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Fußball-BezirksligaWohl dem, der einen solchen Joker wie die JSG Erft 01 Euskirchen hat

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Zwei Fußballer befinden sich in einem intensiven Laufduell.

Ein intensives Laufduell lieferten sich Dino Halilic (l.) und Luke Bungart.

Moustapha Thior führt die JSG Erft mit zwei Toren und einer Vorlage zum Heimsieg gegen Dahlem-Schmidtheim. Hammes sauer auf Trainer-Trio.

JSG Erft 01 Euskirchen – SG Dahlem-Schmidtheim 5:2 (2:0). Nach einer eher einseitigen ersten Halbzeit zugunsten der Heimelf wurde der kreisinterne Vergleich im zweiten Abschnitt wesentlich offener, was am letztlich deutlichen Ausgang der Partie allerdings nichts mehr änderte. Unterschiedliche Meinungen über das Ergebnis gab es trotzdem.

Vor der Pause zeigte Erft 01 ein hohes Offensivtempo

Nach etwas mehr als zehn Minuten des gegenseitigen Abtastens brachte ein von Torjäger Luke Bungart herausgeholter und vollstreckter Strafstoß die Platzherren ins Rollen. Die Gäste wirkten in der Folge angesichts des hohen Offensivtempos der Euskirchener häufig überfordert und konnten sich bei ihrem formidabel aufgelegten Schlussmann Noah Lautwein bedanken, dass man den Kabinengang nur mit einem Zwei-Tore-Rückstand antreten musste.

Bei einer optimalen Chancenverwertung wäre das Duell bereits nach 45 Minuten entschieden gewesen. So aber blieb es für die – nicht nur in dieser Szene – schläfrige SG bei einem weiteren Gegentor, als Luc-Seal Roggendorf bei einer Ecke im Rückraum völlig ungestört den Ball annehmen und anschließend in den Maschen versenken konnte.

Nach der Pause gelang Dahlem der erste gefährliche Abschluss

50 Minuten dauerte es bis zum ersten halbwegs gefährlichen Abschluss der Gäste auf das Tor der 01er, 180 Sekunden später stand es durch den im zweiten Durchgang stark aufspielenden A-Jugendlichen Maxim Ritter plötzlich nur noch 1:2. Das Anschlusstor bildete lediglich den Vorgeschmack für das, was sich in der restlichen Spieldauer in beiden Strafräumen ereignen sollte.

Die Vertreter des gesperrten Cheftrainers Chris Kockerols stehen an der Seitenlinie.

Als Trio für die JSG Erft 01 Euskirchen verantwortlich: Tonino Incorvaia (v.l.), Lars Schmitz und Artur Schulz.

Dahlems Torwart rollt einen Ball ein.

War bester Spieler seiner Mannschaft: Torwart Noah Lautwein.

Mit der Defensivarbeit nahmen es beide Kontrahenten jetzt nicht mehr so genau, und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch inklusive zahlreicher klarer Möglichkeiten, in dem die Gastgeber ihrem Widersacher stets einen Schritt voraus blieben.

Maßgeblichen Anteil daran hatte ein Joker der Erfter, der in etwas mehr als einer halben Stunde, die er auf dem Feld verbrachte, so gut wie alles richtig machte.

Auffälligste Akteure waren ein Einwechselspieler und ein Torwart

Wer zwei Tore selber erzielt, ein weiteres glänzend vorbereitet und nur um Haaresbreite an einem dritten Treffer vorbeischrammt, darf mit Fug und Recht als Mann des Spiels tituliert werden. Stürmer Moustapha Thior benötigte nur 20 Sekunden, um mit seinem ersten Ballkontakt das wichtige 3:1 zu köpfen. In der Schlussphase schoss er das 4:1, nachdem Luke Bungart, der zuvor über den halben Platz gesprintet war, unsanft gebremst worden war, per Abstauber, und legte den 5:2-Schlusspunkt durch den ebenfalls starken Luc-Seal Roggendorf mustergültig auf.

