Abo

Sportlerwahl 2025Die JSG Erft Euskirchen ist souverän aufgestiegen und angekommen

3 min
07.07.2025 Die JSG Erft Euskirchen ist in die Bezirksliga aufgestiegen. Mannschaftsfoto des Kreisliga A Aufsteigers zum Trainingsauftakt. Spowa, Sportlerwahl

07.07.2025 Die JSG Erft Euskirchen ist in die Bezirksliga aufgestiegen. Mannschaftsfoto des Kreisliga A Aufsteigers zum Trainingsauftakt. Spowa, Sportlerwahl

Der Start nach der Rückkehr in die Fußball-Bezirksliga verlief für die Truppe von Trainer Chris Kockerols zunächst holprig.

Letztlich war es dann doch ein souveräner Aufstieg: Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga schüttelte sich die JSG Erft Euskirchen kurz, nahm die Favoritenrolle für den direkten Wiederaufstieg an und wurde dieser letztlich auch gerecht – auch dank der 53 Treffer von Stürmer Luke Bungart. Vater des Erfolgs ist Trainer Christopher Kockerols, der das Team in der Rückrunde der Abstiegssaison übernommen hatte. Viele Spieler kennt der Übungsleiter aber nicht erst seit der Bezirksliga-Saison, sondern bereits aus Jugendtrainerzeiten bei der JSG.

Seit der zweiten Jahreshälfte wollen die Schützlinge von Kockerols das schaffen, was ihnen beim ersten Gastspiel auf Verbandsebene nicht geglückt ist – die Klasse halten. Mit Blick auf die finanziellen Möglichkeiten der Konkurrenz wird das erneut eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe. Die Mannschaft hat sich nicht nur fußballerisch entwickelt, sondern ist auch älter und reifer geworden. Vor allem Letztgenanntes könnte im möglichen Abstiegskampf im Frühjahr 2026 ein wichtiger Faktor sein.

Ein Spieltag bei der JSG Erft beginnt viele Stunden vor dem Anpfiff

„Für mich als Trainer ist das natürlich immer eine Bestätigung, dass wir erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben. Es ist natürlich auch immer eine Bestätigung, dass wir uns entwickelt haben“, sagt der Übungsleiter: „Ich habe davon persönlich keine besondere Genugtuung. Ich mache den ganzen Kram nicht, um im Scheinwerferlicht zu stehen, sondern am Ende des Tages, weil mir das Spaß macht.“

Ein Spieltag beginnt bei der JSG schon viele Stunden vor dem Anpfiff. „Die Jungs bekommen für gewöhnlich schon morgens vorm Spiel Informationen über den Gegner, über Spielart und -weise, über Dinge, die wir vorhaben“, sagt Kockerols: „Dann beschränke ich mich im Rahmen der Spielvorbereitung – also in der Kabine selbst – nur auf kurze 10 bis 15 Minuten, in denen wir gewisse Dinge ansprechen, gewisse Muster besprechen, und dann auch noch mal ganz rollenspezifisch mit dem einen oder anderen Spieler im Plenum, vor der gesamten Truppe, darüber sprechen, was Herausforderungen sind und wie wir gewisse Dinge lösen wollen.“

Die JSG Erft kann jeden schlagen und gegen jeden verlieren

Nach dem extrem schweren Saisonstart ist die JSG längst in der Bezirksliga angekommen – und hat den Abstiegskampf angenommen. Dort gab es zwar zuletzt mit der 2:3-Niederlage gegen RW Ahrem einen Rückschlag, aber der 2:1-Erfolg über den Tabellenzweiten Hilal-Maroc Bergheim hat gezeigt, dass die junge Mannschaft jeden schlagen kann – aber eben auch gegen jeden verlieren kann.

Wenig überraschend: Auch der Start in die Rückrunde hat es in sich. Mit dem Türkischen SV Düren, Horrem und Birkesdorf trifft die JSG auf Teams, die allesamt deutlich mehr Punkte auf dem Konto haben. Doch das Spiel gegen Bergheim hat gezeigt, dass die Kockerols-Schützlinge auch überraschen können. Viel hängt wieder von Torjäger Luke Bungart ab, der bereits auf 14 Treffer kommt. „Mein Wunsch ist natürlich, dass wir uns weiter gut entwickeln, dass wir weitere Schritte machen. Dann können wir uns vielleicht auch nicht dagegen wehren, dass am Ende des Tages drei Mannschaften hinter uns stehen“, so der Coach.

Derzeit stehen die Chancen dazu gut. Es gilt aber im Jahr 2026, die wichtigen Spiele zu gewinnen. Sollte sich die immer noch junge Mannschaft zudem weiterentwickeln, dürfte nach dem angestrebten Umzug in den Auel nach Euskirchen in diesem Sommer auch dort Bezirksliga-Fußball gespielt werden.