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Sportlerwahl 2025Kaller SC stand zum ersten Mal im Handball-Kreispokalfinale

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Spieler des Kaller SC jubeln den Fans zu.

Großer Jubel: Kall hat es ins Endspiel geschafft.

Als Aufsteiger schafften die Handballer außerdem souverän den Klassenerhalt in der Kreisoberliga. In der aktuellen Saison ist es schwierig.

Die Männerhandballmannschaft des Kaller SC blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Als Aufsteiger spielte die Mannschaft von Trainer Wolfgang Kirfel in der Kreisoberliga eine sehr solide Meisterschaftsrunde, in der sie sich immer im soliden Mittelfeld befand und nie in Abstiegsnöte geriet. Mit 18:26-Punkten und der viertbesten Abwehr der Liga beendete der KSC die Saison auf dem neunten Tabellenplatz. Neun Siegen, davon sechs in der eigenen Halle, standen 13 Niederlagen gegenüber.

Einen noch größeren Stellenwert hat aber das Erreichen des Kreispokalfinales, was erstmals in der Vereinsgeschichte gelang. Dabei fuhren die Kaller Siege gegen Bad Münstereifel, Godesberg und Siebengebirge-Thomasberg ein. „Wir haben aus meiner Sicht verdient das Pokalfinale erreicht, weil wir richtig tolle Spiele gezeigt haben“, sagt Kirfel, der sich nicht nur von ganzem Herzen um die Handballabteilung kümmert, sondern auch als Vorsitzender des Gesamtvereins aktiv ist.

Die Busfahrt nach Bonn bleibt für viele Kaller Handballer unvergesslich

Für Kall ging es zum Endspiel nach Bonn, wo Titelverteidiger HSG Geislar-Oberkassel wartete. „Schon alleine die Fahrt mit dem Bus wird für viele unvergesslich bleiben“, so Kirfel. Gegen den Verbandsligisten hatte Kall beim 12:44 zwar keine Chance, aber dennoch wurde groß gefeiert, weil alleine der Finaleinzug, und was damit verbunden war, ein unvergessliches Erlebnis darstellte. Besonders stolz ist der Trainer darüber, dass an die 100 Fans mit nach Bonn gefahren waren, um die Mannschaft zu unterstützen.

Dass die zweite Saison in einer neuen Liga immer die schwierigste sein soll, erfährt der KSC nun am eigenen Leib. Wegen zahlreicher Ausfälle, darunter vier Langzeitverletzte, hat die Mannschaft erst zwei Punkte geholt. „Leider müssen wir jedes Spiel sechs oder sieben Spieler, darunter einige Leistungsträger, ersetzen. Auch deshalb haben wir in einigen Spielen mit drei oder vier Toren knapp den Kürzeren gezogen“, so Kirfel. Seine Mannschaft kämpfe aber stets bis zum Schlusspfiff, was ihm Mut für die Rückrunde mache. „Wir schreiben den Klassenerhalt noch nicht ab“, sagt er. Er will schließlich nicht in seinem persönlichen Jubiläumsjahr absteigen: Seit 25 Jahren ist Kirfel Handballtrainer.

Die Nominierung zur Mannschaft des Jahres erfüllt ihn mit Stolz, denn es sei der verdiente Lohn für ein Team, das im Kreishandball nicht ganz so oft in den Fokus rücke.