Aufseiten des Aufsteigers war – abgesehen vom Doppeltorschützen Ritter, der jedoch erst in der zweiten Hälfte zur Geltung kam – Torhüter Lautwein mit Abstand bester Spieler seines Teams. Über die gesamten 90 Minuten zeigte der 18-Jährige erstklassige Paraden am Fließband.

Trainerwechsel: Chris Kockerols hatte eine Zwangspause

Für den für eine Partie gesperrten Chris Kockerols, der hinter der Bande ausharren musste, waren U19-Coach Tonino Incorvaia, Co-Trainer Lars Schmitz und Spieler Artur Schulz für die Gastgeber zuständig – nicht unbedingt zum Gefallen von Dahlems Übungsleiter Christian Hammes, mit dem sich das Trio das eine oder andere Wortgefecht lieferte.

„Ich fand das Auftreten der Erfter Bank sehr überheblich. Da hätte ich mir lieber Chris an der Seitenlinie gewünscht“, kommentierte Hammes.

Geteilte Meinungen der beiden Trainer zum Spiel

Trotz der netten Worte über seinen Kollegen gingen die Meinungen über das Spiel etwas auseinander. „Wir haben es unnötig spannend gemacht und hätten deutlich mehr Tore machen müssen, dennoch war es ein souveräner Erfolg“, sagte Kockerols.

Hammes wollte zwar nicht von einer unverdienten Niederlage seiner Elf sprechen, kritisierte jedoch eine Fehlentscheidung direkt nach dem 1:2. „Das war sicher kein Abseits und wäre der Ausgleich für uns gewesen. Für mich ist der Erfter Sieg viel zu hoch.“


Wichtige Erkenntnis für Zülpich II trotz einer knappen Niederlage

FC Viktoria Birkesdorf – TuS Chlodwig Zülpich II 4:3 (1:2). Zweimal ging der Aufsteiger aus der Römerstadt beim Aufstiegsaspiranten Birkesdorf in Führung, einmal glich er nach Rückstand aus, fuhr allerdings mit null Punkten nach Hause – aber auch mit der wichtigen Erkenntnis, dass man mit einem solchen Bezirksliga-Schwergewicht mithalten kann.

Zwei Standardsituation von Hagen Blohm entschieden das Spiel (3:2, 62./4:3, 70.). „Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung hatte unser Kapitän Mika Jensen gegen Blohm gut verteidigt“, so TuS-Coach Marius Schinke. Ankreiden lassen müssten sich seine Spieler, dass ein Großteil der Gegentore auf diesem Niveau zu einfach gefallen ist.

Für Zülpich trafen Tamino Mäurer (1:0, 9.) mit einem sehenswerten Schlenzer und Jakob Fischer (2:1, 26.) mit einem ebenso sehenswerten Abschluss vor der Halbzeit, Tobias Rick erzielte nach Vorarbeit durch Marcello Ricciardi das zwischenzeitliche 3:3 (69.). Nach der Pause kassierte der TuS nach einer laut Schinke unberechtigten Ecke den Ausgleich. Zülpich gab sich auch nach dem 3:4-Rückstand nicht auf und hatte Chancen. „Es gab auch eine Situation gegen Jakob Fischer, in der man durchaus auf Elfmeter hätte entscheiden können“, so Schinke, der der Meinung ist, dass ein Unentschieden durchaus verdient gewesen wäre.

Bessenichs Ausgleichstor fiel in der Nachspielzeit

SV Rhenania Bessenich – SV Weiden 2:2 (0:1). Mit einem Tor durch Routinier Siggi Kunst in der dritten Minute der Nachspielzeit hat die Rhenania Moral gezeigt und noch einen Punkt gegen Weiden geholt – und das in Unterzahl, denn Ilah Muhaj hatte zehn Minuten vorher die Rote Karte gesehen.

Zweimal war das Team von Can Celik in Rückstand geraten (29., 80.), zweimal glich es aber aus. Den ersten Treffer für Bessenich zum 1:1 hatte Arber Jashanica (53.) nach Vorlage von Torwart Eamonn Klein erzielt. Die Vorarbeit für Kunsts 2:2 lieferte Kaloyan Petrov.