichtspiel-Auftritt in dieser Saison.
Mazza äußerte sich hochzufrieden über den Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben einfach das, was wir uns in acht Wochen erarbeitet haben, super umgesetzt. Nach dem 5:0 im Pokal war das der zweite überzeugende Pflichtspiel-Auftritt in dieser Saison“, betonte der TSV-Trainer. Besonders hob er das kompakte Auftreten und das starke Pressing hervor. Das Ergebnis hätte aus seiner Sicht sogar noch höher ausfallen können. Den Mechernichern, der Stadt, in der Mazza lebt, wünschte er anschließend viel Erfolg für die kommenden Spiele.
Mechernichs Trainer Mirco Mertens erkannte die Überlegenheit des Gegners an. Schönau sei kämpferisch und läuferisch besser gewesen. „Wir haben heute nicht das gezeigt, was wir die letzten Wochen gezeigt haben“, sagte Mertens. Seine junge Mannschaft habe durch individuelle Fehler die Gegentore begünstigt und anschließend keine Mittel gefunden, die Partie zu drehen. Er drückte der Partie den Stempel „Spiel zum Lernen“ auf.
SV Schöneseiffen – SSV Golbach 5:1 (3:0)
Der SV Schöneseiffen feierte im ersten Heimspiel der Saison einen deutlichen 5:1-Erfolg gegen den SSV Golbach. Maurice Niedermeier brachte die Hausherren bereits in der fünften Minute in Front. Max Jöbges erhöhte acht Minuten später, Timo Bornewasser sorgte kurz vor der Pause für das 3:0. Trainer Heiko Zimmer sah eine vor allem in der ersten Halbzeit effektive Vorstellung: „Die Pausenführung war verdient, allerdings hätte Golbach bei einem möglichen 3:1 noch einmal für Spannung sorgen können.“

Das Tor von Golbachs Jean Claude Kamano, der sich hier im Laufduell befindet, war nur ein Ehrentreffer.
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Stattdessen machte Bornewasser in der 81. Minute mit seinem zweiten Treffer endgültig den Deckel drauf. Jean Claude Kamano gelang in der 89. Minute noch der Ehrentreffer, Daniel Schmidt stellte in der Nachspielzeit den 5:1-Endstand her.
Mit dem Auftritt seines Teams war Golbachs Trainer Michael Müller überhaupt nicht einverstanden: „Der Auftritt heute war eine absolute Frechheit. Solche Leistungen reichen für diese Spielklasse nicht aus. Es hat an allem gefehlt, was wir für ein erfolgreiches Spiel gebraucht hätten. Entsprechend deutlich fällt die Niederlage dann auch aus.“
SSV Weilerswist – SC Germania Erftstadt-Lechenich 4:1 (3:1)
Der SSV Weilerswist hat gegen Germania Erftstadt-Lechenich einen frühen Rückstand gedreht. Ricco Frohn brachte die Gäste bereits in der 11. Minute überraschend in Führung. Ein langer Freistoß von der Mittellinie hatte die Weilerswister Abwehr vor Probleme gestellt.
Die Gastgeber ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Timofej Slinkov erzielte den Ausgleich, Luis Kampermann drehte die Partie in der 39. Minute. Nur zwei Minuten später erhöhte Noah Fabritzius zum 3:1-Halbzeitstand.
Trotz mehrerer Ausfälle war heute auf das Team Verlass, was die Qualität im Kader unter Beweis gestellt hat.
„Das frühe Gegentor haben wir gut abgeschüttelt, sind gut im Spiel geblieben. Trotz mehrerer Ausfälle war heute auf das Team Verlass, was die Qualität im Kader unter Beweis gestellt hat“, sagte Weilerswists Trainer Frederik Ziburske. Nach der Pause gerieten die Gastgeber zunächst etwas unter Druck, überstanden die stärkste Phase der Gäste aber schadlos. Björn Büscher sorgte in der 83. Minute für die Entscheidung.
Erftstadts Trainer Christopher Berg sah einen verdienten Weilerswister Sieg, haderte aber mit den vergebenen Möglichkeiten. Nach der Pause habe seine Mannschaft drei hochkarätige Chancen gehabt. „Wenn wir da ein oder zwei Tore machen, sieht das Spiel wieder anders aus. Aber Weilerswist hat körperlich mehr Präsenz gezeigt und die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen. In Summe eine verdiente Niederlage, die vielleicht ein wenig zu hoch ausgefallen ist“, so Berg.
Bliesheimer BC – SV SW Nierfeld 6:4 (2:1)
Das torreichste Spiel des Spieltags mit insgesamt zehn Treffern lieferten sich der Bliesheimer BC und der SV SW Nierfeld. Nierfelds Jonas Küpper eröffnete den Torreigen und brachte die Gäste in der 28. Minute in Führung. Sven Allinger glich aus, Marlon Vogt traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:1 für Bliesheim – ein Eigentor. Nach dem Seitenwechsel ging es Schlag auf Schlag: Mory Kaba glich in der 53. Minute aus, Allinger brachte Bliesheim eine Minute später wieder nach vorn. Fabio Schmitz erzielte das 3:3, ehe Küpper mit seinem zweiten Treffer in der 67. Minute erneut Nierfeld jubeln ließ.
In der 72. Spielminute folgte dann der Wendepunkt des Spiels: Schmitz sah Gelb-Rot und Nierfeld war in der Schlussphase in Unterzahl. Nierfelds Trainer Marcel Schmitz, dessen Team „zu dem Zeitpunkt alles unter Kontrolle hatte“, sah im Platzverweis einen entscheidenden Faktor für den weiteren Spielverlauf, nahm aber auch seine Mannschaft in die Pflicht: „Wir kassieren wieder drei leichte Gegentore nach Standards, verteidigen zu inkonsequent.“ Zugleich kritisierte Schmitz mehrere Schiedsrichterentscheidungen, die aus seiner Sicht zu den Standards vor den ersten drei Gegentoren geführt hatten.
Die Überzahl gab den Bliesheimern nochmals Aufwind und den Glauben zurück, noch etwas Zählbares aus der Partie mitnehmen zu können: Sören Völl markierte das 4:4, Manuel Schwan traf in der 89. Minute zum 5:4 und machte in der achten Minute der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den 6:4-Endstand perfekt.
